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Olperer Nord/Südgrat (Olperer Nord/ Südgrat)

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Olperer Nord/Südgrat

FSchafberg

Foto: M. Steinberger

Bergtourenwochenende 13.-15.08.2021

Tourenführer: Matthias Steinberger

Nach einigen kurzfristigen Absagen starteten wir zu Elft im hinteren Zillertal vom Schlegeisspeicher aus den 1 1/2-stündigen Hüttenzustieg zur Olpererhütte auf 2.388m. Bis dorthin war ziemlich viel los, weil scheinbar die fotogene Brücke hinter der Hütte viele Instagrammer anlockt. Bei der Anfahrt hatte es noch teilweise geregnet, aber danach wurde das Wetter immer besser und im Abendrot der untergehenden Sonne genossen wir den Ausblick auf den im Tal liegenden Stausee und die umliegenden 3-Tausender des Zillertals (Möseler, Hochfeiler, usw.). Ob unserer Gruppengröße bekamen wir die Nachbarhütte/Winterraum als Schlafplatz zugewiesen und diese Winterraum-Hütte war einerseits sehr schön und andererseits perfekt mit eigenem Aufenthaltsraum zur Verlängerung der Sperrspunde.

Das Frühstück auf der Olpererhütte konnten wir uns frei einteilen und so ging es bereits zeitig in der Früh los. Bereits nach kurzer Zeit blinzelte die Sonne auf der Südseite hervor und wärmte uns mit ihren Strahlen. Zügig stiegen wir den Weg nach oben und erreichten alsbald den Anfang des blockigen Rippengrates. In leichter Kletterei (ohne Seil) suchten wir uns den besten Durchschlupf im weglosen Gelände. Vom Schneegupfgrat war leider nicht mehr viel über und wir gelangten auf der linken Seite des Schneefeldes in den Felsen (ohne Steigeisen) bis zum letzten Aufschwung. Der Südgrat startete zuerst mit einem knackigen Klettersteig und führte dann über ausgesetzte Plattenstellen (ab hier dann mit Seilsicherung) mit luftigen Tiefblicken auf den Gipfel des Olperers, 3.476m. Ein sehr schöner sonniger Anstieg (kurzes Leiberl), die schwierigsten Stellen waren IIer.

Vom Gipfel aus hat man einen tollen Rundumblick und auch Tiefblick auf den Hintertuxer Gletscher. Die Skifahrer im matschgrauen Schnee kamen uns doch etwas komisch vor, mitten im Sommer.

Nach kurzer Rast und Jause ging es an den nordseitigen Abstieg. Mit dem aufkommenden Wind und im Schatten des Olperer brauchten wir gleich einmal unsere Jacken, Hauben und Handschuhe.

Der Abstieg über den Nordgrat führt immer scharf am Grat entlang und ist mit einigen Stiften und Eisenbügeln abgesichert. Diese nutzten wir zum Abseilen, was insbesondere bei der 3+ Stelle jedenfalls sinnvoll war. Allerdings dauerte der Abstieg für die knapp 150hm doch recht lange (fast 2h). Da neben den Südgrataspiranten (wie wir) auch einige aus dem Skigebiet den Olperer mit dem Nordgrat im Auf- und Abstieg begingen und so ergab sich zwangsläufig ein wenig Stau. Den wir aber bei der schönen Aussicht und der super Gratüberschreitung verschmerzen konnten.

Nach dem Grat hieß es Anseilen und über eine Schneebrücke über die Randkluft auf den schneebedeckten Gletscher relativ steil in die Windlahnerscharte abzusteigen. Hier trennten sich die Wege hinüber ins Skigebiet mit regem Treiben und nach links in Richtung Olpererferner und dem eher einsamen Abstieg in Richtung der Geraer-Hütte. Wir folgten dem Gletscher/Moräne bis zu seinem Ende auf einer Höhe von knapp 2.800m Höhe.

Bei einem der tieftürkisen Gletscherseen sprangen wir zur Abkühlung ins Wasser – Brrrrr!

Danach orientierten wir uns im weglosen Gelände an Steinmännern bis wir endlich wieder rot weiße Markierungen im Bereich Querweg Steinernes Lamm gefunden haben. Die letzten Meter zur Hütte wurden noch einmal lange und heiß - wegen der Sonne. Nach fast 9h Gesamtzeit hatten wir uns das kühle Bier auf der Geraer-Hütte 2.326m wahrlich verdient. Die Hüttenleute waren sehr freundlich und wir genossen einen wahren Festschmaus mit Lasagne als Vorspeise, leckerem Hirschragout und als „Drüberstreuer“ noch selbstgemachtem Tiramisu – einfach spitze!

Auch am Sonntag brachen wir wegen der Wettervorhersage früh auf um die knapp 900hm in die Alpeiner Scharte 2.960m aufzusteigen. Am schattigen Aufstieg kamen wir an den Resten eines Molybdän-Bergwerkes vorbei. Ab der Scharte führte uns der Weg dann wieder südseitig in der wärmenden Sonne hinab. Bei den Seen im Unterschrammachkar legten wir wieder eine Schwimm- und Jausenpause ein, bevor es am sehr schönen Unterschrammachbach immer wärmer werdend runter zum Schlegeisstausee ging.

Nach einem gemeinsamen Abschlussessen direkt am See (bei bestem Wetter) und einem abermaligen Bad im See traten wir etwas müde, aber glücklich die Heimreise an.

 
   


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