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Transalp VII - 5.8. - 13.8.2018 (Transalp VII - 5.8. - 13.8.2018)

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Transalp VII - 5.8. - 13.8.2018

Ankunft am Gardaseezoom
Ankunft am Gardasee


Transalp - für viele bislang eine nicht machbare Herausforderung. Zumindest hatten sich, bis August 2018, viele Teilnehmer der Mittwochs- und Sonntags-Ausfahrten des Mountainbike-Treffs Königstetten, nicht getraut, an einer Transalp teilzunehmen. Nach dem Motto: „da fahren ja nur die Wahnsinnigen mit“, war die Teilnehmerzahl jedenfalls bis dahin sehr beschränkt.

Um diesen Umstand zu korrigieren, überlegte ich mir letztes Jahr im Herbst, nachdem in diesem Jahr keine Transalp stattgefunden hatte, wie man eine größere Gruppe zur Teilnahme motivieren könnte. Meiner Einschätzung nach lag für die meisten die Hemmschwelle in der Angst, irgendwo am Berg zu „verrecken“. Erstens weil zu anstrengend und fahrtechnisch zu selektiv, zweitens weil das eigene Gepäck mitzuschleppen wäre.

Was also tun, um die Bedenken zu zerstreuen? Ein Gepäcktransport und ein Sicherheitsnetz musste her.

Erster Schritt war also eine Person aufzutreiben, die dazu bereit wäre, uns für zehn Tag mit dem Auto zu begleiten. Keine leichte Aufgabe! Trotzdem erklärte sich Katharina Fischer sofort bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Dafür möchte ich hier auch ein Dankeschön aussprechen.

Zweiter Schritt: die Routenplanung. Um so viele Personen wie möglich anzusprechen, musste ein neues Konzept her oder besser gesagt ein altbekanntes, nur auf eine Transalp zugeschnitten. So wie bei den im Frühjahr und Herbst veranstalteten Mehrtages-Touren, musste ich zwei Routen bzw. für zwei Gruppen planen. Zwar parallel aber mit unterschiedlichen Anforderungen betreffend Pensum und Profil und mit der Möglichkeit, tagesverfassungsbedingt zwischen den zwei Varianten zu wechseln.

Drittens die Ausschreibung. Würde das Konzept Erfolg haben und sich dementsprechend viele Personen anmelden? Das Limit wurde bei ambitionierten 15 Personen festgesetzt; eine Zahl, die sogar übertroffen wurde, sodass wir die Teilnehmerzahl auf 16 erhöhten; 15 Mountainbiker und Katharina.

Dann, nach erfolgtem Anmeldeschluss, waren „nur mehr“ die Hotels zu buchen, An- und Heimreise und sonstige Transfers zu organisieren. Hier ein großes Dankeschön an Raab Sepp für den zur Verfügung gestellten Pritschenwagen, was den Transport der Fahrräder erheblich erleichtert hat. Nicht zu vernachlässigen war auch die Festlegung der finanziellen Rahmenbedingungen. An dieser Stelle ein großes Danke an Michi Rubitzko für die Verwaltung der Vorauszahlungen, Buchhaltung, Abrechnung und vor allem die Bereitschaft zur Vorfinanzierung der Übernachtungskosten und so manch anderer Auslagen. Des Weiteren war er eine große Hilfe bei der Fertigstellung der GPS-Daten und Aussendungen der Ausschreibung!

Nachdem alles erfolgreich erledigt war, stand der heurigen Transalp nichts mehr im Wege und unter dem Motto:

Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist eine gute Kondition und die Bereitschaft, über seine Grenzen hinaus zu gehen.

nahmen die Teilnehmer die Tour in Angriff.

Ausgangspunkt war heuer Lienz in Osttirol. Endpunkt wie bei jeder klassischen Transalp der Gardasee; in unserem Fall Riva del Garda (wie bis jetzt bei jeder Transalp des Mountainbike-Treffs Königstetten). Zu bewältigen waren je nach Leistungsgruppe 50-80 km und 1300-2500 Höhenmeter. Dazwischen waren die Etappenziele: Toblach, Canazei, Cavalese, Caldonazzo und Verbania.

Nach einem entspannten Anreisetag nahmen die Teilnehmer, alle sehr gespannt darauf, was auf sie zukommen würde, dann am 6. August die erste Etappe von Lienz nach Toblach in Angriff.

Besonders ich war gespannt! Würde alles so klappen, wie ich es mir vorgestellt und geplant hatte? Welche Überraschungen würden auf uns zukommen? Wie würden die Reaktionen sein? Zu leicht, zu anstrengend? Und nicht zu unterschätzen: würde das Wetter mitspielen?

