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Fotos Bilder & Videos von Klaus´ Weg zum Sieg beim Glockner Ultratrail

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Bilder & Videos von Klaus´ Weg zum Sieg beim Glockner Ultratrail

25.07.2015

7000 hm - 110 km - hier ein Bericht von Klaus 


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Liebe Freunde!

Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!

Mit dem Sieg bei der Premiere des Großglockner Ultra Trails am vergangenen Wochenende konnte ich ein großes Ziel von mir erreichen – ja ein kleiner Traum ist mit diesem Sieg in Erfüllung gegangen!

 Ich kann euch gar nicht sagen, wie hart dieser Wettkampf war, viel viel härter als erwartet – die Strecke war der Hammer und ich denke genau das hat schlussendlich zum Erfolg geführt!

 Nachfolgend für alle Interessierten ein Rennbericht:

Mein Plan mit einem zurückhaltenden Start ist voll aufgegangen, obwohl ich speziell in der Anfangsphase mit mentalen Problemen und Zweifel zu kämpfen hatte.  Ich spielte sogar bereits nach 2,5h in Ferleiten am 15.Platz liegend mit dem Gedanken, das Rennen beim Glocknerhaus aufzugeben, da wusste ich noch gar nicht, wie verdammt schwer es noch werden wird.. So negative Gedanken war ich überhaupt nicht gewohnt von mir  und dachte: Alter reiß dich zusammen, du bist hergekommen um ein gutes Rennen zu laufen, die Betreuer stehen bereit also reiß dich jetzt zusammen und kämpfe!

Und dann ist die Maschine gelaufen, je schwerer die Passagen desto besser fühlte ich mich, die Nacht brach herein und ich konnte Platz um Platz aufholen:

Beim Aufstieg auf die Pfandlscharte (2700m Seehöhe bei km 32) über losen Schotter und Schnee konnte ich gemeinsam mit dem Deutschen Andreas Dippacher bereits ein super Tempo laufen, dann hinunter zum Glocknerhaus (km 37), weiter über den Wiener Höhenweg zur Salm- und Glorerhütte (km 47), dann ein sehr schwieriger 1,5stündiger Downhill nach Kals.

In Kals angekommen waren die Karten neu gemischt, ich lag schon auf Platz 3,  unmittelbar vor mir der sehr erfahrene und immer starke Matthias Dippacher, ca. 17min vor mir der Führende Markus Amon. 60km und 3500Hm  lagen nun hinter mir,  noch 50km und 3500Hm vor mir und ich dachte das erste Mal an eine Top 3 Platzierung erreichen zu können.

Bereits an der Labestation bei km 60  in Kals in Osttirol konnte ich mich durch eine sehr schnelle Verpflegung (in 3 min Camelbag mit Headstart aufgefüllt, Ensure ausgefasst, 1 Dose alkoholfreies Bier, 1 Tomate) auf Platz 2 setzen.

Auf den bis zur Rudolfshütte verbleibenden 20km und 800Hm konnte ich richtig Dampf machen, die ersten 10km waren zur Abwechslung einmal nicht so schwer und in einer Stunde erledigt, dann wurde das Gelände schön langsam wieder alpiner und ich fühlte mich noch immer saustark, auch das Tageslicht kehrte erfreulicherweise nach einer durchgelaufenen Nacht zurück.

Bei der Rudolfshütte (km 80) hatte ich auf Markus Amon 15min aufgeholt, wir trafen in der Labestation das erste Mal aufeinander und wussten wahrscheinlich beide nicht so recht, wie wir uns verhalten sollten. Ich begrüßte Markus mit „Daumen Hoch“, seine Antwort war die selbe. Wir liefen gemeinsam los und trotz aller Symphatie versuchte ich gleich mich etwas abzusetzen, was mir auch gelang, allerdings waren wir nach rund einer Stunde auch schon wieder vereint und so kämpften wir noch einige Zeit weiter.

Irgendwann aber jedenfalls noch deutlich vor der Schmiedinger Scharte beschlossen wir wenn möglich das Ziel gemeinsam zu erreichen. Markus war der Überzeugung ich sei der Stärkere, dem konnte ich nicht vollinhaltlich zustimmen und war froh mit meinem Leidensgenossen gemeinsam laufen zu können. Für eine weitere Attacke hätte ich vielleicht noch irgendwie ein Brösel Kraft mobilisieren können, doch gefiel mir der Gedanke das Ziel gemeinsam mit Markus zu erreichen einfach besser, als definitiv das Letzte herauszuholen und dabei vielleicht auch noch eine Verletzung zu riskieren.

Beim Alpincenter am Kitzsteinhorn bei km 100 und sämtlichen 7000Hm, nach ca.15,5 Stunden Laufzeit, lagen nun noch 10km und 1500Hm bergab vor uns und wir kämpften uns möglichst zügig runter, was blieb auch anderes übrig! Auf den letzten 5,5 flachen Kilometer ins Ziel konnten wir noch einmal so richtig unseren geschundenen Körper spüren, doch wir konnten das Ziel förmlich riechen und zogen auch dieses Ding gemeinsam durch!

Der Zieleinlauf war einer der emotionalsten Momente, die ich je erleben durfte und es war umso schöner, diesen Moment gemeinsam mit Markus Amon, einem Wahnsinnskerl, zu erleben. Unbeschreiblich, welche Gedanken dir in so einem Moment durch den Kopf gehen – ich war und bin überwältigt!

 

Danke Markus Amon, du bist ein Wahnsinnstyp!!

Danke an das beste Betreuerteam (Bruder Dieter, Tom, Hannes, Luis, Erwin und Peter)!!

Danke Miriam, du stehst immer hinter mir, ich bin sehr dankbar dafür!!

Danke an alle für die Glückwünsche vor dem Wettkampf, die Gratulationen danach und die Gedanken während des Wettkampfs!!

Danke an meine treuen Sponsoren: Hauser Kaibling, Dynafit, Headstart, BootDoc, Dorfhotel Kirchenwirt Haus und Uniqa!

 
 
 

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