Logo Sektion Kuchl

Tourdaten (Schitourenwochenede im Krimmler Achental)

MITGLIED werden
zur Anmeldung

Schitourenwochenede im Krimmler Achental

25.03.2022

Krimmler Tauernhaus

Am 25.03.2022 war es soweit. Das Wetter war schön und die Verhältnisse perfekt. So trafen sich 9 Teilnehmer der 14 köpfigen Gruppe um 7 Uhr beim AV Heim in Kuchl und fuhren die 2 Stunden nach Oberkrimmel. Über den Wasserfallweg bis zur Straße mussten die Schi getragen werden. Ab 1500m konnten wir die Schier anschnallen und den restlichen 9 km/ 120hm langen flachen Weg hinein gehen. Die Sonne war schon recht stark und wir benötigten ca. 2,75 h. Eine halbe Stunde vorm eintreffen wurden wir vom Pistenshuttle mit den anderen 5 Teilnehmern überholt. Die sind etwas später weggefahren da das Shuttle erst um 11:00 abgefahren ist. Nach kurzer Besichtigung und Verstauung des überschüssigen Materials im Lager starteten wir um 13:00 Uhr unsere erste Tour.

Zustieg zum Krimmler Tauernhaus
 
Krimmler Wasserfall

Geplant war der Graukarkopf 2633m direkt hinter dem Tauernhaus. Der Aufstieg ins Rainbachtal bis zum Roßschermriedel auf 1950m war sehr schön und gemütlich. Am Riedel Richtung Graukarkopf wurde es steiler und die Spitzkehren setzen ein. Auch die Zeit schritt schnell voran. Wir mussten feststellen, dass sich die Gipfelbesteigung nicht mehr rechtzeitig zum Abendessen ausgehen würde. So schwenkten wir nach rechts hinaus und trafen auf einen super schönen Hang, genannt die Böden, der in den Breitschartengraben führte. Die Abfahrt um diese Zeit (es war schon ca. 15:30) war erstaunlich gut zu fahren (nordwestseitig) und wir hatte riesen Spaß die 40° große Schlussrinne runter zu wedeln. Über das Rainbachtal ging es wieder zurück zum Krimmler Tauernhaus wo wir um 16:30 ankamen.

 
Start zur ersten Tour
Aufstieg mit Sicherheitsabstand
 
Über Brücken und Wege
Tag 1
 
Perfekte Rinnenabfahrt
Cool
Sonne Pur
Coole Sache
 

Das Tauernhaus ist eine sehr schöne, saubere, renovierte Unterkunft, ja man könnte sagen ein Hotel. Der 4-Generationen Familienbetrieb wird sehr nachhaltig geführt und es gibt fast alle Speisen aus der hofeigenen Produktion. Das Essen war sehr lecker und die zwei Lager mit je 8 Betten sehr schön und sauber. Nach den Touren lud der gewaltige Saunabereich zum Schwitzen und Entspannen ein. Gut war auch das um 22.00 Uhr Sperrstunde war. ;) Denn der nächste Tag sollte was Großes werden. Am Abend studierten wir die Karte und entschieden uns den Unlaßkarkopf 3074m zu machen.

Um 7:00 Uhr gingen wir zum Frühstück und um 8:00 war Start. Wir wunderten uns, dass um 7:00 schon so viele die Schier anhatten weil überall gestanden ist dass es erst um 7:00 Frühstück gibt. Nach Auskunft der Wirtin, konnte man auch schon um 6:00 FrühstückenL.

Nun, wir starteten um 8:00, das Achental weiter einwärts bis zu den Jaidbachalmen. Von hier sollte es nach links hochgehen. Es gab eigentlich nicht viele Möglichkeiten in das Unlaßkar zu kommen, nur über den Sunntaglahner mit 35° - 40° Grad. Jedoch ging hier Tage zuvor schon eine Lawine ab und der Hang war zum Teil sehr aper. Da der Lawinenkegel hart war konnten wir den Hang sehr gut aufsteigen und auch oberhalb trug uns der Harschdeckel noch.

