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Karwendelhöhenweg 2021


Montag, 23.8.2021 (Paul und Vincent)

Nach einer für einige Teilnehmer sehr langen Anreise und der Ankunft in Reith ging es nach einem kurzen Kennenlernen direkt an unseren ersten steilen Aufstieg. Nach 900 Höhenmetern durch Wald und Latschen und weiteren 250 Höhenmetern den Grat entlang erreichten wir die Nördlinger Hütte auf 2.238m. Nach einer kurzen Pause traten wir gleich unseren 1. Gipfel an: die Reither Spitze war zwar wolkenverhangen, aber für uns als Gruppe definitiv einen Abstecher wert! Belohnt wurden wir mit einem Traum von einem Linsendal und einem - zumindest für uns - absolut ungeschlagenen Kaiserschmarrn.

Dienstag, 24.8.2021 (Judith und Paul P.)

Am Dienstag wanderten wir von der Nördlinger Hütte zum Solsteinhaus. Trotz Regen und Nebel war es eine abwechslungsreiche Tour - wir überquerten weite Geröllfelder und kamen an beeindruckenden Felsformationen (wie den Freyungsspitzen) vorbei, welche im dichten Nebel noch geheimnisvoller erschienen. Nach 4 ½ Stunden erreichten wir das Solsteinhaus, wo wir uns mit Kakao und Apfelstrudel stärkten. Für ein paar wenige ganz motivierte ging es am Nachmittag noch auf den großen Solstein - leider im Regen und ohne jeglichen Ausblick. Zum Glück gab es einen sehr effizienten Trockenraum und unsere teilweise nun wirklich nassen Jacken und Rucksäcke waren schnell wieder einsatzbereit. Nach dem Abendessen ging es früh ins Bett, denn der nächste Tag würde lange werden.

Mittwoch, 25.8.2021 (Gerit und Maria)

Am Mittwoch verließen wir um 7:30 Uhr das Solsteinhaus und traten die längste und wohl anspruchsvollste Tour des Karwendel Höhenwegs an. Das Geröllfeld hinauf zum Frau Hitt Sattel, der zweite der uns an diesem Tag bevorstehenden drei Anstiege, war der schwierigste Teil der Route, aber wir meisterten ihn alle. Beim Berg-Restaurant Seegrube mit dem Blick auf Innsbruck (und umgeben von Touristen in teilweise Sandalen) machten wir eine verdiente Pause. Die besonders Müden unter uns konnten von dort die Seilbahn hinauf bis zum Hafelekahr nutzen und sich somit den dritten großen Anstieg von 300 Höhenmetern sparen. Wir machten alle noch einen Abstecher auf den Gipfel, den Hafelekarspitz, wobei einige ihren Rucksack diesen kurzen Weg nicht mitnahmen. Den Goetheweg entlang, anfangs noch mit Blick auf die Zivilisation in Innsbruck, erreichten wir schließlich nach über 16km Wegstrecke und ca 1400 Höhenmetern um 17:45 Uhr unser Ziel, die Pfeishütte - genau rechtzeitig zum Abendessen. Obwohl uns der Tag einiges abverlangte, hatten wir noch viel Energie und spielten noch einige Partien “Spezial-Uno”.

Donnerstag, 26.8.2021 (Anna und Frederica)

Auch heute durften wir nicht zu spät starten, denn eine Passage war ab 10 Uhr wegen Wegarbeiten gesperrt. Dennoch nahmen wir einen kleinen Gipfel, das Kreuzjöchl, am frühen Morgen noch mit und beobachteten eine große Gamsfamilie - oder beobachteten sie uns? Über viel Geröll ging es dann zum Stempeljoch, wo in einem steilen und teils sehr anspruchsvollen Abstieg zwei Arbeiter 3m lange Holzbalken zur Wegversicherung trugen. Wir waren dankbar für den ersten neu angelegten Wegabschnitt und meisterten auch den restlichen - ausgetretenen - Abstieg mit viel Konzentration ohne Probleme. Nach einer ausgiebigen Pause mit Badespaß in kleinen Schmelzpfützen - es war schließlich der einzige wirklich sonnige Tag der ganzen Woche - ging es hinüber zur Bettelwurfhütte. Einige stellten sich dem Weg barfuß, doch bis ganz zum Ende hielt nur Christoph durch. Die Sonne begleitete uns lange, einige Regentropfen bekamen wir noch kurz vor der Hütte ab, aber richtig zu regnen begann es erst, als wir in der gemütlichen Stube saßen. Wir stärkten uns mit Kuchen, Kaiserschmarren und was das Herz noch begehrte. Daraufhin stellten wir uns einem Umweltquiz und nach einem leckeren Abendessen wurde noch lange Karten gespielt.

Freitag, 27.8.2021 (Oliver und Tobias)

Der Tag begann mit Nebel, Wind und Schneeflocken und führte uns auf einer kurzen Etappe zum Halleranger Haus. Am Lafatscher Joch nahmen wir Abschied von Tanya und Lisa (Anmerkung: Die Gruppe wurde 1 ½ Tage lang von einem Reporterinnenteam des meinTirol-Magazins begleitet; ein Bericht erscheint im Sommer 2022). Nach einer motivierten Runde Schatten-Ninja begannen wir mit dem Endspurt zur Hütte. Weil wir noch motiviert und voller Energie waren - und das Wetter besser war als angesagt - erklommen wir noch die Suntinger Spitze. Nach einem kurzen Fotoshooting (es braucht ein paar Versuche, bis alle zugleich in die Luft springen) liessen wir uns das Essen in der Hütte schmecken und beendeten den letzten Abend mit einem Quiz über die Woche und ein paar Runden Werwolf.

Samstag, 28.8.2021 (Hannah und Charlotte)

Am Samstag begleiteten wir auf unserer letzten Etappe vier Stunden lang die Isar auf ihrem Weg von ihrem Ursprung bis nach Scharnitz. Das Wetter war an diesem Tag nicht mehr auf unserer Seite - wir legten fast den gesamten Teill der Strecke im Regen zurück - doch wir ließen uns den Weg ins Tal und unsere letzten Stunden zusammen nicht durch ein bisschen Wasser verderbern. Nach einem traurigen, durch den Regen und den abfahrenden Zug sehr kurz gehaltenen Abschied, trennte sich die Gruppe schlussendlich Stück für Stück wieder und brach in die unterschiedlichsten Himmelsrichtungen auf. Doch wer weiss, vielleicht findet sie zu einem späteren Zeitpunkt, unter ähnlichen Umständen - zumindest teilweise - wieder zusammen. (Anmerkung: wir würden es schön finden!!)

Bericht: Judith L., Maria Sch., Oliver D., Anna H., Tobias P., Gerit J., Paul W., Vincent B., Frederica B., Hannah P., Paul P., Charlotte V.

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