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Klettersteigwoche Grödnerjoch vom 18. bis 22. Juli 2010 (Klettersteigwoche Grödnerjoch)

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Geislerspitzen
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Regensburger Hütte mit Monte Stevia
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Tschierspitzen
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Sass Songhergipfel
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Blick zum Grödnerjoch
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Sass Songher
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Piscadu
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Piscaduhütte mit Boéseekofel

Klettersteigwoche Grödnerjoch vom 18. bis 22. Juli 2010

Dolomiten Wandern und Klettern in einer großartigen Landschaft. Luftige Steige, Sonne, Speck und Rotwein und jede Menge Spaß, so haben wir es schon einige Jahre genossen und auch dieses Jahr wieder erlebt.

Für dieses Jahr hat Lorenz Geiger eine Tourenwoche ums Grödnerjoch zusammen gestellt und acht Klettersteigfreunde sind der Einladung gefolgt.


Als ersten Stützpunkt wurde die Regensburger Hütte auf dem Col Raiser gewählt. Müadondgstäär nach der langen Autofahrt hatten einige den Wunsch noch die Füße zu vertreten. Ohne Rucksack machten wir uns auf den Weg zur vermeintlich nahen Furcela Dla Piza und weiter zum Monte Stevia, wo man erste Eindrücke von der morgigen Tour zum Sass-Rigais gewinnen konnte. Gerade recht zum Abendessen waren wir zurück und feierten an diesem Abend ausgiebig den 60. Geburtstag von unserem Tourenführer.


Montag Morgen, etwas müde von der schönen Geburtstagsfeier nahmen wir den Sass Rigais in Angriff.Gemütlich, in einem Tempo das wir von Lorenznicht kannten, stieg er voran. War es der Wein, oder die 60 Jahre, oder etwa das Versprechen es gemütlicher anzugehen?Die 60 Jahre konnten es nicht sein, gestern ist er noch vorgewieselt wie in alten Zeiten. War es etwa der Wein?Na ja, so viel war es auch nicht. Es war wohl das Versprechen es gemütlicher anzugehen.

Trotzdem kamen wir in einer guten Zeit zum Einstieg des Steiges, wo dann aufden letzten 200 Hm auch die Hände zum Einsatz kamen. Am Gipfel pfiff ein kalter Wind und leichte Nebel verdeckten die vielgepriesene Aussicht aufs Grödner- und Villnösstal. Der Abstieg folgte westseitig über einen leichten Klettersteigund weiterzur Sonntagsscharte. Noch zeitig am Tagwollten wir unbedingt die berühmten Kletterwände der Fermeda aus der Nähe anschauen und begutachten. Deshalb nahmen wir einen halbstündigen Abstieg und anschließend den Aufstieg zur Pana Scharte in Kauf. Dort angekommen hatte inzwischendie Sonne die letzten Nebelschwaden aufgelöst und wir genossen an der Scharte und beim weiteren Abstieg zu unserem Quartier die sagenhafte Blumenpracht und ein Viertelchen.


Am nächsten Tag stand der leichte Klettersteig zur kleinen Tschierspitze auf dem Programm. Ein schöner Steig, mit dem Schwierigkeitsgrad C bewertet. Für meinen Geschmack leider viel zu kurz.Der Gipfelthron ist sehr klein und bietet laut Führer maximal nur acht Personen Platz. Als kleine Walser kamen wir auf dieser luftigen Aussichtsplattform trotzdem zu neunt zu Rande. Das Gipfelfoto musste allerdings entfallen, für einen Fotografen gabs wirklich keinen Platz mehr.

Der Abstieg folgte durch eine rutschige Rinne, wo wir den Wandfuß querten und anschließend der großen Tschierspitze, (2597m)einen Besuch abstatteten. Diese ist ein sehr schöner Aussichtsgipfel ohne größere Schwierigkeiten und dementsprechend vom nahen Grödnerjoch auch stark frequentiert.


Mittwoch, 21.7. stand der Sass-Songher, ein mächtiger Bergstock über Corvare an. Ein felsiges Wahrzeichen, das sich beim ersten Anblick sehr abweisend zeigt, über den NW-Grat aber eine schwache Seite hat. Der freistehende Gipfel bot uns eine aufschlussreiche Fernsicht über das weite Rund der Dolomitenberge,markant Marmolada, Civetta, Pelmo, nahe der Heiligkreuzkofel und dahinter die Tofanen. Alle bestens bekannt aus früheren Dolomitentagen.

Beim Abstieg über die Uta Gherdinacia nach Stern gerieten wir in ein Gewitter. Gut dass die meisten von uns mit Goretex ausgerüstet waren. Paula hatte an diesem Tag zu großen Optimismus, dafür aber keine Regenbekleidung. Sie schützte sich mit der Erste-Hilfe-Decke die sie kunstvoll über die Schulter zog. Zum Leidwesen von Paula  löste sich der improvisierte Regenschutz durch die ständigen Bewegungen mit der Zeit auf.Als ordentliche Alpenindianer sammelten die nachfolgenden die Reste wieder ein.


Zum Abschluss der Tourenwoche, so zu sagen als Krönung, stiegen wir über den Pisciadu`-Klettersteig zur gleichnamigen Hütte auf der Sella empor. Dieser immergrüne Hit, schon bekannt von unserer ersten Dolomitentour im Jahr 2003, bereitete uns wieder riesengroßen Spaß. Wir kletterten die meiste Zeit ausschließlich am Fels und  das Stahlseil dientnur zur Sicherung. Einziger Wermutstropfen, der große Betrieb. Da wir an diesem Tag noch heimfahren wollten, stiegen wir im letzten Drittel aus und konnten somit die luftige Hängebrücke am Schluss des Steiges nur aus der Ferne bewundern.

Es waren wieder schöne Bergsteigertage. Unserem Tourenführer Lorenz vielen Dank.

Mit dabei waren: Lorenz Geiger, Herta Eble, Cornelia Geiger, Max und Sigi Kessler, Helga Ott, Paula Rief, Pit Schöch, Karl Drechsel

 
 
 
 

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