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Klettern in der Wachau (Klettern Dürnstein)

Klettern in der Wachau

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Blick vom Gotifelsen

Klettergebietsbetreuungsprojekt in Dürnstein

Nach über einen Zeitraum von mehreren Jahren stattfindenden Gesprächen der OeAV-Sektion Krems mit dem Grundeigentümer der Kletterfelsen rund um Dürnstein, der Fürst Starhembergschen Familienstiftung, in welche auch die Gemeinde Dürnstein, die Bezirkshauptmannschaft Krems, der OeAV-Hauptverein in Innsbruck und Land & Forst (Interessensvertretung der Land- und Forstbetriebe Österreichs) eingebunden waren, wurde ein Klettergartenbetreuungsprojekt der OeAV Sektion Krems vertraglich vereinbart.

 

Zielsetzungen

· Rechtssicherheit und Ordnung der Verhältnisse für den Grundeigentümer.

· Gesicherte Möglichkeit zur Ausübung des Klettersports mit fix in den Felswänden vorhandenem Absicherungsmaterial
Bohr- und Klebehaken).

· Berücksichtigung der Erfordernisse des Naturschutzes, im Besonderen desVogelschutzes (Felsbrüter)

· Geordneter Zugang zu den Felsbildungen aus dem öffentlichenRaum.

· Hintanhaltung von Erosionserscheinungen zum Zwecke des Wald- und Trockenrasenschutzes.

· Berücksichtigung jagdlicher Interessen.

· Berücksichtigung verschiedener Anliegen der Stadtgemeinde Dürnstein (z. B. Parken).

Zum Erreichen dieser Zielsetzungen wurde zwischen der Fürst Starhembergschen Familienstifung und der OeAV-Sektion Krems ein Klettergebietsbetreuungsprojekt vereinbart, welches sich auf die Liegenschaften des Grundeigentümers im Raum Dürnstein bezieht. Aus klettersportlicher Sicht handelt es sich dabei praktisch um alle Felsbildungen im Hinterland von Dürnstein: beginnend vom Klettergarten bei der Burgruine, über die Klettergärten westlich von Dürnstein bis hin zu den Felsbildungen im Bereich des Sandls.

Die mittlerweile, im klettersportlichen Sinn durch einen Felssturz zerstörte Wächterwand befindet sich nicht im Besitz der Fürst Starhembergschen Familienstiftung.

 

Eingrenzung des Klettergebietes

Der Grundeigentümer gestattet die Ausübung des Klettersports mit in den Felswänden fix installiertem Sicherungsmaterial an den bisher bekletterten Felsen. Dabei handelt es sich um den Klettergarten bei der Burgruine Dürnstein (zwischen Schwarzem Turm und Gotifels bzw. Turm der Schmächtigen; siehe Plan Dürnstein), im Bereich der Civetta und der Wand jenseits des Tales an der Ostflanke des Vogelberges, im Bereich der Nasenwand und im Bereich des Kummerstales (Bereich Kummerstalturm, Don-Bosco-Grat, Wachauer Grat). Ein Luftbild mit den Gebietseingrenzungen findet sich unter Übersichtsplan.

 

Für den Bereich des Kummerstales wurde die folgende zeitliche Begrenzung vereinbart:

· Klettern nur zwischen 9:00 und 17:00 Uhr.

· Kletterverzicht von 15. 7. bis 14. 8.

Detailregelungen bezüglich einer Erkletterung des Wachauer Grates bzw. des Don-Bosco-Grates sind weiter unten angegeben.

 

Außerhalb des oben definierten Bereiches gestattet der Grundeigentümer KEINE NEUERSCHLIESSUNGEN von Kletterrouten mit im Fels fixiertem Sicherungsmaterial. Dies gilt insbesonders für die restlichen Felsbildungen im Talgraben, im Kummerstal und im Bereich des Sandls. Diese Vereinbarung erfolgte primär aus Gründen des Vogelschutzes. Deshalb wurden auch die ca. 10 Routen am Sandlfelsen südlich der Weiglwarte demontiert und können daher nicht mehr bekettert werden. Potentielle Felsbrüter (z. B. Wanderfalke und Uhu) sollen damit ein großräumig geschlossenes, möglichst ungestörtes Habitat vorfinden.

 

Betreuungsprojekt der OeAV-Sektion Krems

 

Dieses gliedert sich in die folgenden 3 Teilbereiche:

· Besucherinformation: Damit soll primär der Zugang zu den Klettermöglichkeiten in geordnetem Rahmen erfolgen. Die auf unseren Informationstafeln aufgelisteten Verhaltensregeln erachten wir a priori als selbstverständlich und wir gehen davon aus dass diese problemlos von ALLEN Naturnutzern (Kletterer, Wanderer, Spaziergänger, Touristen) einhaltbar sind.

