Logo Sektion Hermagor

Blaustein am 25. Jänner 2020 (Skitour auf dem Blaustein am 25. Jänner 2020)

aktiv
Mitglied werden
zur Anmeldung

Blaustein am 25. Jänner 2020

Bild

Schon lange habe ich mir nicht mehr so schwergetan, einen passenden Gipfel für die Schitour auszuwählen. Geplant war ja eigentlich der Stoder nahe Trebesing. Aber dort hätten wir die Schi ca. 300 Hm tragen müssen.

Macht ja nix, dachte ich mir, gibt ja noch genug andere Gipfel. Dann gehen wir halt auf den Scharnik in der Kreuzeckgruppe. Info bei der Polizei: „dort können Sie nicht hinfahren, die Straße ist total vereist“. Und über die Ortschaft Weneberg? „Geht auch nicht weil dort Schlägerungsarbeiten sind“. Dann wäre ja auch die Ödkarscharte in den Lienzer Dolomiten eine vorzügliche Alternative? Rückruf bei der Dolomitenhütte. Die Auffahrt ist nur bis zum Kreithof möglich. Von dort Shuttle-Bus zu je € 5,--/Person. Bei 13 Personen dauert das über eine Stunde. Also suchte ich weiter.

 Aber man hat ja seine Beziehungen. Wie schaut es im Angerbachtal aus, meine Frage an Irmgard Hörmann? Mit ein paar Freunden waren wir vor ca. einem Monat am Polinik und das ging ganz gut vom Plöckenhaus weg. Sie war vor wenigen Tagen in der Gegend und es hat wunderbar gepasst. Also stand das Ziel endlich fest und es ging somit mit 13 Teilnehmern los Richtung Plöckenpass. War das Wetter in den vergangenen vier Wochen nahezu perfekt, war an diesem Samstag gar nichts perfekt. Eine tiefe Wolkendecke, dazu leichter Schneefall und leichter Wind. Aber das hielt uns nicht ab, loszumarschieren. Nach der obligaten LVS-Kontrolle samt Erklärung der Standardmaßnahmen 1 und 2 lt. „Stop or Go“ ging es hinein in das tiefwinterliche Angerbachtal. Auf Höhe des Grünsees dann leicht rechts den Forstweg bergan. Bei einer kleinen Kapelle nahe des Soldatenfriedhofs ging es dann nahezu eben einem Wanderweg entlang, bis wir wieder einen Forstweg erreichten. Dieser führte uns bis unter den Piz Timau, dessen Westflanke uns mit steilen Kletterfelsen grüßte. Das Wetter hatte sich in der Zwischenzeit zwar langsam aber doch deutlich gebessert. Befürchteten wir, am Gipfelhang im Nebel zu sein, klarte es immer mehr auf. Die Gipfelflanke bezwangen wir im momentan obligatorischen „Pickelschnee“. Dann standen alle 13 Teilnehmer auf dem wunderschönen Gipfel und konnten sogar etwas Fernsicht genießen, obwohl der Wind den Aufenthalt nicht gerade angenehm machte. Vorsichtig abfahrend ging es wieder Richtung Forststraße hinunter. Der harte Schnee war aufgrund der schlechten Bodensicht mit äußerster Achtsamkeit zu befahren. Dann noch mal die Felle montiert und ca. 100 hm hinauf auf den Freikofel. Dort ein zweites „Bergheil“ mit einer weiteren kurzen Pause. Die Abfahrt über die Nordseite zurück zur Forststraße verlangte noch mal volle Konzentration. Schließlich wedelten wir auf der Forststraße locker hinunter bis vor das Auto. Die obligatorische Nachbesprechung samt einer kleinen Labung gab es anschließend noch in einem Lokal in Kötschach-Mauthen. Alle Teilnehmer waren voll des Lobes über diese gelungene Tour und auch ich als Tourenführer konnte der Gruppe aufgrund der Kondition und des Fahrkönnens mein Kompliment aussprechen.

Bericht: Reinhold Ressi
Bilder: Reinhold Ressi, Hans Kröpfl, Sigird Schlosser

 
 
<
>
 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung