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Fotos Watzmann 2.713 m, Berchtesgadener Alpen

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Watzmann 2.713 m, Berchtesgadener Alpen

23. – 25.08.2019 

Am Samstag den 23. August um 8:00 macht sich unsere kleine Gruppe, bestehend aus Carola, Astrid, Georg, Mathias und Matthias auf den Weg in Richtung unserer nördlichen Nachbarn nach Ramsau bei Berchtesgaden. Am Parkplatz 'Wimbachbrücke' angekommen erwartet uns gleich die erste Herausforderung: die freien Plätze sind rar und der Parkautomat nimmt nur Kleingeld. Wir haben Glück und sind nur kurze Zeit später abmarschbereit.

Es ist ein schwüler Tag, doch der Aufstiegsweg verläuft glücklicherweise Großteils im Schatten des Waldes. Flotten Schrittes steigen wir zur Mitterkaseralm (1534m) auf. Da wir gut in der Zeit liegen und das angekündigte Unwetter noch weit genug weg zu sein scheint, legen wir eine genüssliche Rast ein. Gestärkt marschieren wir weiter. In der Entfernung ist das nahende Gewitter nun bereits zu hören und wir geben noch einmal Gas für den Schlussanstieg zum Watzmannhaus (1930m). Wir haben Glück und kommen trocken auf der Hütte an. Bei einem guten Schnitzel und viel Humor lassen wir den Tag ausklingen.

Um möglichst nicht in einen Stau zu geraten, frühstücken wir pünktlich um 6:00 und sind eine halbe Stunde später bereit zum Abmarsch. Zuerst gilt es, etwa 700 Höhenmeter bis zum Hocheck (2651m), dem ersten Gipfel der heutigen Überschreitung zu bewältigen. Der Weg ist abwechslungsreich und erfordert Trittsicherheit und Konzentration. Nach eineinhalb Stunden ist der erste Gipfel erreicht - Zeit zum Anseilen. Mathias bildet mit Astrid und Carola eine Seilschaft, Matthias und ich verzichten darauf uns zusammenzuhängen. In einem ständigen Auf und Ab arbeiten wir uns weiter über den Mittelgipfel zum Südgipfel. Am Grat wird es nie langweilig: seilversicherte Passagen wechseln sich mit luftigen Abschnitten direkt am Grat und Rampen entlang der Flanken des Watzmann ab. 

Die anderen Bergsteiger haben sich gut am Grat verteilt, wir kommen schnell voran und müssen nie anstehen. Leider ist es etwas nebelig und die schönen Tiefblicke in die Watzmann-Ostwand und zum Königssee bleiben uns weitgehend verwehrt.

Am Südgipfel rasten wir ausgiebig, bevor wir uns an den sehr langen Abstieg wagen. Die ersten Meter bewältigen wir in leichter Kletterei, bevor das Gelände leichter, aber dafür rutschiger und heikler wird. Ein Stück können wir entlang eines Schotterfeldes abfahren und nach einer kurzen Verschnaufpause steigen wir vorsichtig durch vom Wasser ausgewaschene, erdige und mit Ketten versicherte Rinnen zum Talboden ab.

Wir sind froh aus dem Griff des Watzmann entkommen zu sein und freuen uns schon auf ein Mittagessen bei der Wimbachgrieshütte (1327m). Als es zu regnen beginnt setzen wir unseren Weg durch das Wimbachgries fort. Fast 9 Kilometer entlang des vermurten Tals trennen uns vom Parkplatz, den wir 2 Stunden später ordentlich eingeregnet erreichen. Es war eine schöne und vor allem abwechslungsreiche Überschreitung eines der bekanntesten Gebirgsstöcke Deutschlands. 

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