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Jahresbericht Naturschutz 2015 (Jahresbericht 2015)

Jahresbericht Naturschutz 2015

Naturschutz im Alpenverein

Am Alpeinerbach

Sachreferentin: Birgitta Schauer
Nicht alles war gut für den Umwelt-und Naturschutz im zurückliegenden Jahr. Naturschutz und Schutzgebiete geraten zunehmend unter Druck und diejenigen, die sich für einen sorgsamen Erhalt unserer für den Tourismus so wichtigen Landschaft einsetzen, werden als Verhinderer abqualifiziert. Im Weg stehende Schutzgebiete sollen entweder ganz oder teilweise aufgehoben oder der Schutzzweck verändert werden. Das Beispiel Ruhegebiet Kalkkögel steht hierfür im brutalen Widerstreit der Interessen.

Der große Unmut der Bevölkerung im Großraum Innsbruck, der sich auch mit der regen Beteiligung an unserer Unterschriftenaktion gegen die Erschließung des Ruhegebietes Kalkkögel bestätigte, veranlasste den AV Innsbruck zur Gründung der überparteilichen Plattform Rettet die Kalkkögel. Alpine Vereine, Hochgebirgsgruppen, Bürgerinitiativen und engagierte Privatpersonen schlossen sich zusammen um gegen die schitechnische Erschließung durch das Ruhegebiet Kalkkögel und die geplante Großraumerschließung im Bereich Seejöchl, Adolf Pichler Hütte und Kemater Alm gemeinsam aufzutreten. So konnten wir am 3. März 2015 der Tiroler Landesregierung 33.000 gesammelte Unterschriften gegen die Erschließungspläne des Ruhegebietes Kalkkögel überreichen.

Alls keines Dankeschön für die rege Unterstützung unserer Mitglieder bieten wir alljährlich Exkursionen in ausgewählte Schutzgebiete an.
So wurde im Mai 2015 eine Naturkundliche Exkursion zu den Gleinser Mähdern mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt, bei der den Teilnehmern von einem Biologen die vielfältige Flora und die bäuerliche Kulturlandschaft erklärt wurden.

Im Juli 2015 fand eine mehrtägige Exkursion zum Thema „Natur-Kultur-Geschichte am Karnischen Kamm“ statt. Ausgehend von Kartitsch, erkundeten wir nicht nur die botanische Vielfalt und die interessante Geologie der Region, wir folgten auch auf den Gratschneiden entlang des Friedensweges, den Spuren des 1. Weltkrieges.
Etwas gemütlicher und genussreicher war dann die Woche im Herzen des Naturparks südsteirisches Weinland, die wir im September mit 20 Teilnehmern verbrachten. Wir erkundeten die Weinberge rund um Gamlitz, bestiegen die südlichste Alm Österreichs - die Remschnigg Alm und gingen durch urwaldähnliche Buchenwälder und Klammen.

Zum Schluss ein kurzer Denkanstoß:
Wir müssen die Natur nicht als unseren Feind betrachten, den es zu beherrschen und überwinden gilt, sondern wieder lernen, mit der Natur zu kooperieren. Sie hat eine viereinhalb Milliarden lange Erfahrung. Unsere ist wesentlich kürzer. (Hans-Peter Dürr, deutscher Physiker und Ethnologe 1929-2014)

 
 
 
 

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