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Verschiebung der HV

Absage/Verschiebung von Jahreshauptversammlungen

Viele Sektionen mussten wegen des aktuell verordneten Versammlungsverbotes ihre Jahreshauptversammlung (HV) absagen bzw. diese auf unbestimmte Zeit verschieben. Grundsätzlich gibt die Mustersatzung für die Sektionen vor, dass die HV jedes Jahr durchzuführen ist. Der Zeitpunkt bleibt aber offen.

Eine Verschiebung der HV auf einen späteren Zeitpunkt stellt daher satzungsmäßig kein Problem dar zumal die Gründe dafür mehr als nachvollziehbar sind.
Es kann sein, dass Neuwahlen ausgeschrieben sind und Teile des Vorstands zurücktreten oder für eine neue Funktionsperiode gewählt werden müssen. Sollte dies der Fall sein, empfehlen wir folgende Vorgangsweisen:

  • jene Vorstandsmitglieder, die schon gewählt wurden und für eine neue Funktionsperiode kandidieren, bleiben im Amt, bis die HV durchgeführt werden kann;
  • jene Vorstandsmitglieder, die zurücktreten wollten und für die schon ein Ersatz gefunden wurde, können zurücktreten und der/die Ersatzkandidat*in wird in den Vorstand kooptiert und bei der nächsten HV bestätigt;


Manche Sektionen wählen aber auch den gesamten Vorstand bei derselben HV.
--> Steht der gesamte Vorstand zur Wahl an, bleibt dieser im Amt, bis die HV durchgeführt werden kann.
Für alle diese Fälle soll die jeweils gewählte Vorgangsweise durch einen Vorstandsbeschluss bestätigt und im Protokoll festgehalten werden.

Auch die Entlastung durch die HV auf Antrag der Rechnungsprüfer wird verschoben, bis die HV durchgeführt werden kann. Durch die Rechnungsprüfer wird das Handeln der Vereinsorgane geprüft und in Folge der Antrag an die HV gestellt diese zu entlasten. Diese Prüfung ist grundsätzlich unabhängig davon, ob zuständige Personen im Vorstand gewechselt haben, da die Prüfung auf die jeweils verantwortliche Person in der jeweiligen Funktionsperiode abstellt.


Zwischenzeitlich hat das Parlament eine Änderung des Gesellschaftsrechtlichen COVID-19-Gesetzes beschlossen und zwar dahingehend, dass abweichend von § 5 Abs. 2 erster Satz VerG eine Versammlung, an der mehr als 50 Personen teilnahmeberechtigt sind, bis zum Jahresende 2021 verschoben werden kann. Da alle Alpenvereinssektionen mehr als 50 teilnahmeberechtigten Mitglieder haben, ist damit ein Verschieben der Hauptversammlung auch ins nächste Jahr möglich. Sollte dies der Fall sein, dann muss bei dieser Hauptversammlung der Bericht über 2 Vereinsjahre erfolgen ebenso wie die Entlastung der beiden Rechnungsabschlüsse. Agenden, die sonst üblicherweise auf der Tagesordnung der Hauptversammlung stehen wie beispielsweise größere Hütteninvestitionen, die nicht aufschiebbar sind, werden vom Vorstand beschlossen und von der kommenden Hauptversammlung nachträglich genehmigt.

Vom Gesetzgeber wurde inzwischen mit der COVID-19-Lockerungsverordnung vom 18-05-2020 klargestellt, dass Zusammenkünfte von Organen juristischer Personen von den Vorschriften für Veranstaltungen (maximal 10 Personen, 1 m Abstand, Mund-Nasenschutz, 10 m² Fläche pro Person gemäß Stand 26-05-2020) ausgenommen sind.


Organe sind bei den Sektionen der Vorstand, die Hauptversammlung, die Rechnungsprüfer und das Schiedsgericht.

Österreichischer Alpenverein | Olympiastraße 37, 6020 Innsbruck | T +43/512/59547 | E-Mail