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Großer Möseler (3.480m) (Großer Möseler)

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Großer Möseler (3.480m)

Großer Moeseler

Foto: M. Steinberger

Im vergangenen Jahr mussten wir unsere Tour auf den großen Möseler leider wetterbedingt absagen und auch heuer beim 2. Versuch schien die Schönwetterperiode ausgerechnet Ende Juli eine Pause einzulegen.  Dennoch wagen wir uns ins Zillertal, wohlwissend, dass wir uns auf den einen oder anderen Regenschauer einstellen müssen.

Am Samstag in der Früh machen sich insgesamt 8 Mitglieder (Elisabeth, Kathi, Christine, Gernot, Otto, Martin, Matthias und Matthias) unserer Sektion auf den Weg und so starten wir gegen 10:30 unsere Tour vom Parkplatz am Schlegeisspeicher. Schwer bepackt mit Hochtourenausrüstung wandern wir entlang des riesigen Stausees immer tiefer in den Zillergrund. Die Gipfel ringsum sind verhüllt von regenschweren Wolken, die nur darauf warten, ihre nasse Ladung auf uns niederprasseln lassen zu können. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir erstaunlicherweise trockenen Fußes das wunderschön gelegene Furtschaglhaus. Hier richten wir uns erst mal häuslich ein, beziehen unsere Lager und stärken uns mit Speis und Trank.

Dann kribbelt es aber doch allen in den Beinen und wir machen uns auf den Weg Richtung Schönbichler Horn. Es dauert nicht lange und es beginnt nun doch zu regnen. Macht nichts, wir sind ja nicht aus Zucker, allerdings ändern wir unsere Richtung und steuern nun den Furtschaglkopf an, eine Art Anhöhe mit wunderbarer Aussicht etwa 300 Hm oberhalb der Hütte. Hier heroben peitscht uns der Wind den Regen ins Gesicht, während über dem Schlegeisspeicher schon wieder die Sonne zu sehen ist. So warten wir diesen Schauer ab und bald schon trocknet die Sonne uns auf. Der Blick über den Zillergrund mit dem Stausee und seiner Einrahmung ist beeindruckend, auch der Olperer, der Hochfeiler und der große Möseler zeigen sich zwischendurch immer wieder. Da aber der nächste Regenschauer absehbar ist, entscheidet sich ein Teil der Gruppe gemeinsam mit Martin wieder zur Hütte abzusteigen. Matthias und die anderen zieht es hingegen höher hinauf - ein bisserl was geht schon noch. Als Martin mit seinen Mädels die Hütte erreicht, geht der nächste Schauer nieder, diesmal ein ausgiebiger Graupelschauer. Wie es denen da oben wohl jetzt geht? Naja, sie wissen ja, was sie tun. Bei Kaffee und Kuchen verbringen wir den restlichen Nachmittag auf der Hütte und pünktlich zum Abendessen sind Matthias, Gernot, Otto und Matthias auch wieder zurück. Während wir ein köstliches Abendessen  serviert bekommen, erzählen uns die Burschen von ihrer erfolgreichen Besteigung des Talggenkopfes (3.179m) und  dem „herrlichen“ Graupelschauer am Gipfel. In der Hoffnung, dass sich das abendliche Gewitter bis zum Morgen aufgelöst haben wird, planen wir den morgigen Tag und legen uns alsbald voll Vorfreude in unsere Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen verziehen sich die letzten Wolkenreste rasch und einem herrlichen Bergtag steht nichts im Wege. Was für ein Glück! Auch heute teilt sich die Gruppe wieder auf. Martin hat sich vor ein paar Wochen schwer am rechten Daumen verletzt und wagt die mit leichter Kletterei kombinierte Gletschertour auf den großen Möseler noch nicht. So verabschieden sich Martin und seine Frau Elisabeth in der Früh Richtung Schönbichler Horn (was gestern nicht war, kann man ja heute nachholen...) und Matthias folgt mit allen anderen der Moräne Richtung Furtschaglkees.

Von der Hütte geht es zuerst kurz bergab zur Brückenüberquerung des Gletscherbaches und dann entlang der Moräne stetig bergauf bis zum Ende/Anfang des Gletschers. Dabei haben wir sogar 2 Schneehühner aufgescheucht. Aufgrund der heurigen Sommertemperaturen ist der Gletscher beinahe blank und wir müssen mit den Steigeisen und Seil den Anstieg über den Gletscher fortsetzen. Unsere sehr homogene Gruppe kommt zügig voran und nach Überquerung einiger Gletscherspalten erreichen wir den Beginn des Blockgrates. Alle sind recht gut geübt im Gehen mit den Steigeisen bzw. dem Klettern. An der linken Gratschneide entlang geht es über leichte Granitkletterei bergan und langsam erreichen uns auch die ersten Sonnenstrahlen. Es wechseln sich Kletter- und Gehstellen immer wieder ab und nach kurzer Zeit erreichen wir das Ende der Felsrippe. Nun müssen wir abermals Steigeisen und das Seil anlegen und über Gletscher bzw. Firn hinauf Richtung Gipfel stapfen. Da eine weitere Gruppe neben uns bergauf geht, verschärfe ich etwas das Tempo um noch vor dieser großen Gruppe raufzukommen. Bevor wir jedoch den Gipfel erreichen, verlangt eine kleine Eisrinne sauberes Frontalzackengehen von uns und am Ende wartet vor dem Kreuz nochmals eine leichte Kletterei. Freudig beglückwünschen wir uns am Gipfel zur gelungenen Tour und sehen zu Elisabeth und Martin am Schönbichler Horn hinüber, die vermutlich auch uns beobachten. Wir genießen den phantastischen Rundblick über die umliegenden Gipfel bei Windstille und Sonnenschein und überlegen, welche Tour wir wohl als nächste unternehmen. Nach ausgiebiger Jausenrast müssen wir nun wieder über die Felsen und die Eisrinne auf den Gletscher hinunter, bevor wir dann den Blockgrat erreichen. Abwärts orientieren wir uns am Normalweg, also auf der anderen Seite, und klettern zügig zum Gletscher hinunter. Beim Abstieg flößen  uns die Gletscherspalten keine Angst mehr ein und nach kurzer Gehzeit kommen wir zum Ende des Gletschers, von wo aus wir bereits die Hütte (und das ersehnte Bier) sehen können. Nun geht es nur mehr der Gletschermoräne entlang bergab und alsbald haben wir auch die Hütte erreicht.

Als unsere Gruppe müde aber glücklich wieder beim Furtschaglhaus eintrifft, warten Elisabeth und Martin, die in der Zwischenzeit auf dem Schönbichlerhorn (3.134m) waren,  schon auf der Sonnenterrasse der Hütte. Nach einer Stärkung packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg zurück zum Parkplatz. Ein tolles Bergerlebnis mit netter Hüttenübernachtung wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.


 
 
 

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