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Stille Pfade – „Versteckte“ Wege am Gottesacker (Stille Pfade - „Versteckte“ Wege am Gottesacker)

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Stille Pfade – „Versteckte“ Wege am Gottesacker

Wandernzoom
Gruppenfotozoom

Es war einer der idealen Tourentage, wie wir sie ganz gerne haben: Leicht bedeckter Himmel – somit nicht zu heiß – und kein Niederschlag bis zum Abend (danach laut Wettervorhersage kräftiger Regen mit Abkühlung). Außerdem waren wir alleine unterwegs abseits der gut begangenen Wanderwege.

Am Treffpunkt Auenhütte machten sich Britta und Brigitte gleich auf den Wanderweg zur Ifenhütte. Der Rest der Mann-Schaft entschied sich für den gemütlichen Aufstieg per Sessellift inkl. einer Baustellenbesichtigung, denn die neue Olympiabahn macht ordentlich Fortschritte und die Pumpstation nähe Ifenhütte ist noch im Bau. Miriam gesellte sich noch zur seilbahnfahrenden Männerrunde.

Etwas oberhalb der Ifenhütte gibt es Richtung Norden (Gottesacker) auf der Höhe von etwa 1660m einen recht gut erhaltenen Alp- und Jagdweg, der sich nach einer Dreiviertelstunde im Pflanzenwuchs verliert. Heute gibt es lediglich noch Weidezäune und deren Depots, die auf menschliche Tätigkeiten deuten, natürlich auch die Jagd. So peilten wir als Zwischenziel die Jagdhütte am Eselsrücken an, die über ein angenehmes Wald- und Wiesenterrain erreicht werden konnte. Sonst macht man im freien Gelände des Gottesackers gerne Bekanntschaft mit kleineren und größeren Gesteinsöffnungen, die im Vegetationsbereich unter Gras und Stauden „unsichtbar“ sind! Der weitere Pfad führt durch inzwischen intensiven Latschen- und Birkenbewuchs zur Schneiderkürenalpe. Früher war’s wichtig, hier einen gut begehbaren Weg zu erhalten, heute interessiert sich kaum jemand dafür. Unmengen von Kiefernnadeln suchten sich ihren Weg auf und unter die Bekleidung, Latschenkieferaroma inklusive.

Auf Schneiderküren machten wir Brotzeit auf der Weide der Hochlandrinder. Argwöhnisch schauten nicht nur wir die zotteligen Gesellen mit ihren weit abstehenden Hörnern an, nein auch die beiden schwarzen Exemplare näherten sich uns mit prüfenden Blicken. Ein Schnaps machte uns nochmal Beine für die zweite Halbzeit, denn bis zur Grafenkürenalpe wollten wir auf jeden Fall noch kommen. Andreas und Guido waren schon öfters auf den wenig begangenen Pfaden unterwegs. Die weitere Wegstrecke verlief gemütlich und geradezu entspannt durch dünnen Waldbewuchs über die Staatsgrenze zur Grafenkürenhütte. Der Weg hinunter zur Höflealpe und in die Innerschwende erforderte nochmals unsere Fähigkeiten in der Geländenavigation, denn zu leicht gerieten wir bei Unaufmerksamkeit auf Abwege. Ein Mal zur großen Freude von Miriam und Britta, die sich im Himbeerschlag gerne länger aufgehalten hätten. Was hat uns denn noch besonders Spaß gemacht? Das war der moosige Boden, der uns leichtfüßig eine ganze Zeit lang auf der alten „Fahrstraße“ im unteren Mahdtal begleitete. Ein Dankeschön gilt am Ende der Tour Erichs Frau Lidia, die uns mit Getränken versorgte. Somit waren wir gut und gut gelaunt im Riezler Ortsteil Egg angelangt und freuten uns über den schönen Tag.

TeilnehmerInnen: Guido, Erich, Sigi, Britta, Brigitte, Miriam, Bernd, Andreas

Bericht und Führung: Andreas Herz

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