Logo Sektion Kufstein

Das Große Wiesbachhorn (Hochtour im Glocknergebiet)

Mitglied werden
zur Anmeldung

Das Große Wiesbachhorn

Wiesbachhorn

Das Große Wiesbachhorn war unser Ziel, welches mit einer Höhe von 3564 Metern der dritthöchste
Berg in der Glocknerregion ist.

Wir folgten nicht dem Normalaufstieg, sondern nahmen die Südostflanke und gingen über den Kaindlgrat wieder herunter.
Auch aus einer historischen Perspektive ist dieser Berg nicht uninteressant,
da bei der Erstbesteigung am 15. Juli 1924 von Franz Riegele
und Willo Welzenbach die ersten Eisschrauben bei einer Bergtour
verwendet wurden.
In der selbigen Wand verunglückte der Bergsteiger Toni Schmid 1932, der als
Erster vom 31. Juli bis 1. August 1931 das Matterhorn über die Nordwand bezwang.


Aber zurück in die Gegenwart.
Der erste Tag bescherte uns Sonne und Hagel, den wir aber mit
Knoten- und Abseiltechnik hervorragend überstanden. Der Abend im Heinrich-Schwaiger-Haus war
hervorragend. Denn diese Hütte gehört zu den besten Adressen, was Küche in den Bergen angeht.
Auch die Freundlichkeit des Teams ist herausragend und eine Erwähnung hier allemal wert. Das
Geheimnis seiner vorzüglichen Speisen bestehe darin, so erklärte mir der Hüttenwirt Stefan Borger,
der eigentlich gelernter Tischler ist, dass er seine Zutaten von ausgewählten Bauern und Lieferanten
beziehe. So bekomme er getrocknete Tomaten und Olivenöl in Bioqualität von Familie Piacere aus
Sizilien, oder das Fleisch von der Firma Rieder auf Schloss Saalhofen. Auch der Kaffee ist meiner
Meinung nach besser, als jeder, den man im Tal bekommen kann, denn er wird jedes Mal frisch
gebrüht und ist ein Fairtrade-und Bioprodukt von Sonnentor. Wer etwas von Kaffee versteht, weiß
dies zu schätzen.
Doch der große Knaller, eine genusstechnische Sensation, welche es auf keiner
anderen AV-Hütte gibt, kam in der Nacht. Plötzlich fing es an nach frisch gebackenem Brot zu
riechen. Am Morgen wurde uns dieses auch kredenzt und mundete ausgezeichnet.


Der zweite Tag begann bei warmen Temperaturen und sehr schönem Wetter. Die Stauseen und das
Tal lagen noch im Schlaf, als die erste Seilschaft, das waren wir, aufbrach. Zuerst ging es über einen
leichten Klettersteig Richtung Kaindlgrat. Diesen ließen wir aber links liegen, da wir auf die
Südostseite des Bergs wechselten. Von dort brachte uns ein schöner Bergrücken, über teilweise
recht wildes Gelände, dem Gipfel nahe.
Trotz Umweg waren wir die ersten, die diesen jungfräulichen Tag am Gipfelkreuz begrüßen durften.
Leider kamen viel zu schnell andere Seilschaften über den Kaindlgrat herauf, dass uns nur die Flucht
nach unten blieb. Der Gegenverkehr am Grat hielt sich aber in Grenzen, dass ein schneller Abstieg
folgen konnte.


Beim obligatorischen Kaffee mit Kuchen im Tal durfte ich in lauter glückliche Bergsteigergesichter
schauen, was mich als Führer immer wieder motiviert, weitere Touren zu organisieren.


Euer Arnold Jäger

Titel der Galerie

 

Bildergalerie anzeigen

 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung