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Hochtour Großvenediger (3666m) (Hochtour - Großvenediger)

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Hochtour Großvenediger (3666m)

Venediger

Samstag 6. August, aus dem Gschlösstal auf die neue Prager Hütte.


Wir hatten geplant über die neue Prager Hütte von Osten auf den Großvenediger zu steigen. Dazu mussten wir aber erst mal auf die Hütte. Vom Matreier Tauernhaus nach Innergschlöss ersparten wir uns aus Zeitmangel erstmal eine gute Stunde Fußmarsch und nahmen das Taxi. Bereits während dieser Fahrt staunten wir über die traumhafte Landschaft, die dieses Gschlösstal zu bieten hat. Wenn auch das Wetter alles andere als einladend war.
Ab Innergschlöss ging's nun zu Fuß weiter. Vor uns breitete sich der zwei Kilometer lange und fast vollkommen flache Talboden aus. Wirklich ein Hochgenuss in solch einer Landschaft zu wandern. Nach ca. 2,5 Stunden auf dem steinigen Weg erreichten wir die alte Prager Hütte. Unser Blick fiel auf die Schwarze Wand, Hohen Zaun und Kleinvenediger.
Nach einer weiteren Stunde Fußmarsch erreichten wir schließlich unser Tagesziel - die neue Prager Hütte.
Wilfried, der Hüttenwirt, und sein Team sind sehr sympatische und freundliche Menschen, da macht der Aufenthalt gleich viel mehr Spaß. Nach einer Kaffeejause machten wir noch Steigeisenübungen. Mit dem Essen und einem - oder waren es mehrere Gläser Wein - ließen wir den Tag ausklingen.


Sonntag 7. August, von der Neuen Prager Hütte zum Großvenediger.


Frühstück gab's ab 06:30, also alles ein bisschen gemütlicher als bei so manch anderen Hochtour. Der Neuschnee war bei den morgendlichen Temperaturen doch noch fester, und somit leichter zu begehen, auch die eine oder andere zu querende Gletscherspalte, bzw. die darüber führende Schneebrücke war so sicherer zu überqueren.


Im schönen Morgenrot ging es nun das erste Stück des Weges leicht bergab und anschließend am Fuße des Niederen Zaunes über einige Schneefelder hinauf auf das Schlattenkees. Dort entschlossen wir uns doch Steigeisen anzulegen und uns anzuseilen, da es erst mal steil durch eine Spaltenzone ging, und ein Ausrutschen dort sicher unangenehme Folgen gehabt hätte.


Nach der Spaltenzone und einem kurzen Flachstück folgt der Weg ansteigend einer Schneeflanke die uns in weiterer Folge vorbei am Kleinvenediger auf die Venedigerscharte führte. Und kurz vor der Scharte sahen wir nun auch erstmals unser Ziel - den Großvenediger. Einige Seilschaften stiegen bereits vom Defregger Haus herauf. Mit dem traumhaften Wetter, keine Wolke am Himmel und stahlblauer Himmel, bot sich uns diese Hochgebirgslandschaft mit traumhafter Schönheit. Nicht viel später stiegen wir über den letzten steileren Rücken, und erreichten den Gipfelgrat des Großvenedigers.
Danach standen wir, nach knapp drei Stunden Aufstieg, glücklich auf dem Gipfel. Unser Blick schweifte über Dolomiten Gipfel, Großglockner und all die anderen Gipfel der Hohen Tauern, ein sehr schöner Ausblick. Leider waren mehrere Seilschaften hinter uns, sodass wir nicht lange alleine auf dem Gipfel verweilen konnten. Nach einigen Gipfelfotos machten wir uns an den Abstieg.

Der Abstieg zur Hütte ging rasch von statten, und auch der Kaffee war schnell getrunken, wie immer sehr gut nach einer Anstrengung und vergossenem Schweiß. Nun wartete aber noch der steinige
Weg nach Innergschlöss auf uns. Dieser zog sich, wie Abstiege so oft, ganz schön in die Länge. Wir fuhren wieder mit dem Taxi zum Matreier Tauernhaus.
Wieder einmal hatten wir ein gemeinsames Erlebnis in den Bergen. Und von dort oben habe ich auch schon Ziele gesehen die sich hoffentlich recht bald verwirklichen lassen. Doch das ist eine andere Geschichte!

Arnold Jäger


 
 
 

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