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3000er in der Granatspitzgruppe (3000er in der Granatspitzgruppe)

3000er in der Granatspitzgruppe

Guide und Fotos: Josef Weichselberger und Annemarie Höfferer 

Am Wochenende vom 31.07.2020 bis 02.08.2020 konnte ich gemeinsam mit Annemarie Höfferer eine Führungstour mit 11 Teilnehmern in der Granatspitzgruppe machen. 
Ausgangspunkt war der PP. Glanz oberhalb von Matrei. Nach einem sehr schönen Aufstieg über die Edelweißwiesen, einen fotogenen Highlight, ging es weiter über die Äußere Steineralm zum Talschluss. Ab hier ging es steil aufwärts in vielen Serpentinen entlang des Steinerbaches zur Sudetendeutsche Hütte. Der Aufstieg dauerte 4,5 Stunden. Kami Lama der Hüttenwirt umsorgte uns mit seinem Team und bewirtete uns aufs aller herzlichste. 
Bei Kaiserwetter begannen wir am Samstag unseren Aufstieg, der über die Wellachköpfe 3.037 m, zum Kl. Muntanitz 3.192 m, führte. Danach ging es über einen seilversicherten Kamin hinunter zum Kampl, der Verbindung zwischen Kl. und Gr. Muntanitz,  bevor wir nach 2,5 h Aufstiegszeit, den Gr. Muntanitz 3.232 m erreichten. Bei tollen Panorama genossen alle Teilnehmer die ausgiebige Gipfelrast mit Blick zum nahen Großglockner, Hohe Riffel, Kitzsteinhorn, Großvenediger. Nach Süden reichte der Blick sogar bis zur Marmolata, Langkofel, Dreizinnen, Monte Peralba, Hohe Warte. Nicht zu vergessen im Osten die wunderschönen Gipfel in der Schobergruppe.
Nach dieser schönen Gipfelrast im Sonnenschein und herrlicher 360° Rundumsicht machten wir uns an den Abstieg, den alle Teilnehmer ebenfalls problemlos bewältigten. Mit vielen schönen Erinnerungen an diese beeindruckende Bergtour, genossen wir eine ausgiebige Mittagspause bei der Sudetendeutsche Hütte. 

Da sich von Westen her eine Regenfront rasch näherte und es in der Folge regnete gönnten sich die meisten eine Siesta. Mit 3 Teilnehmern nutzte ich ein kurzes Zeitfenster zwischen den Regenfronten und machten einen Berglauf auf die Gradetzspitze mit 3063 m. Am Gipfel angekommen konnten wir noch einen kurzen schön Blick ins Dorfertal und zu Großglockner genießen, bevor es raschen Schrittes wieder zurück zur Hütte ging. Nach einem ausgezeichneten Abendessen, es gab Momos, eine nepalesische Spezialität, hatte sich das Wetter vorübergehend gebessert. Unser Vorschlag, noch einen Spaziergang zum "Glocknerblick" zu machten, wurde gerne angenommen. Zu unserem Erstaunen war er auch wolkenfrei zu sehen.

Da die angekündigte Schlechtwetterfront bereits am Sonntag morgen erkennbar war, haben wir auf die Besteigung der Kendelspitze verzichtet und sind nach dem Frühstück zum Parkplatz Glanz abgestiegen von wo wir die Heimreise mit schönen Erinnerungen im Gepäck angetreten haben. 

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