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Chalet-, Hoteldörfer und Bodenverbrauch

Das im Jahr 2013 vom ÖAV, DAV und AVS gemeinsam erarbeitete und beschlossene Grundsatzprogramm zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes sowie zum umweltgerechten Bergsport gilt als Richtschnur für die Arbeit des Alpenvereins (Quelle: https://www.alpenverein.at).

Gemäß Punkt 1.9 dieses Grundsatzprogramms ist es Ziel des Alpenvereins, die Alpenkonvention zu stärken und sich für deren alpenweit einheitliche Umsetzung einzusetzen.

Das Bundesland Kärnten liegt zur Gänze im Anwendungsbereich der Alpenkonvention und dessen Umsetzungsprotokoll Raumplanung und nachhaltige Entwicklung (BGBl. III Nr. 232/2002) sieht als seine Ziele unter anderem die Harmonisierung der Raumnutzung mit den ökologischen Zielen und Erfordernissen und die sparsame und umweltverträgliche Nutzung der Ressourcen und des Raums vor.

Das Protokoll fordert ausdrücklich die sparsame und umweltverträglichen Nutzung der natürlichen Ressourcen namentlich auch des Bodens. Aufgrund der Problematik, die der derzeitige Bauboom in Bezug auf Chalet- und Hoteldörfern und der Gefahr der überbordenden Zweitwohnsitznutzung mit sich bringt (aktuell gibt es bereits rund 75.000 Zweitwohnsitze in Kärnten), setzt der Landesverband Kärnten des Österreichischen Alpenvereins selbst Initiativen und unterstützt auch solche, die sich gegen diese besorgniserregenden Entwicklungen richten.

Beschluss der 50. Sitzung des Bundesausschusses vom 15. Oktober 2021

Nach § 20 der Satzung des Österreichischen Alpenvereins entscheidet der Bundesausschuss (BA) über Vereinsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Er ist nach der Hauptversammlung das höchste Organ des Österreichischen Alpenvereins und setzt sich aus den Präsidiumsmitgliedern und höchstens 20 weiteren Mitgliedern zusammen.

15 der Mitglieder (Delegierten) des Bundesausschusses werden von den Landesverbänden entsandt. Alle Mitglieder des Bundesausschusses sind berechtigt, Anträge zu den Aufgaben des BA zu stellen.

- Auf Antrag des vom Landesverband Kärnten zum Bundesauschuss delegierten Vertreters, Dr. Werner Radl beim 50. Bundesausschuss am 15. Oktober 2021: "Position des Alpenvereins zum Chalet-Dörfer-Bau auf Österreichs Bergen"[1] erfolgte folgender Beschluss:

„Der Bundesausschuss sieht die Entwicklung der Chaletdörfer und den damit verbundenen Bodenverbrauch in den alpinen Regionen als sehr besorgniserregend an. Diese Entwicklung widerspricht eindeutig der Alpenkonvention. Aus diesem Grund kommt der Bundesausschuss überein, sich klar gegen den weiteren Bau von Chalet Dörfern in diesen sensiblen Regionen auszusprechen und unterstützt dabei die Landesverbände. (einstimmig)“

Mit der nunmehrigen Anerkennung der auch vom Bundesausschuss erkannten problematischen Entwicklung bei den Chaletdörfern ist dieses Thema nun auch formell als eine „vereinspolitische Angelegenheit“ anerkannt und damit auch auf die Ebene des Gesamtvereins gehoben worden.

Der Bundesauschuss als zweithöchstes Organ des Österreichischen Alpenvereins spricht sich damit deutlich gegen den weiteren Bau von Chaletdörfern in den sensiblen Alpenregionen aus und verspricht, die Landesverbände bei ihrem Bemühen, gegen die besorgniserregende Entwicklung anzukämpfen, zu unterstützen.


[1] vgl. Positionspapier des Vorstandes des ÖAV-LV Kärnten „Beschlussantrag Chaletdörfer“; beschlossen von der ordentlichen Sitzung des Vorstandes des LV Kärnten am 30.7.2021.

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