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Sextener Dolomiten - 24.06. - 29.06.2012 (Tourenwoche Sextener Dolomiten)

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Sextener Dolomiten - 24.06. - 29.06.2012

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Wanderungen rund um die Drei Zinnen 


- Sonntag: 

Anfahrt über Fernpass, Brenner nach Toblach im Hochpustertal, wo wir im Hotel Tschurtschentaler unser Quartier beziehen.

- Montag: 

In der Nacht und auch noch am Morgen Regen. Die Berge sind wolkenverhangen, doch der Wetterbericht verspricht ab Mittag Besserung. Eine etwas kürzere Eingehtour im Nachbartal bei Prags ist angesagt. So wandern wir von der Plätzwiese unter dem Dürrenstein auf den Strudelkopf, der immerhin 2.307 m hoch ist. Zu unserer Überraschung lichten sich die Wolken schneller als vorhergesagt. Eine umfassende Rundsicht von den Drei Zinnen über den Monte Cristallo bis zur Hohen Gaißl tut sich auf. Die Bergwiesen zeigen sich in voller Blütenpracht.

Am Heimkehrerkreuz auf dem Strudelkopf halten wir mit einer Gedenkminute inne und denken an unseren verstorbenen Bergkameraden Alfons, der uns über viele Jahre auf unseren Wegen begleitet hat.

Beim Abstieg machen wir noch einen kleinen Umweg um eine Einkehr auf der gastlichen Dürrensteinalpe zu ermöglichen. Dunkle, bedrohliche Wolken mahnen uns zum Aufbruch. Gerade in letzter Sekunde vor einem Unwetter erreichen wir die Bushaltestelle unter der Plätzwiese. Bei solch einem Platzregen mit Sturm wäre kein Faden an uns trocken geblieben.

- Dienstag: 

Bei schönstem Bergwetter bringt uns der Linienbus durch das Höhlensteintal und dem Misurina See hinauf zu der 2.330 m hoch gelegenen Auronzo Hütte unter den Drei Zinnen. Vorbei an der Lavaredo Hütte geht es auf dem Weg Nr. 104 zuerst abwärts und später steil bergauf zum Büllelejoch, auf dem gerade eine Bergmesse abgehalten wird. Wenige Minuten später gelangen wir zur Büllelejoch Hütte, die klein aber fein in einer Mulde auf dem Grat steht. Eine längere Rast wird bei dieser aussichtsreich gelegenen Hütte angesagt. Weiter auf dem Grat über das Obernbacher Joch steigen wir ab zur Zsigmondy Hütte. Der weitere Abstieg ins  Fischleintal verlangt nochmals die ganze Aufmerksamkeit eines jeden, da der Weg rauh und manchmal auch etwas ausgesetzt ist. Pünktlich erreichen wir unseren Bus beim Dolomitenhof, der uns über Sexten und Innichen zurück nach Toblach bringt.

- Mittwoch: 

Die lange Tour vom Vortag steckt noch so manchen in den Knochen. So beschließen wir eine etwas ruhigere Tour anzugehen. Wir fahren nach Sexten und mit der Helm-Bahn auf den Karnischen Kamm. Eine völlig andere Welt tut sich vor uns auf. Wir können die Tour vom Vortag aus einer respektvollen Entfernung verfolgen. Ein gewaltiges Panorama der Dolomitenwelt zeigt sich uns von seiner besten Seite. Geologie und Flora auf dem Karnischen Kamm sind wiederum ganz anders. Unter und auf dem Grat wandern wir in eineinhalb Stunden hinauf zur Sillianer Hütte 2.477 m auf dem Hochgruben. Wir genehmigten uns eine längere Rast auf der aussichtsreich gelegenen und gut geführten Hütte. Heinz hatte Knödel und Sauerkraut mit „Holzbeilage“ bestellt, dazu gab es noch einen gratis Schnaps.

Auf dem Rückweg besuchen wir noch den Helm Gipfel, auf dem winzigen Gipfel steht seit 1871 eine kleine Hütte, die ehemals von Sepp Innerkofler bewirtet wurde. Leider ist diese in den Wirren beider Weltkriege zweckentfremdet worden und sieht heute einer ungewissen Zukunft entgegen. Nach neuesten Erkenntnissen soll diese Hütte wieder restauriert werden. Bei der Heimfahrt zu unserem Domizil besuchen wir noch den im romanischen Stil erbauten Dom zu Innichen.

- Donnerstag: 

Wiederum bringt uns der Bus bei schönstem Bergwetter zur Auronzo Hütte. Doch diesmal geht es über den Paternsattel zu dem berühmten Weltkulturerbe, den Drei Zinnen, die imposant in den blauen Himmel ragen. Wir sind von dem Anblick fasziniert und müssen mehrmals Fotopausen einlegen um endlich die letzten Meter zur Dreizinnenhütte hinaufzusteigen. Da die Hütte wegen Umbauarbeiten noch geschlossen hat, hält sich der ansonsten gewaltige Besucherstrom sehr in Grenzen. Bei einer gemütlichen Rast können wir das berühmte Dreigestirn, den Paternkofel und die nähere Umgebung in Ruhe betrachten. Vorbei am Bödensee wandern wir durch das Altensteiner Tal hinab zum Talschluss des Fischleintales. Dabei können wir den mächtigen Bergsturz aus dem Jahre 2007 betrachten, 80.000 Kubikmeter Fels lösten sich am Gipfel des Einserkofels. Die Gesteinsmassen bedecken heute riesige Hänge, das ganze Tal war von einer grauen Staubschicht überzogen. Die Wanderwege zur Zsigmondy und Dreizinnenhütte waren lange Zeit gesperrt. Bei der Fischleinhütte wird noch eine zünftige Rast eingelegt, danach geht es mit dem Bus wieder zurück nach Toblach.

- Freitag: 

Nach dem ausgiebigen Frühstück verabschieden wir uns von der Familie Tschurtschentaler, die für fast eine Woche liebe und gute Gastgeber waren. Eine wunderschöne und vor allem unfallfreie Wanderwoche geht zu Ende.


Ganz besonderen Dank gilt denjenigen, die jedes Jahr ihr Fahrzeug zu Verfügung stellen und die Gruppe wieder sicher nach Hause bringen.

Werner O.


Teilnehmer :

- Monika F.
- Herta E.
- Doris Sch.
- Margret W.
- Peter W. 
- Manfred Z. 
- Otto H. 
- Friedhelm R. 
- Heinz K. 

Tourenführer: Werner O.


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