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Jugend- und Familienarbeit, Sommercamps in Zeiten von Corona - FAQ (Index)

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Jugend- und Familienarbeit, Sommercamps in Zeiten von Corona - FAQ

 

Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sind derzeit möglich. Aufgrund des Corona Virus gelten gesetzliche Vorgaben und Hygienestandards.

Auf dieser Seite wollen wir euch Infos zur Verfügung stellen und euch damit bei der Entscheidung und Planung von Angeboten unterstützen. Grundlage ist die COVID-19-Lockerungsverordnung sowie der Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit.

Kenntnisstand 23.10.2020

Mit der am Sonntag 25.10.20 in Kraft tretenden Änderung der COVID-19-Lockerungsverordnung bleiben die Regelungen für die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit so, wie sie bisher waren.
Die Informationen auf dieser Seite sind somit weiterhin gültig. Eine kleine Änderung zur freiwilligen Erfassung der Anwesenheit bauen wir möglichst bald in das "Musterbeispiel Präventionskonzept ein".

  • Feriencamps und Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit werden als Veranstaltungen gesehen. Für unsere Angebote für Kinder, Familien und Jugendliche gilt somit der § 10b der COVID-19-Lockerungsverordnung (BGBl. II Nr. 197/2020).
  • Als Veranstaltungen gelten geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen.
  • Das Betreten von Vereinsräumlichkeiten, ohne dem Grund einer Veranstaltung, wird als das Betreten eines Kundenbereiches von Betriebsstätten im Sinne der Verordnung angesehen. 

  • Solltet ihr entscheiden, Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien unter den gegebenen Vorgaben zu machen, ist es wichtig ist, dass ihr klar hinter dieser Entscheidung steht: "Wir können, wir wollen und wir werden unsere Angebote mit Sorgfalt umzusetzen!"

Fragen können sein:

  • Welches Angebot kann bei Berücksichtigung der Vorgaben umgesetzt werden?
  • Für und wider?
  • Sind die Methoden kontaktintensiv?

Ihr habt die Möglichkeit eure Veranstaltungen mit oder ohne Präventionskonzept gem. §10b durchzuführen.

Verantaltung mit COVID 19 Präventionskonzept gem. §10b. für Außerschulishe Jugenderziehung und Jugendarbeit:

  • Innerhalb von Kleingruppen von maximal 20 Personen kann der Mindestabstand gegenüber Personen die nicht im gemeinsamen Haushalt leben entfallen.
  • Es können mehrere Kleingruppen gleichzeitig auf einem Camp / einer Veranstaltung sein – wichtig ist aber, dass der Mindestabstand zwischen den jeweiligen Gruppen eingehalten wird und der Kontakt zwischen den Gruppen auf ein Minimum beschränkt wird.
  • für gastronomische Angebote, Beherbergung  sowie Sport- und Freizeitangebote gilt in diesem Fall auch der Entfall des Mindestabstands


Verantaltung ohne COVID 19 Präventionskonzept gem. §10b. für Außerschulishe Jugenderziehung und Jugendarbeit:

  • es gelten alle Vorgaben laut §10 der Lockerungsverordnung, dass
  • ohne zugewiesene und gekennzeichnete Plätze indoor bis 10 Personen (+ Personal) outdoor bis 1500 Personen (+ „Personal“) zugelassen sind, (8) ein Meter Abstand eingehalten werden muss und indoor zusätzlich ein Mund- Nasenschutz getragen werden muss.
  •  mit zugewiesenen und gekennzeichneten Plätzen indoor bis 1500 (+“Personal“) outdoor bis zu 3000 Personen (+ „Personal“) zugelassen sind, und der (6) Abstand zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht einer gemeinsamen Besuchergruppe* angehören einen Meter betragen müssen

  • ab 250 Personen eine Bewilligung der Behörden notwendig ist

  • es bei indoor Veranstaltungn mit mehr als 50 und outdoor-Veranstaltungen mit mehr als 100 einen COVID-Beauftragten und ein Präventionskonzept braucht

  • beim Betreten des Veranstaltungsortes in geschlossenen Räumen ein Mund- Nasenschutz getragen werden muss, dieser aber beim Aufenthalt auf den zugewiesenen Sitzplätzen abgenommen werden kann, falls der Abstand von einem Meter eingehalten werden kann.

