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Im Reich der Kuhfladen (Im Reich der Kuhfladen)

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Im Reich der Kuhfladen

Nationalpark Kalkalpen

Vom 17. bis zum 22.August waren wir zu fünft wandern im Traunviertel, Stützpunkt Molln. Dort steht das Nationalparkhaus, der Ort liegt aber außerhalb des Nationalparks.

Dominierend im Nationalpark Kalkalpen sind das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge.

Gleich nach unserer Ankunft machten wir die erste Wanderung. Wir schmissen nur das Gepäck ins Zimmer und starteten nach Furth bei Leonstein. Dort gingen wir den Rennerberger Wasserfallweg, sehr schön den Bach entlang bis zum Wasserfall. Die Klamm war leider nicht begehbar. Über Hambaum kamen wir mit etwas Navi-Hilfe im Gewirr unzähliger Güterwege wieder nach Furth.

Ein Schaukasten erinnert dort an die früher in der Gegend weit verbreiteten kleinen Hammerwerke, die Werkzeug und Geräte aus Eisen herstellten. Molln war etwa bekannt für seine Maultrommeln. Vielleicht hat auch das Sengsengebirge daher seinen Namen.

Am Abend begann es zu regnen und hörte auch nicht mehr auf.

Drei von uns entschlossen sich am nächsten Tag trotzdem zum Wandern. Es wurde ein unvergessliches Erlebnis in strömendem Regen. Wir gingen von Steyrbrücke aus den Flötzersteig, einen Begleitweg der Steyr, der früher zum Flößen benutzt wurde oder für Pferde, die Schiffe die Steyr hinauf zogen.

An diesem Tag hatte der Fluss Hochwasser und war unglaublich beeindruckend. Kurz vor Hinterstoder rauschte dann ein Wasserfall über den Weg. Wir mussten umkehren und die Straße entlang gehen. Bei der Ortstafel von Hinterstoder hörte der Regen auf und es wurde sonnig. Der Wasserfall, erfuhren wir, heißt Schönwetterfall und fließt nur einige male im Jahr, wenn es sehr viel regnet.

Am Abend sahen wir uns noch den Schiederweiher an, der einmal bei „9 Plätze, 9 Schätze“ zum schönsten Platz Österreichs gewählt wurde.

Am Mittwoch machten wir abseits der markierten Wege eine Tour auf den Schwarzkogel vom Hengstpass aus. Es waren nur 500 hm, aber sehr rutschig und am Ende steil. Dafür ist die Aussicht von diesem Berg grandios.

Essen waren wir in der Karlhütte, mit einem sehr lustigen Kellner.

Dialog zwischen Kellner (K) und Gast (G):

K: „Und zum Trinken?“

G: „Ein Glas Milch.“

K: „Wos, a Müch wüllst? Fallt da nix bessers ein?“

G: „Ist die frisch?“

K: „Na klar, ausn Kühlschronk.“

G: „Net frisch von der Kuh?“

K: „Jo wos glaubst denn, mia hom doch kane Kiah do!“

G: „Na dann einen Most gespritzt.“

K befriedigt: „Na siagst, des is wos gscheits.“

Am Abend gingen wir noch zu zweit den Flötzersteig in Molln, entlang der krummen Steyrling bis zur Mündung in die Steyr.

Am Donnerstag machten wir unsere Königsetappe, den Stoderer Dolomitensteig. Die Route ist wunderschön mit großartigen Ausblicken zum Großen Priel mit umliegenden Bergen. Manche Stellen sind seilversichert, ansonsten ist der Steig angenehm und leicht zu begehen.

Beim Abstieg gingen wir noch zum Steyrursprung, wo die Steyr als ganzer Fluss aus den Felsen kommt.

Start und Ziel war die Baumschlagerreith bei Hinterstoder.

Am Freitag waren wir bei Windischgarsten unterwegs, auf dem Salamanderweg. Der führt vom Mayrwinkel auf den Wurbauerkogel. Beim Abstieg trafen wir viele frohe Freizeitjäger, die mit Pfeil und Bogen bewaffnet arme Styroporviecher erlegten.

Am Abend schauten wir noch zur „Rinnenden Mauer“ bei der Steyr auf eine kühle Dusche.

Den Samstag Vormittag nutzten wir noch für den „Almenweg“ am Hengstpass. Bei einer Kapelle trafen wir auf eine Schar Kinder, die im Bach herumplanschten, samt Eltern. Es waren Erstkommunionkinder aus Altenmarkt bei St. Gallen, die sich dort wundertätiges heilendes Wasser aus der Quelle in der Kirche holten.

Nach dem Mittagessen bei unserem lustigen Kellner fuhren wir noch nach Weyer auf ein Eis.

Fazit der Wanderwoche: Wunderbare Touren, ein immer freundlicher und geduldiger Franz als Wanderführer, schöne Bergerlebnisse.

Nur von den tollen Sachen, die im Wanderführer versprochen wurden, gab es nicht viel zu sehen. Einmal sollten es Schmetterlinge sein, dann Eiben, Riesenbuchen, Salamander oder Orchideen.

In Wirklichkeit, stellte ich fest, ist die ganze Gegend ein Traumbiotop für Kuhfladen.

Eleonore Schmid

 
 
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