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Alpenverein Jahreshauptversammlung

 

 

Am 4. November 2011 hat unsere Alpenvereinssektion zu ihrer jährlichen Hauptversammlung geladen und der Obmann Karl Drechsel konnte viele Mitglieder begrüßen.

Wie alljährlich ist dies die letzte Veranstaltung im laufenden Bergsteigerjahr und es gilt Bericht zu legen, Rückschau zu halten und für das kommende Jahr zu planen.

Das Jahr 2011 wird mit einem umfangreichen Tourenangebot, mit einem Coaching bezüglich Vereins- und Jugendarbeit, aber auch an einiges Kopfzerbrechen wegen Überlegungen und Statements bezüglich der Erneuerung Ifen, in Erinnerung bleiben.

Rechtzeitig zum Jahresbeginn 2011 konnte das Tourenprogramm aufgelegt werden. Es umfasste wieder ein breites Spektrum, angefangen von Skitouren, einer Schneeschuhwanderung, zwei Bikeausflügen, drei Tageswanderungen, eine Klettersteigwoche, ein Kletterwochenende und die Sektionstour.

Insgesamt haben die 5 Tourenführer 18 Touren durchgeführt, man war 32 Tourentage unterwegs und in Summe haben 149 Personen daran teilgenommen.
Höhepunkte waren die Skihochtourenwoche ins Wallis unter Führung von Olli Sinz und im Sommer die Überschreitung des Krottenkopfs und der Marchspitze unter Begleitung von Andreas Herz. Die Abschlusstour führte bei traumhaftem Herbstwetter ins Karwendel, in die Pfeis und nochmals kamen Naturfreunde, Nah-und Weitwanderer und Klettersteigler auf ihre Kosten. Das Alpinteam kann somit auf ein schönes und vor allem unfallfreies Jahr zurück blicken.

Dass dies so ist, darum trifft sich das Alpinteam jedes Jahr zum Üben und Weiterbilden wie diesen Sommer am Aggenstein.

Rechtzeitig vor der Hochtour wurden interessierte Mitglieder in Seil- und Knotenkunde unterwiesen und für den Fall, dass wirklich einmal etwas passiert, hat die junge Ärztin Dr. Berni Fritz zwei Übungsabende in Erster-Hilfe abgehalten.

Zum Tourenprogramm 2012 kamen aus den Reihen der Mitglieder einige gute Vorschläge und das Alpinteam wird diese aufgreifen und sich bemühen, wieder ein ausgewogenes Programm auf die Beine zu stellen.

Der Jugendteamleiter Andreas Herz erstattet Bericht über die geleistete Jugendarbeit. An vielen Donnerstagen wurde in Mittelberg an der Kletterwand und auch im Klettergarten fleißig geübt, die wichtigsten Seilknoten gelernt und einige haben den Kletterschein erworben. Dieser berechtigt ab einem gewissen Alter an öffentlichen Kletterwänden selbständig zu klettern.

Besonders freuen wir uns, dass mit Thomas Paul und Johannes Scharnagel zwei neue Jugendleiter gefunden werden konnten. Beide bereiten sich z. Zt. auf ihr Abitur vor. Sie haben letzten Sommer Lehrgänge absolviert und erfolgreich die Qualifikation zum Jugendleiter erworben.


Die Vereinskasse und die Mitgliederverwaltung wird durch Britta Grünberg geführt. Dass diese in bester Ordnung ist, bescheinigten die Rechnungsprüfer. Die Entlastung der Frau Schatzmeister und der gesamten Vorstandschaft wurde erteilt.

Kopfzerbrechen und einigen Zeitaufwand bereitete das neue Ifenprojekt. Dass die Bahnen zu modernisieren sind ist klar und auch gegen die Beschneiung hat sich der AV nicht gestemmt. Bedenken zum Massentourismus am Alpbord und dem zu befürchtenden Mehrverkehr konnten von der Geschäftsleitung der Bergbahnen und auch durch die Stammtischgespräche nicht ausgeräumt werden.

Ein klares Nein gab es zu der spektakulären Panoramabahn quer über das Schwarzwassertal und der AV sah sich durch den Gemeindebeschluss vom 4. August 2011 bestätigt.

Mitte Oktober hat nun die Bergbahn AG das Ifenprojekt geändert, den Bau der Panoramabahn auf 2014 vorgezogen und die Modernisierung der Ifenanlagen von einem positiven Entscheid der Gemeinde abhängig gemacht.

Dieser neue Vorstoß und den Druck auf die Gemeindevertreter für eine positive Entscheidung zu stimmen, stieß in der Versammlung auf großes Unverständnis.

Die große Mehrheit glaubt, dass nunmehr die notwendige Modernisierung der Hahnenköpflebahn hintangestellt wird und für die Bergbahn AG nur mehr die Verwirklichung der Panoramabahn zählt.
Diese spektakuläre Bahn quer über das ursprüngliche Schwarzwassertal ist von überall einsehbar, zerschneidet dieses und befördert Touristenmassen in ein Naturschutzgebiet.

Ganz eindeutig widerspricht diese Bahn dem § 2 der AV-Satzungen. Diese verpflichtet den AV die Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt zu erhalten und auf den alpinen Natur- und Umweltschutz achten.

Nach einer regen Diskussion wurde fast einstimmig (eine Enthaltung) folgende Resolution gefasst:

Der Alpenverein lehnt die Panoramabahn zwischen Alpbord und Walmendingerhorn ab. Der AV fordert die Bergbahn AG auf, den Gemeindevertretungsbeschluss vom 4. August 2011 zu respektieren und sich ernsthaft um eine Verbindung zwischen Schöntal und Auenhütte zu bemühen. Nach Fertigstellung einer funktionierenden Skiverbindung über diese Achse sind die Skigebiete Walmendingerhorn und Ifen keineswegs isoliert und es kann somit auch von einem zusammengehörigen Skigebiet gesprochen werden.

Unter dem Tagesordnungspunkt Allfälliges machte der Obmann nochmals auf die Informationen und Berichte auf der Homepage des Alpenvereins aufmerksam. www.alpenverein.at/kleinwalsertal.

Mit einem regen Gedankenaustausch beim Betrachten der Tourenbilder endete die Jahreshauptversammlung 2011.

 
 
 

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