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Kinderschutz braucht uns alle! (Kinderschutz braucht uns alle)

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Kinderschutz braucht uns alle!

[15.06.2022] Wahrscheinlich sind Sie, als Mutter oder Vater, als Alpenvereinsmitglied, aufgrund der medialen Berichterstattungen der letzten Tage in denen der Alpenverein genannt wurde, beunruhigt. Beim Thema Kinderschutz sind wir alle gefordert: Gesetzgeber, Organisationen, freiwillig Tätige. Schauen wir gemeinsam hin und schaffen sichere Rahmenbedingungen!

Foto: Schöpf/Alpenverein

Der in den letzten Tagen bekannt gewordene Fall eines auch für den Alpenverein tätigen vorbestraften Feriencamp-Betreibers zeigt, dass wir aufgrund der aktuellen Gesetzeslage nicht mit Sicherheit erfahren können, ob sich Personen die mit Kindern arbeiten, früher etwas zuschulden haben kommen lassen. Auch die Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge hilft uns hier nicht lückenlos weiter. Wir brauchen Instrumente für mehr Sicherheit und damit die Diskussion mit der Justiz, um Eltern klare Informationen geben zu können. Für Vereine, die viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, reicht die derzeitige Gesetzeslage nicht aus.

An dieser Stelle möchten wir festhalten, dass uns zum jetzigen Zeitpunkt keine Beschwerden zum genannten Jugendmitarbeiter vorliegen. Selbstverständlich ist die Zusammenarbeit mit dem Beschuldigten eingestellt. Für eine lückenlose Aufklärung kontaktieren wir in den nächsten Tagen die Eltern, deren Kinder an Veranstaltungen des Leiters teilgenommen haben. Eltern, die in Sorge sind oder Beschwerden äußern wollen, werden in Kürze direkt Kontakt zu einer unabhängigen Beratungsstelle aufnehmen können.

Qualitätsstandards und ein Kinderschutzkonzept sind unerlässlich

Als größter Verein Österreichs und als Jugendorganisation ist es uns ein wichtiges Anliegen, möglichst sichere Strukturen für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Der Österreichische Alpenverein hat sich in den letzten Jahren interne Präventionsmaßnahmen gesetzt und damit Qualitätsstandards gegeben. Die Alpenvereinsjugend Österreich evaluiert seit November 2021 das bestehende Präventionskonzept. Die Ergebnisse werden mit einem Kinderschutzkonzept bei der vereinsübergreifenden Hauptversammlung des Alpenvereins im Oktober präsentiert. Damit geben wir uns weitere Maßnahmen, um Risiken in unserem Tätigkeitsfeld zu minimieren. Diskutiert werden dabei die bestehenden Standards bei der Personalauswahl, der Aus- und Weiterbildung sowie weitere Beschwerde- und Feedbackmöglichkeiten für Kinder und Eltern. Auch enthält das Kinderschutzkonzept einen Wertekodex, der klar aufzeigt, was uns im miteinander wichtig ist.

Ein Kinderschutzkonzept zeigt die gesetzten Maßnahmen, hilft Gewalt vorzubeugen und das Risiko von Gewalt zu minimieren. Umso wichtiger ist es, bei Verdacht auf Gewalt frühzeitig hinzuschauen und überlegt zu handeln. Die Kinderschutzbeauftragten der Alpenvereinsjugend sind hierfür die Ansprechpartner*innen und kümmern sich um die Zusammenarbeit mit Fachstellen.

Sollten Sie ein Feriencamp bei der Alpenvereinsjugend Österreich gebucht haben, informieren wir Sie in den nächsten Tagen per Email über unsere Qualitätsstandards. Weitere Fragen können Sie im Anschluss gerne im Gespräch mit uns klären.

Das Grundsatzpapier "Prävention von Gewalt und Diskriminierung" wurde 2014 im Bundesausschuss beschlossen.

Der Praxisleitfaden wurde als reguläre Ausgabe des 3D Magazines gedruckt. Das Magazin ist auch als PDF erhältlich.

Für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen haben wir für euch eine Methodensammlung erstellt. Darin werden einige Übungen zu verschiedenen Themen wie Nähe/Distanz, Körperkontakt, Gefühle und vieles mehr erläutert. Danke an dieser Stelle an Caroline Rinner.

Im Hauptverein gibt es folgende Ansprechpersonen:

Matthias Pramstaller, Abteilung Jugend, 0512-59547-55, matthias.pramstaller@alpenverein.at

Clemens Matt, Generalsekretär, 0512-59547-32, clemens.matt@alpenverein.at

 
 
 
 

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