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Dem Dolomit nahe (Dem Dolomit nahe)

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Dem Dolomit nahe

 
 
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Geraten die Lienzer Dolomiten ins Blickfeld, ist ein Wegschauen einfach unmöglich. So ergeht es mir jedes Mal, wenn ich ihnen nahe komme und mich auf weitere Abenteuer freue. Imposant ragen die Felstürme nahe Lienz in den Himmel und sorgen für Kontrast zu den gegenüberliegenden, „sanfteren“ Bergen. Nicht nur optisch unterscheiden sich die Gebirge rund um Lienz, auch der Fels ist ein ganz anderer. So herrscht in den Lienzer Dolomiten der Hauptdolomit mit eingelagerten und spröden Schichten vor. Wandert man nördlich von Lienz betritt man das Reich von Gneis und Schiefer.

Meine Freude an dieser Region ließ mich schließlich eine Tour planen, getreu dem heurigen Motto der Wander-AG: „Der Weg ist das Ziel“. Gipfel standen nur als Option zur Verfügung und nicht unbedingt im Fokus. Drei Tage durchschritten wir Ende August, ausgehend vom Parkplatz Klammbrückl, die Gebirgsregion. Für jeweils eine Nächtigung bot sich die Karlsbaderhütte und die Kerschbaumeralm Schutzhütte an. Hier setzte sich das Kontrastprogramm fort. Erstere der beiden liegt nämlich auf einem viel besuchten und gut ausgebauten Wanderweg – ideal als Tagesziel für alle Bergsportler*innen. In dieser großen Hütte würde ohne gute Organisation nichts funktionieren. Überquert man schließlich, nach einem kitschigen Sonnenuntergang hinter den Gamswiesenspitzen, am nächsten Tag das Kerschbaumertörl in den benachbarten Kessel wird es ruhiger. Hier findet man mehr Schafe als Menschen. Das Timing unserer Gruppe war durchaus perfekt, denn wir konnten tatsächlich ein frisch auf die Welt gekommenes Lamm begutachten. Auch die Hütte ist viel kleiner und rustikaler, was ihrem Charme nichts abtut.

Im Allgemeinen gestaltet sich der Weg sehr abwechslungsreich. Beginnend im Hochwald über einen steilen Rücken bis zur Dolomitenhütte. Sie bildet sozusagen die Grenze zur dahinterliegenden alpineren Landschaft. Dementsprechend hat sie ihren Platz nahe eines Felsabsatzes gefunden. Dahinter wird der Weg schottrig und die Laserzwand gibt erste Eindrücke was den Wanderer erwartet. Über 2000 Meter Seehöhe wird es schließlich nochmal steiler und sichtlich steinig. Nur noch wenig Pflanzen fassen hier Fuß. Vor allem die Weittalspitze begeistert schließlich mit den klar erkennbaren Gesteinsschichten nahe der Kerschbaumeralm. An ihrem westlichen Ende, am Zochenpasse, findet sich sogar eine kulturelle Köstlichkeit in Form einer weißen Steinskulptur.

Da es am Samstag bereits am frühen Nachmittag zu regnen begann, war ausreichend Zeit sich mit der Thematik Kartenkunde auseinanderzusetzen. Etliche Tassen Tee später versuchten wir als Ausgleich unser Glück beim Musizieren, wobei gesanglich definitiv die Stärke der Gruppe lag. Alte „Schinken“ wurden angestimmt und Musikwissen abgeprüft! So wurden manch versteckte Talente aufgedeckt und wie immer viel gelacht.

Ausgeschlafen und ohne Hektik stiegen wir schließlich, vollgepumpt mit Endorphinen, zum Parkplatz ab. Hier trennten sich die Wege der zufällig entstandenen Mädlstour. Ein Wiedersehen ist nicht auszuschließen und so hoffen Gerti und ich auch nächstes Jahr wieder viele bekannte Gesichter zu sehen!

Astrid Wieser

 
 
 

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