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ARGE der Alpinen Vereine in Kärnten

Gegründet wurde die frühere ARGE der Alpinen Vereine Kärntens, die unter ihrem Dach alle in Kärnten tätigen Alpinen Vereine vertritt, im Jahr 2009 als offener Zusammenschluss ihrer Mitglieder.

ARGE der Alpinen Vereine in Kärntenzoom

Bereits im sogenannten „Urstatut“ der ARGE wurden als Ziele der Arbeitsgemeinschaft die Wahrung und Förderung gemeinsamer Interessen des Bergsteigens und der unversehrten Erhaltung der alpinen Naturlandschaft sowie die Vertretung dieser Anliegen nach außen genannt. Insbesondere war auch die Verwaltung und die anteilsmäßige Aufteilung der vom Land Kärnten der ARGE zur Förderung dieser Ziele zur Verfügung gestellte Mittel (Allgemeine Vereinsförderung sowie ein Fonds für die alpine Infrastruktur) Grund für den Zusammenschluss der Mitgliedsvereine in einer – allerdings selbst nicht rechtsfähigen – Arbeitsgemeinschaft oder kurz ARGE.

Die Gründe für den Zusammenschluss waren zum Teil auch finanzieller Natur. Der durchschnittliche Abgang der alpinen Vereine für die Erhaltung der im allgemeinen Interesse liegenden Infrastruktur für das Hütten- und Wegenetz in Kärnten betrug in den Vergleichsjahren 2005 – 2007 rund 465.000.- Euro jährlich. Darüber hinaus wurde die bis dahin schon gewährte allgemeine Vereinsbeihilfe für den ÖAV Landesverband Kärnten und für die Naturfreunde Kärnten letztmalig im Jahr 1990 valorisiert, womit aufgrund von Inflation und Kürzungen bis 2009 ein realer Kaufkraftverlust von 53 % eingetreten war. Die beiden anderen Mitgliedsvereine mit Sitz in Kärnten, die beiden Kärntner Zweigvereine des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) und der slowenische Alpenverein Klagenfurt, der Slovensko Planinsko Društvo Celovec oder kurz SPD, hatten bis dahin überhaupt keine Vereinsförderung aus öffentlichen Mitteln erhalten.

Es wurde daher auf Anregung der Gründer der ARGE vom damaligen Landessportreferenten Landesrat Dr. Peter Kaiser ein Antrag auf Erhöhung der Mittel sowohl für die Vereinsförderung wie auch für eine Unterstützung aller Alpinen Vereine zum Erhalt der alpinen Infrastruktur an die Kärntner Landesregierung gestellt. Dieser wurde letztendlich auch bewilligt und es konnten nunmehr alle 4 Kärntner Vereine in die allgemeine Vereinsförderung sowie auch die beiden weiteren alpinen Vereine mit Arbeitsgebiet in Kärnten, der DAV (Deutscher Alpenverein) und der ÖAK (Österreichischer Alpenklub) in die Infrastrukturförderung des Landes mit einbezogen werden.

Leider wurden die 2009 zugesagten Fördersummen im Zuge der finanziellen Schwierigkeiten, in die das Land Kärnten aufgrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit der Landeshypothekenbank, der Hypo-Alpe-Adria, geraten war seit 2015 deutlich gekürzt. Es verblieben aber nach zähen Verhandlungen des damaligen Sprechers der ARGE, Herwig Gräbner gemeinsam mit Joachim Gfreiner, dem damaligen

Landesverbandsvorsitzenden, seinen beiden Stellvertretern Arnold Riebenbauer und Karl Selden sowie Klaus Bayer von den Naturfreunden und durch eine zusätzlich gewährte Sonderförderung des Gemeindereferats weiterhin einigermaßen akzeptable jährliche Zuwendungen für den Erhalt der Alpinen Infrastruktur seitens des Landes Kärnten.

Das Aufgabengebiet der Arbeitsgemeinschaft hat sich mittlerweile deutlich erweitert, so sind etwa Themen wie der Schutz der heimischen Bergwelt gegen Bedrohungen durch überdimensionierte Windparks Themen der ARGE, sie ist Ansprechpartner für die Landesregierung in unterschiedlichen Belangen, für die Tourismuswirtschaft in Kärnten, die Landwirtschaftskammer, die Kärntner Jägerschaft bei der Besucherlenkung und sie ist auch ein wichtiger Ansprechpartner von Schutzgebietsverwaltungen, wie gerade aktuell der Geoparkverwaltung Karawanken, die eine touristisches Wegeprojekt zwischen Kärnten und Slowenien plant.

Es wurde daher notwendig, die ARGE rechtlich auf eine Basis zu stellen, die es ihr erlaubt, nach außen hin als eine juristische Person mit einer Stimme zu sprechen, damit auch rechts- und handlungsfähig zu sein und die gemeinsamen Anliegen aller alpinen Vereine dem Land und sonstigen Dritten gegenüber effizient zu vertreten.

Daher wurde mit Beschluss der Generalversammlung vom 12.8.2020 vereinbart, die bisherige ARGE in einen Verein mit dem Namen „ARGE der Alpinen Vereine Kärntens" überzuführen. Im Vereinsstatut wurden unter dem Vereinszweck die Ziele der damaligen ARGE aus dem Urstatut 2009 übernommen und mit einem sogenannten „Nichtuntersagungsbescheid“ vom 7.9.20202 wurde die frühere ARGE als nunmehr rechts- und handlungsfähiger Verein mit Sitz in Seeboden, am Wohnsitz ihres bei der Generalversammlung einstimmig gewählten Vorsitzenden Dr. Arnold Riebenbauer konstituiert.

Und alleine für die Mitgliedssektionen des ÖAV Landesverbands Kärnten konnten nach neuerlichen Verhandlungen mit der Landesregierung wieder rund 106.000.- EURO für den Erhalt der alpinen Infrastruktur für das Jahr 2020 zur Verfügung gestellt werden. Diese werden den Sektionen von der „ARGE“ in den nächsten Wochen anteilsmäßig als Beitrag zu ihren tatsächlichen Kosten überwiesen.

Für Rückfragen:

Dr. Arnold Riebenbauer
Richter i. R.
Vorsitzender des Vereins „ARGE der Alpinen Verbände Kärntens“
arnold.riebenbauer@aon.at

 
 
 

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