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Tannheimer Gehrenspitze (Tannheimer Gehrenspitze)

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Tannheimer Gehrenspitze

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Bergtour Tannheimer Gehrenspitze (2164 m) und Schneidspitze (2009 m) am 16.09.2012

Die heutige Alpenvereinstour startete zuerst auf „getrennten“ Wegen. Während Karle, Sigi, Rainer, Andreas, Käthe, Britta, Alois und Peter von Nesselwängle den Weg 416 zum Sabajoch nahmen, ließ ich es durch meinen weiteren Anreiseweg von Dachau-Linderhof-Reutte-Höfn etwas gemütlicher angehen.

Mit der im Dezember 2010 neu in Betrieb genommenen Reuttener Seilbahn (Einseilumlaufbahn) mit Gondeln für 8 Personen von Höfen aus zum Reuttener Panoramarestaurant, gelangte ich komfortabel hinauf in das wunderschöne Gebiet um den Hahnenkamm. Die Seilbahn ist eine ideale Aufstiegsmöglichkeit für jedermann. Der Ausblick aus den Gondeln und von der Bergstation atemberaubend. Direkt an der Bergstation beginnt der interessante Barfußwanderweg. In ca. 10 min. zu Fuß auf einem guten Bergweg von der Bergstation entfernt, befindet sich der sehenswerte Alpenblumengarten.

Nun spurtete ich über gute Wanderwege im Wiesengelände zum Tiefjoch, über zwei kleine Grasberge die „Dietzl“ zum Hochjoch mit fantastischen Blicken links auf das Tannheimer Tal mit dem Haldensee und rechts auf Reutte. Von Hochjoch gelangte ich über einen steilen aber nicht ausgesetzten Steig (Schild: schwarze Route nur für geübte und trittsichere Bergsteiger) hinauf zum Grat zur Schneidspitze. Von hier sah ich Karle mit seiner Gruppe, die gerade am Sabajoch ankamen. Durch Winken und rufen machten wir uns bemerkbar. Ist schon enorm, das alles so zeitgleich und planmäßig lief. Ich ging die letzen 100 m zum Gipfel Schneidspitze 2009 m mit grandioser Aussicht. Karle ging mit seiner Truppe den Wanderweg zum Gehrenjoch, dass ich 15 min. später über einen Wiesenweg von der Schneidspitze erreichte. Das war eine Wiedersehensfreude.

Nach einer kurzen Pause starteten wir den steilen Aufstieg an Grashängen entlang über Felsabsätze zu einer steilen und steinschlaggefährdeten Rinne zwischen zwei Felswänden. Hier setzten wir sicherheitshalber alle unsere Helme auf. Der Ausstieg der Rinne geht durch eine enge Felspassage aber da wir alle schlank sind, blieb keiner von uns stecken ☺
Vor uns lagen der Forggensee, Bannwaldsee, Füssen und Schloß Neuschwanstein. Eine super Aussicht, doch nun wendeten wir uns nach rechts und sahen das Gipfelkreuz der Gehrenspitze. Jetzt hieß es immer der Markierung folgend mit zu Hilfenahme der Hände hinauf im 1-er Klettergelände. Am ausgesetzten Gipfelgrat angekommen, ging es in eine Senke und die letzen Meter einen Weg zum Gipfelkreuz 2164 m hinauf. Alle meisterten den Anstieg mit Freude und ohne Probleme.

Es erwartete uns ein 360° Panorama. Super Fernsicht bei genialem Wetter. Andreas plante gleich neue Gipfelziele. Jetzt genossen wir unsere Brotzeit, während Rainer Dohlen mit Futter zähmte. War lustig anzuschauen, wie sie sich gegenseitig das Futter aus dem Schnabel rissen. Nach einem letzten Rundum Blick begannen wir mit dem Abstieg (gleicher Weg wie Aufstieg) und machten Pause am Gehrenjoch, unterhalb der Felswände der Gehrenspitze.

Gestärkt ging es 120 Hm über einen Wiesenweg rauf auf die Schneidspitze 2009 m (für mich aus lauter Sympathie zum 2. Mal). Leider konnten wir uns am Gipfel nicht aufhalten, da eine Schafherde in der Nacht ihre „Rückstände“ um das Kreuz verteilt hatte. Wir stiegen über einen langen schmalen erdigen Grat, der unsere Aufmerksamkeit und Trittsicherheit forderte zum Sabajoch ab und von dort noch paar Kehren weiter runter. Hier hieß es nun Abschied nehmen, denn meine netten Bergfexe gingen den Wanderweg 416 Richtung Nesselwängle nach rechts und ich Richtung Seilbahn nach links. 

Das Lustige war, an dem Punkt, wo wir uns trennten stand am Schild: Bergbahn 1 Std. Nachdem ich nach 20 min. am Hochjoch ankam, ein weiteres Schild Bergbahn 1 Std….Im Endeffekt war es so wie Andreas gesagt hatte, in 45 min. war ich da (kein Maßstab für andere Wanderer).

Ich hoffe, Ihr hattet auch einen guten Abstieg und habt im Gimpelhaus eine Halbe für mich mitgetrunken☺ Ich bin über Füssen heimgefahren, nahm noch ein Bad im Bannwaldsee mit Blick auf den Tegelberg.

Es war wieder eine wunderschöne Bergtour mit Euch.
Alles Gute, bleibt gesund und weiterhin so fit.

P. Kagel

 

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