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Zillertalrunde - Berliner Höhenweg (14. - 17.08.2014) (Zillertalrunde - Berliner Höhenweg)

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Zillertalrunde - Berliner Höhenweg (14. - 17.08.2014)

Übersicht der gesamten Zillertalrunde (8 Etappen)zoom
Friesenberghauszoom
Winterliche Impressionenzoom
Naturpark Zillertaler Alpenzoom
Berlner Hüttezoom
Abstieg Mörchenscharte-Floitentalzoom

„Was macht das Wetter“, so stellte sich wohl jeder bereits vor dem Tourenstart die Frage. Doch Karle bekräftigte, die Tour trotz „nicht optimaler“ Wetterprognose durchzuführen. Erfreulicherweise waren alle 11 angemeldeten Teilnehmer dabei und wollten dem etwas schwächelnden Sommer trotzen.

Hinter Mayrhofen zieht sich die Straße nach Ginzling und weiter zum Gasthof Breitlahner, bevor die Mautstraße hinauf zum Schlegeisspeicher führt. Hier starteten wir zu Fuß zum Friesenberghaus, unserem ersten Etappenziel. Oben in knapp 2500m Höhe war es „trockener“, da der Regen in Schnee übergegangen war. Zu unserem Erstaunen war die Hütte gut voll mit motivierten Höhenweg-Aspiranten. Mit dem Hohen Riffler (3231) erreichten wir am nächsten Tag ein Gipfelziel bei noch guter Sicht. Beim Abstieg wechselten wir in den tiefen Winter – so muten zumindest die Fotoerinnerungen an. In der Olpererhütte war es so richtig gemütlich und die Stärkung kam genau passend, bevor wir uns auf den fast 4-stündigen Weiterweg zum Furtschaglhaus machten. Im Reich des Wassers: Der Schlegeisspeicher, an dessen Ufer wir eine ziemlich lange Strecke zurücklegten, ist mit einem Füllungsvermögen von 126 Millionen m³ einer der großen Stauseen. Von oben gab es ebenfalls reichlich Nass, was die Regenvolladjustierung notwendig machte. Kurz darauf der Wechsel zu Wolken ohne Regen, und noch vor unserem Tagesziel zeigte sich sogar ganz zaghaft die Sonne.

Das Wetter macht Umplanung notwendig

Die bewirtschafteten Hütten mit vielen Übernachtungsgästen vermitteln meist ein Wohlfühlklima, da ist das Wetter draußen Nebensache. Im Schlaflager war’s aber den in den Stockbetten oben Schlafenden in der Tat zu tropisch, die frische Luft erreichte sie nicht. Abhilfe verschaffte das Öffnen der Zimmertür und somit die Bildung von Durchzug. Am Morgen traten alle gut gelaunt an. Auch die Tatsache, dass wir aufgrund der Wetter- und Schneelage nicht zum Schönbichler Horn aufbrachen, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Also wieder hinunter zum See und nach einer Busfahrt zum Breitlahner erneut Aufstieg in den Zemmgrund und zur Berliner Hütte. Die inzwischen wegen der Regenschauer zur Routine gewordenen Kleidungswechsel nahmen wir mit stoischer Ruhe hin. Die Berliner Hütte ist die größte Hütte der Zillertaler Alpen und war in früherern Zeiten so etwas wie ein Grandhotel. Sie steht unter Denkmalschutz. Jeder Besucher ist zuerst einmal von der Empfangshalle angetan, bevor er in einen der großen Speisesäle eintritt.

Der Aussichtstag in einer zauberhaften Arena

Dass beim Einschlafen der Regen nochmals auf das Hüttendach prasselte, verdrängte man einfach. Die Aussichten waren gut für den nächsten Tag. So war’s dann nun endlich auch: Weiße Berge und Gletscher mit frischem Schnee und über allem ein wunderbar blauer Himmel. Eine faszinierende Kulisse, in der jeder Schritt zum Erlebnis wird. Auf halbem Weg zur Mörchenscharte liegt malerisch der Schwarzsee, wo wir zum Schauen und Genießen ein wenig verweilten. Den Weiterweg zur Scharte hätte man auch mit Bildern einer Nepal-Trekkingtour vergleichen können. Der Abstieg ins Floitental brachte uns nicht mehr zum Schwitzen. An vielen Wegpassagen schweifte der Blick auf die Berggestalten rund um die Greizer Hütte. Hier endete im Vorjahr der erste Tourenabschnitt (3 Tage) unserer Zillertalrunde. Das Hüttentaxi brachte uns nun wie schon ein Jahr davor nach Ginzling, was uns einen neun Kilometer langen Fußmarsch ersparte.

Am Schluss ein Dankeschön an alle Teilnehmer für das Ausharren bei unsicherem Wetter. Einer von uns hat es wohl richtig formuliert: „Das Wetter hätte noch viel schlimmer sein können, es waren ja nur zahlreiche kleine Schauer.“ Viele Dienste und die Kameradschaft haben zum Gelingen beigetragen. Ein besonderer Dank gilt Karle, unserem Tourenführer.

Teilnehmer: Karle (Tourenführer), Sigi H., Patrick, Markus, Britta, Andreas, Pit, Helga, Sigi K. Max, Reinhard


Andreas Herz


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