Logo Sektion Eisenerz

Matterhorn (Matterhorn)

Matterhorn

Matterhorn

Matterhorn 2019

Vor 12 Jahren, als ich mit meinem Freund und Bergführer Erich Schuller die Haute Route gegangen bin, sah ich zum ersten Mal das Matterhorn. Imposant und ein Mythos für jeden Bergsteiger. Dort entstand mein Wunsch einmal auf diesem Gipfel zu stehen. 2017 wagten Erich und ich den ersten Anlauf. Das Wetter machte uns allerdings einen Strich durch dieses Vorhaben.

Heuer, zwei Jahre danach der nächste Versuch. Dieses Mal haben wir uns eine Woche Zeit genommen.

Ich fuhr am Freitagabend noch nach Innervillgraten, wo Erich ein altes Bauernhaus gepachtet hat. Dort angekommen stand noch Wetterkunde auf dem Programm. Die Vorzeichen waren gut. So packten wir alles zusammen und fuhren am Samstag von Innervillgraten mit meinem VW-Bus (ca. 600Km) nach Breuil Cervinia.Dort gingen wir gleich ins Bergführerbüro und erkundigten uns erneut nach der Wetterlage. Für Sonntag war die Wettervorhersage nun nicht mehr so gut. Auf 4000m waren in der Nacht -14° angesagt. So entschieden wir uns zuerst auf das Breithorn zu gehen.

Sonntag früh, nach dem Frühstück, sind wir mit der Gondel zur Bergstation Testa Grigia 3479m gefahren. Es hat gestürmt und geschneit. Die Sicht war dementsprechend schlecht. Über die Schipiste ging es zum Robba di Rollin 3895m, weiter zum Breithornpass 3825m und auf das Breithorn 4164m (ca. 8Km Fußmarsch). Nachdem einige Hütten und auch die Gondel den letzten Tag geöffnet hatten, haben wir uns entschieden zur Ref. di Ayas Hütte zu gehen. Diese Hütte hatten wir schon in der Ferne gesehen. Der Weg dorthin war aber durch den Neuschnee und der vielen Gletscherspalten kein Honiglecken. Immer wieder mussten wir Spalten und Abbrüche umgehen. Erst am späten Nachmittag erreichten wir die Hütte. Diesen Weg wollten wir nicht mehr zurückgehen. So entschlossen wir uns für den nächsten Tag ins Tal abzusteigen.  Von der Ayas Hütte 3380m sind wir nun am Montag ins Tal nach St. Jacques des Allemands und weiter mit dem Autobus 70Km über Verres und Châtillon wieder zurück nach Cervinia.

Am Dienstag waren wir nur eine kleine Runde zur Station Plan Maisin weiter zur Abruxxi Hütte und zurück zum Auto unterwegs (ca. 13Km 900 Hm).

Mittwoch 8Uhr Abmarsch Richtung Abruxxi Hütte. Dort haben wir noch Lasagne gegessen und sind dann weiter über das Carell Kreuz zur Carellhütte auf 3800m. Diese Hütte ist eine Selbstversorgerhütte. Man muss sich trotzdem anmelden und 30€ (pro Person/Nacht) zahlen. Die Nacht war unruhig. 6Uhr aufstehen und um 7 Uhr sind wir dann von der Carellhütte losgestartet. Der Aufstieg zum Pic Tyndall und weiter zum Gipfel war schwierig und wir mussten wegen dem Schneefall der vorherigen Tage Steigeisen anlegen. Auch die Wegfindung war nicht gerade einfach. Der Abstieg über den Hörnligrat ist, wenn man den Weg nicht kennt, sehr schwierig. Immer wieder mussten wir Spuren und Wege zum abklettern suchen. Die Zeit verging viel zu schnell und wir haben uns bei der Solvay Biwagschachtel entschlossen die Nacht dort zu verbringen. Die Entschädigung dafür war ein grandioser Sonnenuntergang mit Vollmond. Am nächsten Tag war nun der Abstieg zur Hörnlihütte angesagt. Dort angekommen mussten wir uns natürlich erstmal ordentlich stärken und unseren Flüssigkeitshaushalt auffüllen. Direkt von der Hörnlihütte zum Theodulpass war der Weg über den Gletscher durch die vielen Spalten nur sehr schwer möglich. So sind wir zum Schwarzsee (2583m) abgestiegen, dort mit der Seilbahn auf das kleine Matterhorn (3883m) gefahren und über Schipisten und den Theodulpass wieder nach Cervinia zurückgekehrt (Abstieg 3310 Hm, ca. 8Std.45Min und 22Km). Dort angekommen sind wir, nach einem Getränk, nach Hause gefahren.

Berg Heil, Robert Niederl

 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung