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Hoch über dem Vipavatal (Karstfahrt am 25. Juni 2022)

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Hoch über dem Vipavatal

Bidl

„Karstfahrt – Hoch über dem Vipavatal“ (Slo). Mit dieser Einladung wurde für das landschaftlich wunderschöne Gebiet am Rand des Trnovski gozd, östlich von Görz, geworben. Und gerne wurde das Angebot von etlichen Gailtalern und Villachern angenommen. Natürlich war auch wieder unser Lois dabei, der uns mit seinem geschichtlichen und kulturellen Wissen verwöhnte.

Aus der kalkulierten Fahrtzeit bis zum Ausgangspunkt von ca. 3 Stunden wurde nichts. Die slowenische Finanzpolizei kontrollierte den Reisebus ausgiebig und dadurch kam es zu einer beträchtlichen Zeitverzögerung. Doch das hatte auch sein Gutes. Genau über „unserem“ Wandergebiet hing eine dunkle Wolke, und beim Abmarsch von Majerja hatte es sich ausgeregnet.

Voller Motivation ging`s bei Sonnenschein auf den lieblichen Gipfel Sinji vrh (1002 m). Nur ca. 200 Hm waren zu bewältigen und wir wurden mit einer beeindrucken Aussicht, sowie der Schönheit dieser Landschaft belohnt. Dass der Karst abweisend, öde und karg ist, war früher einmal die gängige Meinung. Dass dem nicht so ist, erlebten wir heute. Er ist so üppig wie einladend und voller Vielfalt von mediterranen Gewächsen und Gewürzen, Weiden und Gemüsefeldern.

Anschließend wanderte die bunte Schar der Alpinisten hinunter zur Abbruchkante, begleitet von zahlreichen Schmetterlingen. Und hier hatten wir immer wieder unbeschreibliche Tiefblicke ins fruchtbare Vipavatal. Wohl ein Höhepunkt dieser Tour ist das Felsenfenster Otlisko okno, ein faszinierendes Naturphänomen.

Nach ca. 3 Stunden beeindruckender Wanderung erreichten wir unser Ziel: Otlica, wo uns unser Reisebus erwartete. „So, jetzt geht es wieder hinunter ins Vipavatal bis Ajdovscina und dann weiter bis Brje zu einem Weinbauern, wo wir verköstigt werden!“ Diese Ankündigung fand ungeteilte Zustimmung.

Unterwegs, nicht weit von Ajdovscina, liegt malerisch auf einem kleinen Hügel ein Kloster. Alois wollte, dass wir es noch kurz besuchen, aber zeitmäßg ging es sich einfach nicht mehr aus.

Beim Weinbauern. „Heli, wer heiratet denn?“, fragte man mich. Die „Hochzeitstafel“ war tatsächlich für uns. Als Begrüßungstrunk gab es hauseigene Liköre. Anschließend betraten wir den dunklen Weinkeller, wo Kerzen ein stimmungsvolles Bild zauberten. Angerichtet waren Platten mit Karstschinken und anderen Spezialitäten. Dazu wurden die verschiedenen Weine verkostet.

Schon fast satt kehrten wir Bergsteiger zurück zur „Hochzeitstafel“ und genossen dann ausgiebig die vorzügliche regionale Küche. Herzlichen Dank der Familie in Kodrovi/Brje!

Ein Danke auch dem Busfahrer Daniel, der souverän den Bus durchs Örtchen Kodrovi lenkte, 5 cm Abstand an so mancher Hauskante, und der uns wieder sicher nach Hause brachte.

Bericht: Helfried Gangl
Bilder: Irmi Bachmann, Ewald Makouz

 
 
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