Tag 2
Tag 2
Tag 2
Tag 2
Coole Sache
Tag 2
 

Unsere Sorge war zu späterer Stunde jedoch die Abfahrt und der Abstieg. Als sich das riesige Jaidbachkar zeigte, schnallten wir die Schier wieder an und sausten Richtung Gipfel der schon zu erkennen war. Dass aber auf dieser Höhe die Weite massiv täuschte, konnten wir auch feststellen. Es wurde ziemlich heiß und die Höhe machte sich bemerkbar. So entschieden sich 2 TN umzudrehen und Alex fuhr mit den beiden Tal abwärts. Mit den Restlichen TN sausten wir Richtung Gipfelgrat und machten auf 2900 das Schidepot. Zu Fuß und ohne Steigeisen erklommen wir nach 170 Kletterhöhenmeter den Unlaßkarkopf 3074m. Ein gewaltiger Ausblick in die umliegende Venedigergruppe und in das Obersulzbachtal war die Belohnung. Es war schon 14:00 als wir uns wieder an den Abstieg machten. Die Schneedecke war schon sehr aufgeweicht und wir schauten das wir zügig runterkamen. Es stand uns ja noch der Sunntaglahner im Sulz bevor. Die Abfahrt im Jaidbachkar war gar nicht so schlecht und wir kamen zügig voran. Hier und da mal ein Sturz oder Purzelbaum in den weichen Schnee konnte nicht verhindert werden aber es blieb alles unfallfrei ;)

Beim Sunntaglahner angekommen sahen wir rechts einen Graben, der uns auch schon beim Aufsteig aufgefallen war. Dieser war zwar steil jedoch noch mit viele Schnee gefüllt. Auch gingen schon einige Einfahrtsspuren hinein (diese waren von unseren 3 TN die abgefahren sind). Wir entschieden uns ebenfalls den Graben abzufahren und das war gut so. Der 40° Graben war wunderbar zu fahren und wir kamen ohne Probleme hindurch, direkt in den Garten von der Jaidbachalm. Dort saßen gerade die Hüttenbesitzer mit ihren Freunden und mussten zusehen wie wir 11 Kuchler in deren Garten hüpften. Die Hüttenbesitzer waren sehr freundlich und uns wurde sogar eine Käseverkostung angeboten. Der Käse vom Krimmler Achental ist sehr bekannt und war ausgezeichnet. Nach dieser kurzen Stärkung ging es wieder zurück und wir trafen um 16:00 Uhr im Tauernhaus ein.

Tag 2
Day 2
Gipfelsieg
Tag 2
Tag 2
 
Tag 2
Tag 2
Tag 2
Tag 2
Tag 2
Tag 2
Tag 2
 

Denn Abend ließen wir gemütlich und zufrieden ausklingen. Zu erwähnen wäre noch die Hopfenspende vom Christlalm Sepp, einer der immer wiedermal bei unseren Touren mit dabei ist. Vielen lieben Dank dafür, diese Runde haben wir sehr genossen.

Abend Tag 2

Der dritte und letzte Tag stand an und wir machten am Abend noch die Tourenplanung. Es sollte nochmals auf den Graukopf gehen und dann auf der anderen Seite hinunter in das Wimbachtal.

Dieses Mal nutzten wir das Frühstück um 6:00 da wir um 13:00 Uhr wieder da sein mussten. In dieser Nacht wurde auch noch die Uhr um 1 Stunde vorgestellt, das hieß die Nacht war relativ kurz. Um 7:00 Uhr brachen wir auf ins Rainbachtal. Kurz vor dem Aufstieg auf den Graukopf überholten uns 3 Einheimische alte Füchse und wir kamen ins Gespräch. Diese rieten uns ab auf der anderen Seite abzufahren da dort sehr wenig Schnee lag. Nach kurzer Besprechung mit der Gruppe entschieden wir uns nicht rechts auf den Graukarkopf zu gehen, sondern links auf die Rainbachscharte. Der Hang hinauf ins Seekar war sehr gut zu gehen und wir schritten schnell voran. Kurz vor der Scharte machten wir ein Schidepot.

