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Teaser-Bild auf Großer Löffler 03. bis 04.07.2021

Großer Löffler 03. bis 04.07.2021

Nach vielen bangen Blicken auf den Wetterbericht starteten wir doch zu der von Angelika und Lukas perfekt vorbereiteten Tour auf den Großen Löffler (3378 m)

Die Fahrt führte durchs Südtiroler Ahrntal nach Stallila (1472 m). Als Aufstieg zur Kegelgasslalm (2123) wählten wir den Weg über den Kreuzkofel (2420 m), das großartige Panorama vom Schwarzenstein bis zur Trippachspitze ständig vor Augen. Die Zeit auf der gemütlichen Alm nutzen wir zum Entspannen, Kartenspielen, Knoten üben und für einen Blick auf die Europacupspiele im Fernsehen.

Wegen der Länge der Tour und dem unsicheren Wetter gab es um 03:30 das Frühstück. Gegen 04:30 Uhr starteten wir bei Nebel und leichtem Nieseln in die Dunkelheit. Der Aufstieg zum Trippachkees führte über Steige, Moränengelände und Rundbuckel. Da der Schnee am Gletscher relativ fest war, kamen wir gut voran. Belohnt wurde unser früher Start mit einem Blick durch ein Wolkenfenster auf die in der Morgensonne leuchtenden Dolomiten.

Die erste Herausforderung bot die Überwindung der Randspalte, verlangte die weiche Schneebrücke doch einige Vorsicht. Auf der Scharte angekommen verbarg sich der Gipfelaufbau des Großen Löffler zwar im Nebel, der Weg dorthin war jedoch gut auszunehmen. Nach Querung der obersten Hänge am Floitenkees nahmen wir die gut 35O steile Gipfelflanke in Angriff. Dank des aufgeweichten Schnees war sie problemlos zu bewältigen.

Nach der Gipfelrast folgte der gesicherte Abstieg über den Steilhang und die Randspalte. Dann gings zurück zur Alm, wo uns die freundlichen Wirtsleute mit dem verdienten Gipfelschnaps begrüßten. Im Tal angekommen ließen wir unsere Hochtour bei einem ausgezeichneten Essen im Berggasthof Stallila ausklingen. Rasch wurden die Wolken dunkler. Kaum in den Autos begann es zu Schütten - und der Regen begleitete uns bis Innsbruck.

Zwei eindrucksvolle Tourentage lagen hinter uns, der erste mit blauem Himmel und herrlichem Bergpanorama, der zweite mit unsicherem Wetter und einem stattlichen Dreitausender. Dank der umsichtigen Führung von Geli und Lukas sowie der kompakten Leistung der Gruppe haben alle Teilnehmer*innen beide Gipfel erreicht.
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Teaser-Bild auf Zillerplattenspitze 26. bis 27.06.2021

Zillerplattenspitze 26. bis 27.06.2021

Die erste Hochtour nach der Corona-Pause führte in die Reichenspitzgruppe. Nach der Fahrt durch den ewig langen Zillergrund gings von Bärenbad mit dem Bus zum Stausee. Dort folgten die Begrüßungsrunde und die Lagebesprechung mit unseren Begleitern Colin Reyer und Daniel Brecher. Anschließend wanderten wir durch die Alpenrosenpracht hinauf zur Plauener Hütte.

Unser eigentliches Ziel war der Kuchelmooskopf (3.214 m). Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Colin, hauptverantwortlich für die Tour, hatte sich zur Präsentation seiner Boulder-Künste mangels Kletterpatschen für Hütten-Clogs entschieden – mit fatalen Folgen: Ein Ausrutscher mit unsanfter Landung setzte ihn für den nächsten Tag außer Gefecht. Da es Daniel nicht zuzumuten war, die ganze Truppe alleine über das Kuchelmooskees und weiter über den Grat zu lotsen, suchten wir ein alternatives Ziel.

Dieses fanden wir in der Zillerplattenspitze (3.147 m). Beim Aufstieg über die bockharten Altschneefelder kamen die Steigeisen doch noch zu ihren Ehren – und mit ihnen ein wenig Gletscher-Feeling. Von der Scharte kletterten wir die rund 250 Höhenmeter über den Blockgrat zum Gipfel. Ein Blick auf das grandiose Panorama der Zillertaler Berge, ein paar Fotos, eine kurze Stärkung und schon machten wir uns an den Abstieg. Der ging auf der inzwischen aufgeweichten Schneeoberfläche zügig vonstatten. Nach einem Imbiss und einem Abschiedstrunk auf der Hütte marschierten wir zurück zu den Autos.

Eine wunderschöne Hochtour lag hinter uns, die wohl die meisten - wenn auch nicht alle - ein Stück weit gefordert hat. Jedenfalls nicht unsere Konditionsmaschine Dieter, der heuer zu Rad und zu Fuß schon über 200.000 Höhenmeter in den Beinen hat. Wie gewohnt warf er zum Abschluss einen Blick auf die Trainingsuhr, um die Bewertung seiner Tagesleistung abzurufen. Und die lautete: Erholung! Während uns der Mund offen stehen blieb, entlockte ihm dieses Ergebnis lediglich ein leises Lächeln.
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