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„Neue Normalität“ nach Corona – Wanderungen im naturbelassenen Lesachtal (Wanderungen im naturbelassenen Lesachtal)

„Neue Normalität“ nach Corona – Wanderungen im naturbelassenen Lesachtal

vom 15.6. bis 17.6.2020  

Einleitung: Jeder hat sicher seine persönlichen Erinnerungen an die Corona-Krise, mit der uns innerhalb kurzer Zeit die Normalität verloren ging. Begriffe wie Lockdown, Social Distancing oder Mund-Nasen-Schutz haben uns in dieser Zeit begleitet und eine „Neue Normalität“ hat sich zusehends ausgebreitet. Noch immer ist viel Unsicherheit vorhanden, ständig gibt es neue Informationen. Verhaltensregeln, die wir unbedingt einhalten sollten, sind nach wie vor an der Tagesordnung.

Tag 1: Nach einem „nassen Start“ in Klagenfurt hatte es zu unser aller Erstaunen bei der Ankunft nicht mehr geregnet - und so blieb es auch, es herrschte gutes Wanderwetter. Alle waren begeistert, auf gepflegten Wegen - vorbei an alten Wassermühlen und wunderschönen Almwiesen - zunächst bis zum Samalmkreuz zu wandern. Hier machten wir Pause und genossen den wunderschönen Rundumblick in die Lienzer Dolomiten und auf den Karnischen Hauptkamm. Wir hatten auch genügend Zeit für diese 5 stündige Rundtour, bei der wir beinahe 1000 Hm bewältigten.

Nach einem köstlichen 5gängigen Abendessen fand die Vorbesprechung für die Tour am Dienstag statt, die aufgrund der recht günstigen Wetterprognose und der konditionsstarken Gruppe wie geplant beibehalten werden konnte. 

Tag 2: Wanderung auf die Schulterhöhe 2.424m. Ein herrlicher sonniger Morgen begrüßte uns und die Vorfreude auf diese Tour war groß. Von unserer Unterkunft stiegen wir über Raut und den durch die Gewalt der Natur zerstörten Wald teils auf Güterwegen empor. Nach einer Pause auf den Gossenwiesen mit dem einzigartigen Ensemble von Viehställen ging es durch unversehrten grünen Bergwald mit Heidelbeergestrüpp und Almrausch hinauf auf den Almrücken unterhalb des Schwalbenkofels. Schlussendlich führte der Weg über felsiges Gelände steil hinauf zum Gipfelkreuz. Da es am Gipfel recht frisch war, machten wir die Pause in einer windstillen Senke. Nach unserer Ankunft beim Paternwirt konnten wir von der neuen riesengroßen Panoramasauna aus – Dank der Coronarichtlinien mit viel Abstand und kaum anderen Leuten - nochmals unseren heutigen Gipfel betrachten und stolz auf diese Tagesleistung (1350 Hm, 17 km) sein. 

Tag 3: Auf die Mussen: Wir fuhren über Kötschach Mauthen zur Ödenhütte, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Die Mussen steht seit 1978 unter Naturschutz und ist seit 1995 auch als Natura 2000-Gebiet nominiert. Das über der Waldgrenze liegende Almwiesengelände ist von der Vegetation her - sowohl von ihrem Artenreichtum als auch der Seltenheit einiger Arten - wohl eines der floristisch interessantesten Gebiete Kärntens. Wie in den vergangenen Jahren, als ich Gruppen des ÖAV Klagenfurt hierher führte, war ich überwältigt von der Vielfalt der Blütenpracht. Zahlreiche Blumen, die wir hier sehen konnten, sahen die Teilnehmer zum ersten Mal. Auch die Paradieslilie blühte zu dieser Zeit. Nach unserem Abstieg zur Ödenhütte, die leider geschlossen hatte, gönnten wir uns in Kötschach Mauthen noch ein wohlverdientes spätes Mittagessen, bevor wir -bereichert mit vielen schönen und unvergesslichen Erinnerungen - die Heimreise antraten.

Fotos und Bericht: Annemarie Höfferer  

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