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Tauern Trophy 2017 (Tauern Trophy 2017)

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Tauern Trophy 2017

MONTAG 17.Juli

Damals, als noch kein einziges Pflaster unsere Füße zierte, als noch kein Knie schmerzte und noch kein Oberschenkel brannte, begann unser Abenteuer. In Schladming trafen wir Zehn und unsere zwei Betreuer Gabi und Stefan zum ersten Mal zusammen.

Das erste Stück unserer fünftägigen Tour fuhren wir mit der Hochwurzen Gondel, doch von hier an ging es ohne jeglichen Luxus weiter. Unsere erste Pause verbrachten wir auf einem Grat und spätestens ab hier war klar dass wir ein geniales Team sein würden.

Unser erster Gipfel war der Guschen (2100m), welcher uns, dank seines frechen Namens bis zum Schluss gut in Erinnerung blieb. An diesem Tag wurden von Manchen aus unserer Gruppe noch zwei weitere Gipfel erstürmt, nämlich das Hochfeldmandl und das etwas höhere Hochfeld. Erstürmt ist hier wahrlich ein treffendes Wort, da wir das Hochfeld in nur zehn Minuten beinahe erflogen haben.

 Während des Tages sahen wir nebst Kühen und Schafen auch sehr zutrauliche Pferde und einen pechschwarzen Alpensalamander. Gegen Abend erreichten wir alle seeehr hungrig und teilweise sehr erschöpft die Ignaz-Mattis Hütte in welcher uns Käsespätzle serviert wurden. Unser erster Tag endete schon sehr früh in unseren Schlafsäcken, da wir alle sehr müde waren.

 

DIENSTAG 18.Juli

Nach einem „schwarzbrotigen“ Frühstück kam für die Meisten von uns das zermürbendste und anstrengendste Stück der Tour. Wir erklommen schweißgebadet, trotz Sonnenbrand und Gejammer, die Rotmandlscharte, auf welcher wir eine längere Pause hatten. Sehr erheiternd war ein siebenjähriges Mädchen welches diese so anstrengende Etappe im selben Tempo und einem Smile im Gesicht bewältigte (Ohne Rucksack allerdings).

Beim Abstieg zur Keinprechthütte sahen wir ein sehr fotogenes Murmeltier, welches von unseren zwei Fotografinnen Bernadette und Anouka auf Film festgehalten wurde.

Vor dieser Hütte lag unser erster „Zum Sterben kalter See“ in welchen die todesmutigen Mädels Lara und Livia und der todesmutige Bursche Jakob sich sogleich hinein stürzten. Des Weiteren erfreuten wir uns an diesem Ort an einem sehr lebhaften fleckigen Fohlen.

Bis zur Trockenbrotscharte verfolgten uns unsichtbare Murmeltiere mit ihren Pfiffen und wir beeilten uns da es zu regnen begann. Kurz nachdem wir die Landawirseehütte erreicht hatten brachen die Wolken in heftige Tränen aus und wir freuten uns darüber nicht mehr draußen unterwegs sein zu müssen.

An diesem Abend aßen fast alle Schnitzel oder Spaghetti und die Riesenportionen ließen unsere Herzen höher hüpfen. Später am Abend lernte Stefan uns einige Massagetechniken, was sehr lustig und angenehm war.

Und was natürlich in keinem Camp fehlen darf: Werwolf! Wir spielten drei Runden und lachten viel!

 

MITTWOCH 19.Juli

Heute trennt sich unser Team für den Tag um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Klara, Bernadette, Veronika und Anouka machten einen „Pausentag“ unter der Führung von Stefan. Wobei diese Bezeichnung zu angenehm klingt, denn auf ihrem Weg zur Gollinghütte mussten sie an Schneefeldern, spritzenden Wasserfällen und an der Gollingscharte vorbei. Als dieses anstrengende Stück jedoch gemeistert war, entspannten sie sich im 7Grad warmen Flusswhirlpool.

Lara, Livia, Jakob, Florian, Sebastian und Paul entschlossen sich dazu, an diesem eher kalten Mittwochmorgen, den Hochgolling (2863m) zu erstürmen. Unter der Führung von Gabi ließen wir aus Gewichtsgründen einen Gutteil unseres Gepäcks auf der Gollingscharte zurück. Voller Motivation erklommen wir dann die noch fehlenden 500 Höhenmeter zum Gipfel. Kälte und Kletterstellen erschwerten den Anstieg, doch wir fanden es alle super.  Am Hochgolling aßen wir schnell unsere Brote bevor wir uns hüpfend an den 1200Höhenmeter langen Abstieg machten. Nach einem Zwischenstopp am Fluss stießen wir nachmittags wieder zum Rest des Teams.

An diesem Abend aßen wir endlich alle den lange ersehnten Kaiserschmarren. Später wurde dann unsere Massageunterrichtseinheit von Stefan fortgesetzt.

 

DONNERSTAG 20.Juli

Nach einem sehr langen dreistündigen Aufstieg  über 1000Höhenmeter erreichten wir unseren letzten Gipfel, den Greifenberg (2600m), Beim Abstieg durch den Klafferkessel kamen wir an sehr vielen Seen vorbei. Die Landschaft gleicht hier ein wenig der aus den Filmen „Herr der Ringe“.

Fast alle schwammen kurz in einem der Bergseen und Jakob und Livia sprangen todesmutig von einem etwa zwei Meter hohen Felsen ins eiskalte Wasser. GEHIRNFROST

Auf der Preintalerhütte bekamen wir das allerbeste Essen: Fritatten- oder Zucchinicremesuppe, Spaghetti mit Schwammerl- oder Fleischsauce und Palatschinken.

An unserem letzten Abend wurde über Politik gesprochen, Karten gespielt und noch ein paar andere Sachen...

 

FREITAG 21.Juli

Heute machten wir uns an den endgültigen Abstieg. Nach einem finalem Badebesuch am idyllischen Riesachsee waren wir alle etwas traurig, dass diese spannende Woche nun zu Ende war. Doch wir alle freuten uns schon auf die Betten und Duschen daheim.

Alles in Allem war es eine sehr schöne Woche! Written by the Queen of tape, Livia Sojer (17)

 
 
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