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Der Ortler 3905m, auch „König der Ostalpen“ genannt, war das Ziel unserer ersten Hochtour dieser Saison und zugleich auch ein wirkliches „Highlight“.

Der gigantische Felskoloss ist der höchste Berg aus Dolomitgestein und nach dem in dieser Hinsicht ebenfalls außergewöhnlichen Eiger, der zweithöchste aus einem Sedimentgestein bestehenden Gipfel der Alpen.

Erstmals am 27. 09.1804 von Josef Pichler, Johann Klausner und Johan Leitner von Trafoi aus bestiegen.

 

Den Gipfel muss man sich erst verdienen, ist doch die Tour in seiner Gesamtanforderung recht anspruchsvoll und man sollte den „König“ nicht unterschätzen.

 

Die Wetterbedingungen waren einfach perfekt. Von Sulden 1866m (Talstation Langsteinlift) machten wir uns auf den Weg zu unserem Stützpunkt auf die Hintergrathütte auf 2661m, wo wir  am späten Nachmittag eintrafen. Wir waren übrigens zu sechst.  Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, machten wir es und vor der Hütte gemütlich und genossen das herrliche Panorama auf das Dreigestirn Ortler, Zebru und die Königsspitze.

Nach dem Abendessen gönnten wir uns einen Schlummertrunk, bevor wir zu Bett gingen. Weckzeit 03:30 Uhr. Schlaftrunken wie wir alle noch waren ging es nach dem Frühstück in die noch finstere Nacht hinaus.

Wir bildeten 3 zweier Seilschaften um sich der Herausforderung Hintergrat zu stellen der mit Schwierigkeiten im Fels bis 4- und im Eis bis 40 Grad auf uns wartete.

Der schier ewig lange Zustieg im steilen Möränenschotter ist etwas mühsam und auch durch vorausgehende Seilschaften sehr Steinschlaggefährdet. Am oberen Knott beginnt der eigentlich Grat, den man für gewöhnlich bei Sonnenaufgang erreicht. Die Schlüsselstelle , ein abdrängender Riss wartete nach dem Signalkopf auf uns. Diese Stelle ist unheimlich glatt poliert und erfordert einiges an Einsatz. Der Gipfel schon in Sicht aber der Grat zieht sich endlos in die Länge zumal wir immer wieder durch langsamere Seilschaften aufgehalten wurden. Nachdem aber das Wetter perfekt und die Aussicht grandios war, machten wir uns hier keinen Stress.

Nach ca. 7 Stunden erreichten wir den Gipfel auf 3905m und wurden mit einem perfekten Bergpanorama belohnt.

Nach einer ausgiebigen Rast, machten wir uns wieder zum Abstieg über den Normalweg bereit. Auch dieser darf in seiner Anforderung nicht unterschätzt werden und erfordert nochmals volle Konzentration.

Die Schwierigkeiten im Fels bis 3 und im Eis bis zu 35 Grad. Der riesige und beeindruckende Ortlerplatt. ist von zahlreichen Spalten durchzogen und erfordern besondere Vorsicht.

 

Die Schwierigkeiten enden erst, wenn man die Payerhütte auf 3029m erreicht hat. Hier machten wir Rast und stärkten uns ausgiebig, bevor wir uns weiter auf dem Weg nach Sulden machten. Nach ca. 13 Stunden und mehr als 2000 Höhenmeter bergab, haben wir wieder unseren Ausgangspunkt erreicht.

Müde und etwas ausgelaugt haben wir anschließen noch ausgiebig den Gipfelerfolg beim gemütlichen Beisammensein gefeiert.

Ein perfektes Wochenende ist nach unseren Geschmack wieder mal etwas zu schnell vergangen.

 

Bernd Kühr und Albin Gruber

 
 
 

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