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Jugend- und Familienarbeit, Sommercamps in Zeiten von Corona - FAQ (Index)

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Jugend- und Familienarbeit, Sommercamps in Zeiten von Corona - FAQ

 

Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sind derzeit möglich. Aufgrund des Corona Virus gelten gesetzliche Vorgaben und Hygienestandards.

Auf dieser Seite wollen wir euch Infos zur Verfügung stellen und euch damit bei der Entscheidung und Planung von Angeboten unterstützen. Grundlage ist die COVID-19-Lockerungsverordnung, Fassung vom 15.06.2020 sowie der Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit - veröffentlicht vom Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend am 18.06.20

Kenntnisstand 19.06.2020

  • Feriencamps und Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit werden als Veranstaltungen gesehen. Für unsere Angebote für Kinder, Familien und Jugendliche gilt somit der § 10b der COVID-19-Lockerungsverordnung (BGBl. II Nr. 197/2020).
  • Als Veranstaltungen gelten geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen.
  • Das Betreten von Vereinsräumlichkeiten, ohne dem Grund einer Veranstaltung, wird als das Betreten eines Kundenbereiches von Betriebsstätten im Sinne der Verordnung angesehen. 

  • Solltet ihr entscheiden, Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien unter den gegebenen Vorgaben zu machen, ist es wichtig ist, dass ihr klar hinter dieser Entscheidung steht: "Wir können, wir wollen und wir werden unsere Angebote mit Sorgfalt umzusetzen!"

Fragen können sein:

  • Welches Angebot kann bei Berücksichtigung der Vorgaben umgesetzt werden?
  • Für und wider?
  • Sind die Methoden kontaktintensiv?

  • max. 100 Teilnehmer (ohne Betreuerinnen und Betreuer) sind erlaubt. 
  • Innerhalb von Kleingruppen von maximal 20 Personen kann der Mindestabstand gegenüber Personen die nicht im gemeinsamen Haushalt leben entfallen.
  • Es können mehrere Kleingruppen gleichzeitig auf einem Lager sein – wichtig ist aber, dass der Mindestabstand zwischen den jeweiligen Gruppen eingehalten wird und der Kontakt zwischen den Gruppen auf ein Minimum beschränkt wird.
  • Zudem muss seitens des Veranstalters ein entsprechendes COVID-19 Präventionskonzept erstellt und umgesetzt werden (siehe unten).

(aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 5)

Obergrenze Teilnehmende Mindestabstand und MNS-Pflicht Mindestabstand beim Sport, Spielen, Schlafen, Essen, Waschen etc.
100 Personen. (Einteilung in Kleingruppen max. 20 Personen) Entfällt innerhalb der Kleingruppe, Abstand zu Außenstehenden mindestens 1 Meter Entfällt innerhalb der Kleingruppe, Abstand zu Außenstehenden mindestens 1 Meter

Ein Präventiosnkonzept ist für Sommercamps (mit Übernachtung) sowie Tagesveranstaltungen notwendig (nur für Veranstaltungen im Sinne des §10b). Das Präventionskonzept muss im Vorhinein nicht vorgelegt, aber auf Nachfrage vorgewiesen werden. Somit: Bitte ausdrucken und aufbewahren um es im Falle einer Nachfrage vorweisen zu können.

Musterbeispiel Präventionskonzept: Mit beispielhaften Maßnahmen zur Anpassung an die jeweilige Veranstaltung.

Vorlage Präventionskonzept (ohne beispielhafte Maßnahmen)


  • Achtet, wie gewohnt, auf die für Bergsportarten empfohlenen Leiter*innen / Teilnehmer*innenschlüssel.
  • Achtet auf erhöhte Hygiene (z. B. Händewaschen, Händedesinfektion, Flächendesinfektion, regelmäßiges Lüften der Räumlichkeiten.
  • Altersadäquate Aufklärung der Kinder/Jugendlichen über Hygiene (Husten/Niesen…).
  • Jause, Trinkflasche, Trinkbecher und andere persönliche Gegenstände dürfen nicht mit anderen geteilt werden.

Informationsbereitstellung

  • Information an Eltern, dass Kinder mit akuten Infektionen bitte zu Hause bleiben. Dies gilt ebenso, falls Geschwister oder Eltern der Kinder Symptome aufweisen.


