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YOUNGSTERS - Bergphilosophie

erstellt am 15.01.2018 / Kategorie YOUNGSTERS

Im Gespräch mit Jugendleiterin Eva Memmel. Erschienen im Freunde Treffen Katalog der Alpenvereinsjugend.

Eva, du warst bei dem YOUNGSTERS-Kurs Gletscher & Grate dabei. Du magst Kletterhallen nicht so gerne sondern gehst richtig Bergsteigen. Warum machst du das?

Eva: Ich würde nicht sagen, dass ich Kletterhallen nicht mag – auch da bin ich ab und zu anzutreffen – doch es ist das Bergsteigen und Klettern im alpinen Gelände, das mich wirklich fasziniert. Ich gehe in die Berge, um weg von vielen Leuten zu sein und doch gemeinsam etwas zu erleben, um Abstand vom Alltag und Lärm zu haben, um Kraft und Energie zu tanken. Ich gehe Bergsteigen, weil es mir Freude bereitet, ich dort Freiheit verspüre und zu leben beginne.

Das klingt nach Philosophie und zeigt, dass Berge für dich wertvolle Lehrmeister sind?
Ja, beim Bergsteigen lerne ich mich selbst viel intensiver kennen. Ich kenne meine Grenzen und kann dadurch an ihnen arbeiten, sie verschieben. Vieles ist vorauszusagen, durch Erfahrung und Wissen, doch vieles ist unbekannt und unsicher. Das macht das Bergsteigen spannend und lässt jede Unternehmung einzigartig werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich das Gemeinsam-Unterwegs-Sein. Sich auf jemand anderen zu verlassen (und verlassen zu müssen) und gleichermaßen für sich und jemand anderen verantwortlich zu sein, funktioniert nur durch gutes Zusammenspiel, durch respektvolles Miteinander.
Ich habe auch das Gefühl, dass sich beim Bergsteigen niemand so leicht verstellen kann. Dafür ist man viel zu ausgesetzt und oft auch mit einem gewissen Level an Angst oder zumindest klarer Konzentriertheit unterwegs. Da kann ich nicht überlegen, wie ich mich verhalten sollte. Ich bin ich. Der Berg nimmt mich so wie ich bin.

Was fasziniert dich da oben? Die Aussicht, das Gelände, der Schuhraum der Rudolfshütte?

Es gibt vieles, das mich da oben fasziniert. Angefangen von der Natur, der Landschaft, die jedes Mal anders ist und hinter jeder Ecke etwas Neues birgt. Die, auch am selben Ort, nie gleich ist, weil Wetter, Tag- und Nachtzeit, Jahreszeiten immer wieder neue Seiten hervorbringen. Oft sind es Kleinigkeiten, wie beispielsweise eine Blume in einer steilen Felswand, die mich zum Lächeln bringen.

Auch fasziniert mich die Einsamkeit, die Ruhe und Achtung. Manchmal merke ich, wie klein und unscheinbar ich als Mensch bin und wie wenig ich gegen die Natur und Berge ausrichten kann. Dies ist für mich ein ganz besonderes Gefühl. Es bringt mich zum Boden zurück und lässt mich so manche unwichtigen Angelegenheiten des Alltags vergessen. Es gibt so viele Eindrücke in den Bergen, die ich so nur dort erleben kann, ganz besonders ist das Erleben des Hier und Jetzt.

Danke für die nette Unterhaltung.

Eva Memmel ist Jugendleiterin in der Sektion Innsbruck.

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