· Betreuung der Kletterrouten: Laut Vertrag ist die OeAV-Sektion für die Erhaltung, Kontrolle und Sanierung der Kletterrouten in den oben definierten Bereichen zuständig. Unser Hauptaugenmerk wird sich zunächst primär auf den Austausch alter Sicherungspunkte (alte Normal- und Bohrhaken) richten.

 

Für den Klettergarten bei der Burgruine Dürnstein wird von unserem Betreuungsteam ein Konzept erarbeitet bzw. umgesetzt, welches verschiedene Ausprägungen des Klettersports berücksichtigt:

· Übungsgelände für Anfänger und Kletterkurse.

· Plaisir- und Sportklettern mit Bohr- und Klebehakenabsicherung.

· Belassen einiger Möglichkeiten zum Klettern mit mobilen Absicherungsmitteln (zum Selbstzweck bzw. um für alpine
Kletterrouten Üben zu können).

 

Die dafür erforderlichen Sanierungsmaßnahmen werden sukzessive in den nächsten 1 bis 2 Jahren umgesetzt werden. Die Errichtung einer kletterhallenartigen Sportanlage ohne Dach (d. h. Errichtung eines amorphen Routengewirrs mit vollkommen übertriebener Hakendichte) wie dies vielleicht so mancher Überdrüber-Sanierer gerne haben würde, ist aus unserer Sicht mit den zuvor genannten Zielsetzungen nicht vereinbar. Vor der Ausführung privater Sanierungsmaßnahmen erwarten wir daher eine entsprechende Rücksprache mit unserem Betreuungsteam (E-Mail: krems@sektion.alpenverein.at).

· Betreuung und Etablierung eines eindeutigen Zu- und Abstiegssteigenetzes: Die Bemühungen werden sich dabei primär auf den Klettergarten bei der Burgruine Dürnstein konzentrieren. Dabei sollen u. a. parallel führende Steigspuren auf einen eindeutigen Pfad zusammengeführt und wo notwendig, die Bereiche unterhalb der bekletterten Felsen befestigt werden um das Entstehen bzw. das Vorschreiten von Erosionserscheinung zu verhindern. Dieser Teil des Projektes wird die meiste Arbeit erfordern. Wir bitten daher unsere Bemühungen zu unterstützen und die in der Skizze eingezeichneten Wege zu nützen (Plan Dürnstein).

 

Zeitliche Beschränkung des Kletterns im Kummerstal

 

Wie bereits oben erwähnt soll das Klettern im Kummerstal auf die folgenden Zeiten beschränkt werden:

· Klettern von 9:00 17:00

· Kletterverzicht von 15. 7. bis 14. 8. (normalerweise ist es dann dazu sowieso zu heiß).

 

Für eine Begehung des Wachauer Grates wurden die folgende Sonderregelung vereinbart (durchschnittliche Begehungszeit ca. 4 bis 5 h):

· Die Kletterei sollte so angelegt werden, dass um 17:00 Uhr zumindest die Scharte nach der 10. Seillänge erreicht ist.

· Wenn der Ausstieg bei der Kanzel nach 16:30 Uhr erreicht wird, Abstieg über den Vogelbergsteig (Plan Dürnstein-West).

· Analoges gilt bei einer Begehung des Don-Bosco-Grates: vom Ausstieg einfach nach rechts Richtung Osten auf den Grat und
zum jenseits verlaufenden Vogelbergsteig.

Wir empfehlen daher ohne Rucksack zuzusteigen, bzw. diesen bei der Kletterei mitzunehmen. Bei den anderen Klettergebieten bestehen keine zeitlichen Einschränkungen.

 

Parken, Anreise

Als vielbesuchter Tourismusort sind die vorhandenen Parkmöglichkeiten bei Dürnstein, an Wochenenden speziell westlich des Ortes rasch ausgelastet. Südlich bzw. östlich des Ortes befinden sich gebührenpflichtige Großparkplätze (Parkgebühr: 0,60 Euro pro 0,5 h; maximal 3,60 Euro/Tag).

Vom Parkplatz beim Kuenringer-Bad neben der Donau können die westlich des Ortes gelegenen Klettergebiete mit einem Gehzeitmehraufwand von etwa 10 min entlang der Donaulände problemlos erreicht werden.

Wir empfehlen daher nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften zu bilden bzw. auch die Möglichkeit einer öffentlichen Anreise in Betracht zu ziehen: Aufgrund der sehr nahe beim Klettergarten bei der Burgruine gelegenen Haltestelle Dürnstein stellt dies durchaus eine attraktive Möglichkeit dar. Von Krems aus ist Dürnstein auch mit dem Fahrrad in etwa 20 min erreichbar.

Detailierte Hinweise (ÖBB-Fahrplan, Heurigenkalender, Übernachtungsmöglichkeiten etc.) finden sich auf der Homepage der Stadtgemeinde Dürnstein unter www.duernstein.at