Die letzten Meter waren nochmals knackig, da das Stahlseil zum Teil noch im Schnee vergraben war. Mit gutem Klettergeschick und mit Hilfe von oben konnten alle die mit waren den letzten Zug auf die Scharte schaffen. Oben hatte man einen schönen Ausblick ins benachbarte Zillertal und zur Zittauer Hütte. Nach kurzer Rast ging es kletternd wieder hinunter zu den Schiern. Nun folgte eine herrliche Firnabfahrt über das Seekar in das Rainbachtal wo wir aufgestiegen sind. Beim zusammenwarten fiel Franz plötzlich ein, das er von Elisabeth einen flüssigen Reisproviant für die Gruppe mitbekommen hatte. Diese Zeit gönnten wir uns und genossen noch das feine Tröpfchen in Gedanken an die edle Spenderin. Vielen Dank Elisabeth. Lustig wurden die letzten Meter hinabgewedelt als plötzlich von der Seite eine Schar Gämse vor uns die Spur querte. Erstaunt blieben wir stehen und verfolgten das Schauspiel. Es schien als würde die Schlange nicht mehr abreißen, so viele waren es. Oder war das der gute Zirbn?

Tag 3
Tag 3
Tag 3
Tag 3
Tag 3
Tag 3
Tag 3
Tag 3
Tag 3
 

Um 12:30 waren wir wieder beim Tauernhaus und hatten sogar noch kurz Zeit für einen leckeren Apfelstrudel. Um 13:00 Uhr wurde zusammengepackt und es ging mit dem Husky Pistenshuttle retour ins Tal. Den Abschluss unseres Schitourenwochenendes hielten wir beim altbekannten Posauner ab. Es war ein sehr schönes und erfolgreiches Wochenende mit einer super konditionsstarken Truppe.

Tag 3

Vielen Dank für eure Vertrauen, eure Flexibilität und eurer Teilnahme an diesem tollen Wochenende.

Roland Gerl und Alex Prömer

Tourdaten

Krimmler Achenthal mit Übernachtung im Krimmler Tauernhaus 1622m

Touren:

  • Tag 1: Aufstieg von Oberkrimml zum Krimmler Tauernhaus 500 hm
    10,5 km , Tour Richtung Graukarkopf 2633m, Abfahrt über Die Böden ab 2400m und weiter über den weiten Breitschartengraben zurück zum Krimmler Tauernhaus.

    Gesamt 6 h, 1300 hm
  • Tag 2: Tour auf den Unlaßkarkopf 3074m, Aufstieg von der Jaidbachalm über den Sunntaglahner in das weite Jaidbachkar hinauf auf 2900m , Schidepot, die letzten 170 hm kletternd zum Gipfel.

    Gesamt 8h, 1450hm
  • Tag 3: Tour Richtung Graukopf, wegen Schneemangel Ausweichtour über das Seekar auf die Rainbachscharte (Gerlosjoch) 2724m

    Gesamt 5h, 1100 hm

14 Teilnehmer: Alex, Kathi, Ines, Franz, Edith, Toni, Richard, Maria, Flo, Melanie, Hannes, Roland, Elisabeth, Elisabeth,

Tourenführer: Roland Gerl und Alex Prömer

 
 
 
 

Datenschutzhinweis

Bitte beachten Sie, dass der folgende Link eine externe Website öffnet, für deren Inhalt wir nicht verantwortlich sind und auf die unsere Datenschutzbestimmungen keine Anwendung finden. Informieren Sie sich bitte auf der neuen Webseite über den dortigen Datenschutz.

Ziel: