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Ehrenamtsmanagement

Nachdem im Alpenverein der Begriff der Ehrenamtlichen vorherrschend ist, wird auch in diesem Sinne von einem Ehrenamtsmanagement gesprochen und nicht von einem Freiwilligenmanagement.

Die Tatsache der sich verändernden Gesellschaft, der Professionalisierung von Organisationen macht auch vor dem Alpenverein nicht halt, wie zum Beispiel

  • geänderte Einstellung zum Ehrenamt bzw. zur Freiwilligenarbeit
  • Menschen wollen sich nicht mehr so leicht längerfristig für ein Ehrenamt binden (Amtsperiode)
  • ehrenamtliche Tätigkeit steht in Konkurrenz zu anderen Freizeitaktivitäten
  • ehrenamtliche Tätigkeit beschränkt sich auf einen bestimmten Lebensabschnitt eines Menschen


Gewinnen von Ehrenamtlichen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Ehrenamtliche auf mögliche Aufgaben (Engagements) im Alpenverein aufmerksam zu machen. Die Auflistung basiert auf einer Liste von Reifenhäuser (Hrsg.), Praxishandbuch Freiwilligenmanagement, 2013. Sie ist an die Bedürfnisse des Alpenvereins angepasst.


  • Direkte Ansprache
    Aus Erfahrung wissen wir, dass auch im Alpenverein die persönliche Ansprache von Interessierten nach wie vor die wichtigste Art ist, Ehrenamtliche für die Arbeit im Alpenverein zu gewinnen, sei es bei einer Sektionstour oder auch einer anderen Veranstaltung oder beim gemütlichen Beisammensein. Über Ehrenamt im Alpenverein lässt sich sehr gut plaudern.
  • Öffentliche Medien
    Zeitungsartikel, Fernsehberichte und Kampagnen helfen, um in der Öffentlichkeit auf den Alpenverein als ehrenamtlich geführte Organisation aufmerksam zu machen. Daraus könnte sich zusätzlich ein ehrenamtliches Engagement für den Einzelnen ergeben.
  • Internet und Drucksachen
    Über das neue Vereinshandbuch gibt es im Internet ausführliche Informationen zum Ehrenamt im Alpenverein. Drucksachen zum Ehrenamt entstehen im Laufe des Jahres 2015 und stehen allen Sektionen zur Verteilung und Weitergabe gegen einen geringen Druckkostenbeitrag zur Verfügung.
  • Öffentliche Präsenz auf Freiwilligenmessen
    Der Alpenverein als Freiwilligenorganisation war bereits im Jahr 2014 auf der Freiwilligenmesse in Wien präsent. Diese Präsenz hat vor allem die Aufgabe, den Alpenverein als Freiwilligenorganisation der Bevölkerung bekannt zu machen.
  • Aufruf in Mitgliederzeitschrift
    Nahezu alle Sektionen informieren über ihre Aktivitäten in einer Mitgliederzeitschrift oder haben einen Schaukasten in ihrer Gemeinde. Mögliche Aufrufe zur ehrenamtlichen Arbeit können auch in diesen Zeitschriften erfolgen. Die Zeitschriften sind grundsätzlich für Mitglieder bestimmt; sie liegt häufig auch in Gemeindeämtern, bei ÄrztInnen, Banken oder sonstigen öffentlichen Stellen auf.
  • Schnuppern und/oder Probezeit
    Neue Ehrenamtliche möchten vielleicht zunächst schauen, ob sie der neuen Aufgabe gewachsen sind und so kann es Sinn machen, ein Schnuppern oder eine Probezeit zu vereinbaren.

Halten, Motivieren und Anerkennen von Ehrenamtlichen

Ehrenamt und Anerkennung sind untrennbar miteinander verbunden. Ehrenamtliche sind grundsätzlich von sich aus motiviert, aber alle Tage sind auch im Ehrenamt nicht glückliche oder erfüllte Tage und so hilft es, die Motivation von Ehrenamtlichen  über verschiedene Möglichkeiten der Anerkennung und Wertschätzung hochzuhalten. Hier eine Auswahl der Möglichkeiten der Anerkennung.


  • Anerkennung durch persönliche Wertschätzung
    Ein einfaches Dankeschön, Lob, Blumen, ein persönliches Geschenk, eine Geburtstagskarte, Zeit für Gespräche, Anliegen und Wünsche ernst nehmen, Ehrenamtliche als Person durch ihren zeitlichen Einsatz wertschätzen.
  • Anerkennung durch Ehrungen in der Sektion, im Landesverband
    Ehrenurkunde, Ehrenabzeichen, Ehrenmitgliedschaft;  JugendleiterInnen-Ehrenzeichen
  • Anerkennung durch Aus- und Weiterbildung
    Ehrenamtliche können am umfassenden Ausbildungsprogramm der Akademie teilnehmen oder sektionsinterne Ausbildungsprogramme besuchen.
  • Anerkennung durch Selbstbestimmung und Beteiligung
    Rückmeldungen der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ernst nehmen. Kommunikation transparent gestalten, Überantwortung von Teilbudgets, Projektleitung übergeben.
  • Anerkennung durch Presse und Öffentlichkeitsarbeit
    Portrait von Ehrenamtlichen, Artikel über die Arbeit von Ehrenamtlichen.
  • Nachweis für ehrenamtliche Arbeit, Ehrenzeichen
    Ehrenamtszertifikat, Ehrenamtsnachweis für persönlichen Lebenslauf
  • Funktionsbeschreibung
    Eine Funktionsbeschreibung gibt genaue Auskunft über Art und Umfang der Tätigkeit bzw. notwendigen Zeiteinsatz
  • Versicherung für Ehrenamtliche/Freiwillige
    Ausführliche Informationen zur Versicherung während der ehrenamtlichen Tätigkeit finden sich in diesem Handbuch im Kapitel Versicherung.
  • Spesenersatz für ehrenamtliche Tätigkeit
    Entschädigung der mit der ehrenamtlichen Tätigkeit verbundenen Kosten. Auch dazu gibt es ein ausführliches Kapitel in diesem Handbuch

Verabschieden von Ehrenamtlichen

Auch die Zeit eines ehrenamtlichen Engagements geht einmal zu Ende, sei es durch eine auslaufende Funktionsperiode oder aber, wenn Ehrenamtliche aus verschiedenen anderen Gründen aus einer Funktion ausscheiden.


Ehrenamtlichen ein würdiges Ausscheiden aus ihrer Funktionsperiode oder ihrer Tätigkeit zu ermöglichen ist eine wichtige Aufgabe im Ehrenamtsmanagement. Möglichkeiten der Anerkennung von Ehrenamtlichen können auch für das Verabschieden verwendet werden, z.B. durch Ausstellung einer Urkunde, mit welcher Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit ausgesprochen wird.

Coaching für FunktionärInnen

Dazu gibt es im Alpenverein das Coaching-Angebot, mit Hilfe dessen eine maßgeschneiderte Lösung für eine sektionsinterne Aufgabe erarbeitet werden kann. Bearbeitet werden können Themen aller Art bzw. kann Unterstützung geboten werden z.B. bei der Suche nach ehrenamtlichen FunktionärInnen, der Aufgabenverteilung unter FunktionärInnen, der Übergabe von Funktionen bzw. Aufgaben von ausscheidenden FunktionärInnen, um Wissensverlust zu vermeiden, den Aufbau der Öffentlichkeitsarbeit, etc.


Ablaufplan und Kosten


Phase 1

  • Kontaktaufnahme mit dem Alpenvereinsjugend-Bundesbüro in Innsbruck, Klärung der Rahmenbedingungen
  • Coach übernimmt die Planung des Erstgesrpächs und der Workshops
  • Persönliche Auftragsklärung mit dem Leitungsteam vor Ort: Zielsetzung, Zeitplan

Phase 2

  • Eigentliche Arbeitsphase
  • Workshops mit allen relevanten Teammitgliedern
  • Workshops 1-2 (Standard), bei Bedarf auch mehr

Phase 3

  • Der Coach wertet ca. einen Monat nach dem letzten Workshop das Coaching mit der Sektion aus.
  • Ein halbes Jahr nach dem letzten Workshop schickt das Alpenvereinsjugend-Bundesbüro einen kurzen Fragebogen zum mittelfristigen Erfolg des Coaching.


Der Erstkontakt bzw. die Auftragsklärung sind kostenlos. Das Basispaket kostet EUR 100,00 (inkl. aller Fahrtkosten und sonstigen Spesen) und umfasst zwei Workshops und eine Evaluation. Jeder weitere Workshop kostet EUR 50,00. 

Österreichischer Alpenverein | Olympiastraße 37, 6020 Innsbruck | T +43/512/59547 | E-Mail