Für die Anreise:

  • MNS (Mund-Nasen-Schutz) Pflicht (ab 6 Jahren) gemäß Verordnung gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Massenbeförderungsmitteln.
  • Gem. § 4 Abs. 3 ist bei der Beförderung von Personen in Reisebussen § 1 Abs. 3 sinngemäß anzuwenden, wonach gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen ist. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.
  • Dieselben Regelungen gelten für die Abreise, falls die Rückreise nicht in den definierten Kleingruppen passiert.


Für das Betreten und Aufhalten in geschlossenen Räumen: 

  • durch Gestaltung die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleisten. (Ausnahme: Siehe Kleingruppenregelung)
  • eventuell Zuweisung und Kennzeichnung der Sitz- und Schlafplätze. (Ausnahme: Siehe Kleingruppenregelung)
  • Hygiene sicherstellen insbesondere in Sanitäranlagen, keine geteilte Verwendung von Trinkbehältern etc.
    Desinfektion in den Räumlichkeiten – insbesondere Gegenstände, Möbel, Türklinken; dabei Wischdesinfektion statt Sprühdesinfektion anwenden.
  • regelmäßige Reinigung der verwendeten Materialien, Kontaktflächen und regelmäßiges Lüften (zumindest 1x pro Stunde, wenn möglich Querlüften).
  • Vorhandensein von Quarantänenräumen bei Infektionsverdacht. Bitte auf kind- und jugendgerechte Gestaltung achten.


Für Aktivitäten gilt: 

  • Die Aktivitäten werden so weit wie möglich im Freien organisiert.
  • Es wird die maximale Kapazität des Geländes und der Infrastruktur genutzt und, wo möglich, mit zusätzlichen Spielwiesen, Spielwald, ... erweitert.
  • Beim Verlassen des Veranstaltungsortes oder des Lagerortes befolgen die Gruppen die Maßnahmen für den Kontakt mit Externen. Die Kleingruppe bleibt zusammen.
  • Wenn sie im öffentlichen Raum (Wald, Sport-/Spielplätze, Stadtplätze, Straßen, ...) mit anderen Menschen in Kontakt kommen, halten sie den vorgeschriebenen Mindestabstand zu denen, die nicht zur Kleingruppe gehören, ein.
  • Wenn Ausflüge stattfinden, kann dies nur im Rahmen der an diesem Ort geltenden Richtlinien geschehen (z.B. Schwimmbäder, Erholungsgebiete wie Vergnügungsparks, etc.).

(aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 13-15)

Beispiele für Schutzmaßnahmen: 

  • Besucht unsere Alpenvereinshütten nur in gesundem Zustand!
  • Eigenen Mund-Nasen-Schutz mitbringen
  • Übernachtungsplatz reservieren – ohne Reservierung kein Schlafplatz
  • Nächtigung nur mit eigenem Schlafsack und Polsterbezug (leichter Daunen- oder Sommerschlafsack – kein Hüttenschlafsack)!

Wichtig: Es werden auf Hütten keine Alpenvereinsdecken ausgegeben (Hüttenschlafsäcke alleine wärmen in der Regel nicht ausreichend und können somit zuhause bleiben).

  • in Schlaflagern muss in eurer Kleingruppe (max. 20 Personen) kein Abstand gehalten werden, wenn ihr ein COVID-19-Präventionskonzept erstellt habt und dieses umsetzt.
  • sonst gilt § 7 Abs. 4 der COVID-19-Lockerungsverordnung, der bestimmt, dass die Nächtigung in einem Schlaflager oder in Gemeinschaftsschlafräumen nur zulässig ist, wenn gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens 1,5 Meter eingehalten wird oder durch geeignete Schutzmaßnahmen zur räumlichen Trennung das Infektionsrisiko minimiert werden kann.  

  • Zeltlager sind erlaubt. Im gleichen Zelt sollten nur Personen der gleichen Kleingruppe schlafen.
  • Es sollten sich nur Personen in der Kleingruppe ein Zimmer teilen oder in Stockbetten schlafen.

(aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 19)

  • In der Kleingruppe kann der Mindestabstand auch beim gemeinsamen Essen, zB am am Lagerfeuer fallen. Wie auch bei den Aktivitäten am Tag, ist jedoch auf den Mindestabstand von 1 Meter zwischen den anderen Kleingruppen zu achten.
  • Dies kann zum Beispiel durch mehrere Lagerfeuer gewährleistet werden. Bei großen Lagerfeuern muss der Mindestabstand von 1 Meter gewährleistet werden. Weiters sind natürlich auch die wichtigen Hygienemaßnahmen zu beachten. (kein Teilen von Besteck oder Trinkbehälter).

(aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 19)

  • Bitte informiert eure Gruppe, bzw. die Eltern der Kinder und Jugendlichen, über die notwendigen Voraussetzungen zur Durchführung eurer Angebote, sowie über die von euch gesetzten Schritte zur Umsetzung der Vorgaben (Angebote, Ideen und Methoden an die aktuellen Gegebenheiten anpassen).
  • Kinder dürfen an der Veranstaltung nur teilnehmen, wenn sie sich wirklich gesund fühlen! Das gilt natürlich auch für die Leiter*innen.

Verwendet gerne folgende Infoblatt_Einverständnis_Eltern_Sommercamps

  • Fertigt für jede Veranstaltung eine Teilnehmer*innenliste an, inkl. etwaiger Gruppeneinteilung - es ist wichtig, dass im Krankheitsfall Personen der Gruppe kontaktiert werden können.

Vordruck Liste_Gruppenmitglieder.doc

Vordruck Liste_Gruppenmitglieder

Sollte jemand Fieber, Husten, Durchfall, Ausschlag, … bekommen

Checkliste Verdachtsfall Feriencamp:  (aus dem Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit, S. 15-16)

  • Die Person ist sofort in einem eigenen Raum unterzubringen. 
    Zur Risikominimierung darf bis zum Eintreffen des Gesundheitspersonals niemand das Camp verlassen bzw. ist auch hier den ersten, telefonischen Anweisungen der Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt / Amtsärztin) Folge zu leisten .
  • Die Campverantwortlichen müssen sofort die Gesundheitsberatung unter 1450 anrufen, deren Vorgaben Folgeleisten sowie die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt / Amtsärztin) informieren.
  • Die Campverantwortlichen informieren unverzüglich die Eltern / Erziehungsberechtigten des / der unmittelbar Betroffenen.
  • Weitere Schritte werden von den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden verfügt. Auch Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörden. Diese verfügen auch, welche Personen zur weiteren Abklärung im Camp bleiben müssen. 
  • Dokumentation welche Personen Kontakt zur betroffenen Person haben bzw. hatten sowie Art des Kontaktes. 
  • Sollte ein Erkrankungsfall bestätigt werden, erfolgen weitere Maßnahmen entsprechend den Anweisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.

(https://www.bmbwf.gv.at/Ministerium/Informationspflicht/corona/corona_schutz.html)

Informiet im Falle einer COVID-19 Erkrankung die Alpenvereinsjugend Österreich unter jugend@alpenverein.at

Checkliste COVID Verdachtsfall

Checkliste COVID Verdachtsfall

Trotz der nicht mehr notwendigen Einhaltung des Mindestabstandes empfehlen wir in der Programmplanung Methoden und Spiele zu berücksichtigen, die nicht Nähe und Körperkontakt voraussetzen.

Hier sind ein paar Beispiele für „kontaktlose“ Spiele und Übungen:

  • Ihr könnt Übungen einbauen, die spielerisch ein Gefühl für den Mindestabstand vermitteln (z. B. mithilfe von 1 Meter langen Schwimmnudeln …)
  • Poi-Schwingen, Hulahoop oder Geschicklichkeitsübungen, die von den Kindern alleine durchgeführt werden können, eignen sich gut.
  • Jegliche Staffelläufe eignen sich wunderbar, wo immer nur eine Person läuft.
  • Die Kinder könnten in der Natur selbst Materialien (Blätter, Steine …) sammeln und begreifen. Die gefundenen Schätze können dann z. B. auf eine Decke gelegt und gemeinsam besprochen werden.
  • Barfußgehen ist eine gute Methode, damit die Kinder ihre Umgebung sinnlich „begreifen“ können.
  • Nicht geeignet sind derzeit Kuschelspiele, Ballspiele, Fangenspielen und andere Aktivitäten mit Körperkontakt.

Auf unserem Blog tagedraussen haben wir einige Spiele mit Abstand gesammelt. 

Die Naturfreundejugend hat eine Sammlung an Spielen erstellt, die auch mit Abstand durchführbar sind.

Auch auf dem Blog www.gruppenstunde.at könnt ihr mit dem Schlagwort „Abstand“ geeignete Methoden und Spiele filtern.