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Technik auf dem Guttenberghaus (Guttenberghaus, Dachsteingebirge Technik)

Hüttenfinder
Guttenberghaus
Seehöhe 2146 m, Kategorie I, Steiermark, Dachsteingebirge

Technik auf dem Guttenberghaus

Hier ist näheres zur technischen Ausstattung am Guttenberghaus zu erfahren. 

Die Fotos zeigen die Kläranlage, die elektrischen Anlagen, den Brauchwasserspeicher und die Materialseilbahn

 
 
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Rechtzeitig zum Jubiläum wurden 2014 die technischen Anlagen für Abwasserentsorgung und Stromversorgung wieder auf den Stand der Technik gebracht.

Eine Kiesbeetanlage soll gereinigte Abwässer sicherstellen, eine Photovoltaikanlage liefert sauberen Strom. Ein Brauchwasserkreislauf wurde in Betrieb genommen, um das Trinkwasser effizient ausnutzen zu können.

Der Standort der Hütte ist schon vom Tal aus auf einer kleinen Anhöhe oberhalb des Feister Tiefkars zu sehen. 

Auf 2.146 m ist das Guttenberghaus dieam höchsten gelegene Alpenvereinshütte der Steiermark und sicher auch eine der ausgesetztesten Schutzhütten.

Baukonstruktion: 

Schutzhütten müssen in der Regel von weitem sichtbar sein und stehen in exponierter Lage. Diese Hütten warm und dicht zu halten, bei gleichzeitigem ressourcenschonenden und wirtschaftlichen Denken, ist aufgrund dieser Position und dem Alter der Bausubstanz schwierig. Deshalb wurde beim Guttenberghaus das Erdgeschoss aus sehr starken Steinmauern und die Obergeschoße aus Holz gebaut. Um Wärmeverlusten vorzubeugen, wurden ab dem ersten Obergeschoss eine Wärmedämmung und eine Schalung hochgezogen.

Die Wasserversorgung gestaltet sich ebenso schwierig, da der Karst keine Quellen aufweist. Für einige hundert Meter wird das Rohr oberirdisch gelegt, ist aber wiederum der Witterung ausgesetzt. Deshalb wird das Oberflächenwasser am Eselstein gesammelt, mittels einer UV Anlage entkeimt und vom Hochbehälter zur Hütte geleitet. Dieser ist notwendig, da Verbrauch und Anfall von Oberflächenwasser nicht übereinstimmen. Das heißt, wenn es regnet ist der Behälter zwar voll, aber die Bergsteiger und Bergsteigerinnen sind nicht unterwegs und der Verbrauch beschränkt sich auf ein Minimum.

Die Klärung der Abwässer erfolgt durch eine mechanische Reinigung, eine Drei-Kammer-Anlage und eine nachgeschaltete biologische Stufe. Bei der Neuerrichtung der Photovoltaikanlage hatten wir Glück. Das Dach ist südseitig ausgerichtet und es ist genug Dachfläche für die Paneele vorhanden. Trotz der Photovoltaikanlage wurde ein Dieselaggregat für Notsituationen angeschafft. Versorgt wird die Hütte mittels Geländewagen bis zur Talstation der Materialseilbahn. Von dort führt die Seilbahn bis zur Hütte. Vor zwei Jahren musste die Bergstation generalsaniert werden. In der Küche wird auf dem Gasherd und dem Holzherd gekocht. Eine Wärmeauskoppelung stellt zugleich das nötige Warmwasser inkl. einer Solaranlage. Die Gasversorgung wird durch eine Flüssiggasanlage mit 33kg-Flaschen sichergestellt. Wir hoffen, dass diese Investitionen weiterhin einen guten Betrieb der Hütte ermöglichen und freuen uns auf Ihren Besuch im Sommer!