Im Nachhinein betrachtet und nach den zahlreichen Feedbacks kann ich jetzt eine positive Bilanz ziehen. Von der organisatorischen Seite her hat alles super geklappt. Sowohl die Hotel- und Mietwagenbuchungen als auch die sonstigen Transfers liefen alle reibungslos. Auch die Routenplanung und die damit verbundene Navigation hat gut geklappt. Einziger Wermutstropfen, ganz unfallfrei lief es leider nicht ab.

Schon auf der ersten Etappe bei Kilometer 15 kam es zu einem ziemlich bösen, aber nicht selbstverschuldeten Zwischenfall. Bei einer Abfahrt auf einer geschotterten Forststraße berührten die Lenker eines Mountainbikes und eines entgegenkommendes Motorrades einander leicht, wodurch der Mountainbiker zu Sturz kam.

Zum Glück konnte der Unglücksrabe nach einer kurzen Schocktherapie und Verarztung seiner Blessuren weiterfahren und beendete die Tour, zwar unter Schmerzen, aber dann doch glücklich, was er sicherlich seiner bekannt zähen Natur zu verdanken hatte. Hier ein großes Lob an Sabine Adler, die in dieser Situation ihre Expertise auf dem medizinischen Sektor unter Beweis stellen konnte!

Dieser Unfall und ein Absturz von einer Brücke in ein Bachbett, der Gott sei Dank auch glimpflich ausging, waren dann auch die einzigen nennenswerten Unfälle.

Der Gepäcktransport, der auch als Sicherheitsnetz für verletzungs-, erschöpfungs- und krankheitsbedingten Ausfällen gedacht war, musste aber leider wegen eines Magen-Darmleidens eines Teilnehmers dann doch in Anspruch genommen werden. Der Betreffende konnte aber die Tour als Begleitperson von Katharina beenden und somit zumindest ein bisschen Sightseeing machen.

Pannen gab es erstaunlich wenige. Diese beschränkten sich auf drei Patschen und ein abgerissenes Schaltauge, was aber alles wegen der guten Ersatzteilversorgung schnell behoben werden konnte. Auch das Wetter war uns großteils freundlich gestimmt und wir waren sogar froh, der Bruthitze des Tullnerfeldes für ein paar Tage entfliehen zu können. Vom Regen erwischt wurde nur die erste Gruppe' unter der Leitung von Michi. Hauptsächlich deswegen, weil die erste Gruppe immer etwas länger als die zweite Gruppe, die unter meiner Leitung stand, unterwegs waren.

Ich will hier nicht zu sehr ins Details gehen, möchte aber natürlich nicht unerwähnt lassen, dass auch dieses Jahr die Eindrücke der Südtiroler Bergwelt mich und die anderen Teilnehmer sehr beeindruckt haben. Es war für jeden etwas dabei. Die, die sich schinden wollten, kamen in der ersten Gruppe, und die, die es etwas gemütlicher haben wollten, in der zweiten Gruppe auf ihre Kosten. Wie gesagt, gab es die Möglichkeit zwischen den zwei Gruppen zu wechseln, teils sogar während der Etappen, was auch von vielen in Anspruch genommen wurde. Die dritte Etappe wurde sogar, weil sechs Teilnehmer sich dafür entschieden hatten, die Etappe um 5:30 Uhr zu starten,  in drei Gruppen gefahrenen. Hier schon wieder ein Dank, diesmal an Fuszy für die kurzfristige Übernahme der Führung einer dritten Gruppe!

Übrig bleibt nur eines der vielen Highlights der Tour herauszustreichen: die Ankunft in Riva del Garda! Die Krönung einer erfolgreichen Tour ist: Sich, nach sechs zum Teil sehr anstrengenden Tages-Etappen, in die Fluten des Gardasees zu werfen und danach in der Strandbar genüsslich ein (oder mehrere) Biere zu trinken.

FAZIT:

Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass es eine gelungene Tour war. Das Teilnehmerfeld war sehr ausgewogen und homogen. Ich habe viel draus gelernt; besonders, was die Koordination und Abstimmung zwischen den Guides betrifft. Es war meine erste Transalp als Organisator und Guide und es wird nicht die letzte gewesen sein. Im Geiste bin ich bereits bei der Planung einer Transalp 2020 und hoffe wieder auf großen Zuspruch!

Teilnehmerliste:

  • Adler Sabine
  • Anderl Bernhard
  • Floth Sigrid
  • Frieberger Christian (Fuszy)
  • Gastinger Peter
  • Gössing Burkhart
  • Gold Christian
  • Gruber Herbert
  • Hall Stephen
  • Kliment Matthias
  • Nagl Josef
  • Negrin Harald
  • Raab Josef
  • Rubitzko Michael
  • Skov Peter
  • Gepäcktransport: Katharina Fischer

Skov Peter

 
 
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