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Klettertage Weißbach 9.9 - 12.9.2020

In der grausamen Woche am Ende der Sommerferien, in welcher sich die Schüler aus Angst vor der Schule schon unter den Betten verkriechen, opferten sich unsere zwei Top Kletterer Christoph und Lorenz auf, um diese Zeit in etwas Schönes zu verwandeln. 

So kam es, dass wir uns zu siebt in einem Kleinbus nach Weißbach bei Lofer vertschüssten. Kaum waren wir angekommen und hatten unsere Zelte aufgestellt, ging das Klettern los. Wir konnten uns an einem geneigten Felsen an das Outdoorklettern gewöhnen und versuchten uns schon nach kurzer Zeit an einem kurzen Überhang. Nach vier Stunden in der Sonne waren wir dehydriert und dem Verdursten nahe. Dafür leisteten wir uns am Abend in einem lokalen Gasthaus ein gutes Essen: „Wir gaben uns die komplette Gönnung“. Mit vollem Magen und Müde von dem anstrengenden Tag ging es dann auch schon zufrieden ins Bett.

Ganz entspannt ging es am nächsten Morgen mit selbstkreiertem Porridge vom Haubenkoch Christoph los. Nach der schrecklichen Feststellung, dass der Kühlschrank leer war, gingen wir schnurstracks einkaufen. Kaum war der Vorrat wieder voll, hängten wir uns wieder an die Wand. Leider fiel der Zustieg etwas länger aus als gedacht, aber als wir bei der kühlen Kletterwand mitten im Wald ankamen, waren wir schon für die ersten Routen aufgewärmt. Stück für Stück gingen wir an unsere Grenzen, Griffe waren dabei Luxusware. Am Abend heizten wir den Griller an und als das Holz heruntergebrannt war, schlug die Stunde: Es war Kote-Zeit. Drei von uns sieben waren Vegetarier, aber 1.5 kg Fleisch waren zu viert kein Problem. Mit noch vollerem Magen als am Tag zuvor, dösten wir gemütlich ein. 

Am dritten Tage auferstanden begaben wir uns an die nächste Herausforderung. Die Wand, die uns das Stürzen lehrte, war zwar nass und glitschig, doch wir konnten sie bezwingen. Mithilfe unserer unverbesserlichen Kletterprofis trauten wir uns sogar an den Vorstieg heran. Als wir bemerkten, dass manche Kletterrouten anstatt mit einem Karabiner nur mit einem Metallring endeten, mussten wir uns mit dem Umbinden befassen. Am Boden ein zwei Mal geübt, meisterten wir auch das in großer Höhe. Nach einem anstrengenden Klettertag fuhren wir wieder zurück zur Ferienwiese und kühlten uns im eisigen Wasser der Saalach ab. Am Abend kochten wir uns eine große Portion Spaghetti und gingen erschöpft vom anstrengenden Tag früh schlafen.

Da schon der letzte Tag angebrochen war, standen wir früh auf und bauten nach einem schnellen Frühstück unsere Zelte ab. Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren ein letztes Mal zur Felswand. Mit der Sonne im Rücken kraxelten wir zum Abschluss noch ein paar kurze Routen und konnten so einen der letzten Ferientage genießen. Als unsere Finger unser Gewicht endgültig nicht mehr halten konnten, hissten wir die Segel unseres Kleinbusses und setzen Kurs auf den Heimathafen.

TeilnehmerInnen:

Georg, Moritz, Andreas, Lisa, Johanna
Christoph, Lorenz

Unverbesserliche Kletterprofis:

Christoph, Lorenz

18 Bilder