  • HINWEIS: Für das Verabreichen von Speisen und den Ausschank der Getränke gelten auch bei Veranstaltungen die in § 6 ausgeführten Regelungen für die Gastronomie.

Weiters gelten bei Angeboten ohne Präventionskonzept laut § 8, dass

  • beim Betreten der Sportstätte ein Meter Abstand gehalten und in geschlossenen Räumen ein Mund- Nasenschutz getragen werden muss
  • diese Regelungen (Abstand, Mund- Nasenschutz) nicht während der Sportausübung gelten

Die aktuellen Infos zur Sportausübung sind bei der sportaustria gesammelt – dort sind auch die Sportartspezifischen (u.a. VAVÖ) aufgelistet.

https://www.sportaustria.at/de/schwerpunkte/mitgliederservice/informationen-zum-coronavirus/faq-coronakrise/

 Wichtige Handlungsempfehlungen für einen sicheren Sportbetrieb

 https://www.sportaustria.at/fileadmin/Inhalte/Dokumente/Sport_Austria-Handlungsempfehlungen.pdf

Ein Präventiosnkonzept ist für Sommercamps (Aktionen mit Übernachtung) sowie Tagesveranstaltungen notwendig (nur für Veranstaltungen im Sinne des §10b). Das Präventionskonzept muss im Vorhinein nicht vorgelegt, aber auf Nachfrage vorgewiesen werden. Somit: Bitte ausdrucken und aufbewahren um es im Falle einer Nachfrage vorweisen zu können.

Musterbeispiel Präventionskonzept: Mit beispielhaften Maßnahmen zur Anpassung an die jeweilige Veranstaltung.


  • Achtet, wie gewohnt, auf die für Bergsportarten empfohlenen Leiter*innen / Teilnehmer*innenschlüssel.
  • Achtet auf erhöhte Hygiene (z. B. Händewaschen, Händedesinfektion, Flächendesinfektion, regelmäßiges Lüften der Räumlichkeiten.
  • Altersadäquate Aufklärung der Kinder/Jugendlichen über Hygiene (Husten/Niesen…).
  • Jause, Trinkflasche, Trinkbecher und andere persönliche Gegenstände dürfen nicht mit anderen geteilt werden.

Informationsbereitstellung

  • Information an Eltern, dass Kinder mit akuten Infektionen bitte zu Hause bleiben. Dies gilt ebenso, falls Geschwister oder Eltern der Kinder Symptome aufweisen.

Für die Anreise:

  • MNS (Mund-Nasen-Schutz) Pflicht (ab 6 Jahren) gemäß Verordnung gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Massenbeförderungsmitteln.
  • Bei der Beförderung von Personen in Reisebussen ist § 1 sinngemäß anzuwenden, wonach gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen ist. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.
  • Dieselben Regelungen gelten für die Abreise, falls die Rückreise nicht in den definierten Kleingruppen passiert.


Für das Betreten und Aufhalten in geschlossenen Räumen: 

  • Vermeidung von Ansammlungen beim Eintreffen und Verlassen der Einrichtung
  • Mindestabstand 1 Meter
  • Konsumation von Speisen und Getränken nur im Sitzen an Verabreichungsplätzen
  • Sitzordnung so gestalten, dass die Einhaltung des Abstands gewährleistet ist
    (Ausnahme: Siehe Kleingruppenregelung).
  • MNS oder entsprechender Schutz (z.B. mechanische Barrieren wie Plexiglasscheiben) für Personal und Jugendliche/Kinder. MNS für Kinder unter 6 Jahren nicht erforderlich (Ausnahme: Siehe Kleingruppenregelung).
  • Händewaschen: Nach Betreten der Einrichtung und bei Bedarf (z.B. Niesen) und regelmäßig (z.B. vor Einnahme von Mahlzeiten): mind. 30 Sekunden
  • Möglichkeit der Händedesinfektion schaffen und für Kinder unerreichbar verwahren.
  • Altersadäquate Aufklärung der Kinder/Jugendlichen über Hygiene (Husten/Niesen in die Armbeuge, einmaliger Gebrauch von Taschentüchern etc.)


Für Räumlichkeiten gilt: 

  • durch Gestaltung die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleisten
    (Ausnahme: Siehe Kleingruppenregelung).
  • eventuell Zuweisung und Kennzeichnung der Sitz- und Schlafplätze
    (Ausnahme: Siehe Kleingruppenregelung).
  • Hygiene sicherstellen insbesondere in Sanitäranlagen, keine geteilte Verwendung von Trinkbehältern etc.
  • Desinfektion in den Räumlichkeiten – insbesondere Gegenstände, Möbel, Türklinken; dabei Wischdesinfektion statt Sprühdesinfektion anwenden.
  • regelmäßige Reinigung der verwendeten Materialien, Kontaktflächen und regelmäßiges Lüften (zumindest 1x pro Stunde, wenn möglich Querlüften).
  • Vorhandensein von Quarantäneräumen bei Infektionsverdacht. Bitte auf kind- und jugendgerechte Gestaltung achten.


Für Aktivitäten:

  • Die Aktivitäten werden so weit wie möglich im Freien organisiert.
  • Es wird die maximale Kapazität des Geländes und der Infrastruktur genutzt und, wo möglich, mit zusätzlichen Spielwiesen, Spielwald,... erweitert.
  • Beim Verlassen des Veranstaltungsortes oder des Lagerortes befolgen die Gruppen die Maßnahmen für den Kontakt mit Externen. Die Kleingruppe bleibt zusammen.
  • Wenn Sie im öffentlichen Raum (Wald, Sport-/Spielplätze, Stadtplätze, Straßen, ...) mit anderen Menschen in Kontakt kommen, halten Sie den empfohlenen Mindestabstand zu denen, die nicht zur Kleingruppe gehören, ein.
  • Wenn Ausflüge stattfinden, kann dies nur im Rahmen der an diesem Ort geltenden Richtlinien geschehen (z.B. Schwimmbäder, Erholungsgebiete wie Vergnügungsparks, etc.).

(aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 12-14)

Beispiele für Schutzmaßnahmen: 

  • Besucht unsere Alpenvereinshütten nur in gesundem Zustand!
  • Eigenen Mund-Nasen-Schutz mitbringen
  • Übernachtungsplatz reservieren – ohne Reservierung kein Schlafplatz
  • Nächtigung nur mit eigenem Schlafsack und Polsterbezug (leichter Daunen- oder Sommerschlafsack – kein Hüttenschlafsack)!

Wichtig: Es werden auf Hütten keine Alpenvereinsdecken ausgegeben (Hüttenschlafsäcke alleine wärmen in der Regel nicht ausreichend und können somit zuhause bleiben).

  • in Schlaflagern muss in eurer Kleingruppe (max. 20 Personen) kein Abstand gehalten werden, wenn ihr ein COVID-19-Präventionskonzept erstellt habt und dieses umsetzt.
  • sonst gilt § 7 Abs. 4 der COVID-19-Lockerungsverordnung, der bestimmt, dass die Nächtigung in einem Schlaflager oder in Gemeinschaftsschlafräumen nur zulässig ist, wenn gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens 1,5 Meter eingehalten wird oder durch geeignete Schutzmaßnahmen zur räumlichen Trennung das Infektionsrisiko minimiert werden kann.  

  • Zeltlager sind erlaubt. Im gleichen Zelt sollten nur Personen der gleichen Kleingruppe schlafen.
  • Es sollten sich nur Personen in der Kleingruppe ein Zimmer teilen oder in Stockbetten schlafen.

(aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 19)

  • In der Kleingruppe kann der Mindestabstand auch beim gemeinsamen Essen, zB am am Lagerfeuer fallen. Wie auch bei den Aktivitäten am Tag, ist jedoch auf den Mindestabstand von 1 Meter zwischen den anderen Kleingruppen zu achten.
  • Dies kann zum Beispiel durch mehrere Lagerfeuer gewährleistet werden. Bei großen Lagerfeuern muss der Mindestabstand von 1 Meter gewährleistet werden. Weiters sind natürlich auch die wichtigen Hygienemaßnahmen zu beachten. (kein Teilen von Besteck oder Trinkbehälter).

(aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 19)

  • Bitte informiert eure Gruppe, bzw. die Eltern der Kinder und Jugendlichen, über die notwendigen Voraussetzungen zur Durchführung eurer Angebote, sowie über die von euch gesetzten Schritte zur Umsetzung der Vorgaben (Angebote, Ideen und Methoden an die aktuellen Gegebenheiten anpassen).
  • Kinder dürfen an der Veranstaltung nur teilnehmen, wenn sie sich wirklich gesund fühlen! Das gilt natürlich auch für die Leiter*innen.

Verwendet gerne folgende Infoblatt_Einverständnis_Eltern_Sommercamps

oder für Familienveranstaltungen das Infoblatt_Einverständnis_Eltern_Familien

  • Fertigt für jede Veranstaltung eine Teilnehmer*innenliste an, inkl. etwaiger Gruppeneinteilung - es ist wichtig, dass im Krankheitsfall Personen der Gruppe kontaktiert werden können.

Vordruck Liste_Gruppenmitglieder.doc

Vordruck Liste_Gruppenmitglieder

Sollte jemand Fieber, Husten, Durchfall, Ausschlag, … bekommen

Checkliste Verdachtsfall Feriencamp:  (aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 15-16)

  • Die Person ist sofort in einem eigenen Raum unterzubringen. 
    Zur Risikominimierung darf bis zum Eintreffen des Gesundheitspersonals niemand das Camp verlassen bzw. ist auch hier den ersten, telefonischen Anweisungen der Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt / Amtsärztin) Folge zu leisten .
  • Die Campverantwortlichen müssen sofort die Gesundheitsberatung unter 1450 anrufen, deren Vorgaben Folgeleisten sowie die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt / Amtsärztin) informieren.
  • Die Campverantwortlichen informieren unverzüglich die Eltern / Erziehungsberechtigten des / der unmittelbar Betroffenen sowie die Alpenvereinsjugend Österreich.
  • Weitere Schritte werden von den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden verfügt. Auch Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörden. Diese verfügen auch, welche Personen zur weiteren Abklärung im Camp bleiben müssen. 
  • Dokumentation welche Personen Kontakt zur betroffenen Person haben bzw. hatten sowie Art des Kontaktes. 
  • Sollte ein Erkrankungsfall bestätigt werden, erfolgen weitere Maßnahmen entsprechend den Anweisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.

(https://www.bmbwf.gv.at/Ministerium/Informationspflicht/corona/corona_schutz.html)

Informiet im Falle einer COVID-19 Erkrankung die Alpenvereinsjugend Österreich unter jugend@alpenverein.at

Checkliste COVID Verdachtsfall

Checkliste COVID Verdachtsfall

Trotz der nicht mehr notwendigen Einhaltung des Mindestabstandes empfehlen wir in der Programmplanung Methoden und Spiele zu berücksichtigen, die nicht Nähe und Körperkontakt voraussetzen.

Hier sind ein paar Beispiele für „kontaktlose“ Spiele und Übungen:

  • Ihr könnt Übungen einbauen, die spielerisch ein Gefühl für den Mindestabstand vermitteln (z. B. mithilfe von 1 Meter langen Schwimmnudeln …)
  • Poi-Schwingen, Hulahoop oder Geschicklichkeitsübungen, die von den Kindern alleine durchgeführt werden können, eignen sich gut.
  • Jegliche Staffelläufe eignen sich wunderbar, wo immer nur eine Person läuft.
  • Die Kinder könnten in der Natur selbst Materialien (Blätter, Steine …) sammeln und begreifen. Die gefundenen Schätze können dann z. B. auf eine Decke gelegt und gemeinsam besprochen werden.
  • Barfußgehen ist eine gute Methode, damit die Kinder ihre Umgebung sinnlich „begreifen“ können.
  • Nicht geeignet sind derzeit Kuschelspiele, Ballspiele, Fangenspielen und andere Aktivitäten mit Körperkontakt.

Auf unserem Blog tagedraussen haben wir einige Spiele mit Abstand gesammelt. 

Die Naturfreundejugend hat eine Sammlung an Spielen erstellt, die auch mit Abstand durchführbar sind.

Auch auf dem Blog www.gruppenstunde.at könnt ihr mit dem Schlagwort „Abstand“ geeignete Methoden und Spiele filtern.