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Herbstfahrt nach Kroatien (Herbstfahrt nach Kroatien)

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Herbstfahrt nach Kroatien

Kulturreisen Ende September haben bei der Alpenvereinssektion Deutschlandsberg schon eine lange Tradition.

So begaben sich von 25. bis 29.09.2011 wiederum 43 reiselustige und kulturinteressierte Alpenvereinsmitglieder und Freunde des Vereins auf eine Fahrt zu den Nationalparks Kroatiens (Plitvicer Seen, Krka Wasserfälle und Kornati Nationalpark), die alle zum UNESCO-Kulturerbe gehören. Zusätzlich wurden die schönsten Städte Mitteldalmatiens (Split, Trogir, Sibenik und Zadar) mit ihren reichen Kulturgütern besucht.

Bei der Anreise am 1. Tag wurden die Plitvicer Seen besucht. In dem riesigen Nationalpark gibt es 16 größere und kleinere Seen mit sehr reinem, blaugrün gefärbtem Wasser. Die Seen sind stufenförmig übereinander gereiht und die Dämme zwischen den Seen erhöhen sich ständig, da Kalk abgelagert wird (sogenannte Travertinwälle). Somit gibt es zahllose kleine und große Wasserfälle bzw. Kaskaden. Diese Wasserwunderwelt erlebten wir mit großem Staunen. Gegen Abend erreichte die Reisegruppe die Unterkunft in Primosten, das Hotel Zora in einer sehr schönen Lage direkt am Meer.

Am 2. Tag wurden 2 besondere dalmatinische Städte besucht: Split und Togir.

Split  ist die einzige Großstadt Dalmatiens und wirtschaftlicher und touristischer Mittelpunkt der ganzen Region. Die Stadt hat eine wunderbare Lage am halbkreisförmigen natürlichen Hafen. Die Hauptsehenswürdigkeit ist der Diokletianpalast, der für Kaiser Diokletian (295 306 v. Chr.) erbaut wurde. Es ist dies das gewaltigste Denkmal aus der römischen Zeit, wobei der Grundriss ähnlich einem befestigten römischen Lager (Urbitärkastell) angelegt wurde. Bis zu 18 m hohe und gut 2 m starke Mauern, mit achteckigen Türmen ausgestattet, umgeben die Stadtanlage, welche durch 4 Tore betreten werden kann. Etwa 3000 Menschen leben heute in diesem Altstadtteil von Split mit seinen uralten Häusern, Palästen, verwinkelten Gassen, romantischen Plätzen und Kirchen.

Am Nachmittag wurde Trogir besichtigt. Die Altstadt liegt auf einer Festungsinsel nur durch eine Brücke mit dem Festland in Verbindung (ursprünglich eine Klappbrücke). Die Griechen, Römer, Slawen, Venetier und Franzosen hinterließen in Trogir ihre Spuren. Heute lebt Trogir von der Werft, den umliegenden Steinbrüchen, vor allem aber vom Fremdenverkehr. Die Stadt selbst weist ein einzigartiges mittelalterliches Stadtbild auf, höchstens noch von Dubrovnik übertroffen. Zu den schönsten romanischen Bauwerken Dalmatiens zählt der Dom St. Laurentius, wo in der Vorhalle das Radovanportal zu sehen ist. Es ist dies das großartigste Zeugnis mittelalterlicher Bildhauerkunst. Eine Bilderbibel stellt das Universum dar, Adam und Eva, viele Heiligendarstellungen, Szenen des Jahresablaufes und vieles mehr. Der mächtige Stadtturm, die Stadtloggien, wo einst Gericht gehalten wurde, das Kastell Kamerlengo, die engen Gassen und Bürgerhäuser beeindruckten die Reisenden sehr.

Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde am 3. Tag die Wasserwunderwelt der Krka im Hinterland von Sibenik besucht. Die Krka ist ein ganzjährig fließender wasserreicher Fluss, der im Dinarischen Gebirge entspringt und Schluchten, mehrere Seen und zahllose Wasserfälle gebildet hat. Auch hier findet man, wie bei den Plitvicer Seen, mauerartige Kalksinter- bzw. Travertinstufen, die laufend erhöht werden und die damit dieses Wasserschauspiel ermöglichen.

40 km im Hinterland an einem der großen Seen der Krka hatte die Reiseführerin, in ihrem eigenen Heimatgebiet, bei der Mühle Roski slap die Mittagsjause bestellt. Es gab Begrüßungsschnäpse, herrlichen Karstschinken, ausgezeichneten Käse aus der Region, selbstgemachtes Brot und guten Wein, dies alles in einer urigen Atmosphäre ein Erlebnis.

Auf der Rückfahrt erfolgte in Sibenik  eine Stadtführung. Diese Stadt liegt an der Mündung der Krka in die Adria. Die Siedlung steigt terrassenförmig den Hügel hinauf und wird von 3 Festungen (Forts) überragt. 1066 wurde sie erstmals erwähnt. Sie ist slawischen Ursprungs (sibice = Gestrüpp). Sibenik hat eine sehr wechselhafte Geschichte und war im 19. / 20. Jhdt sogar österreichischer Kriegshafen. Natürlich gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, wie den Dom des heiligen Jakob mit mächtigem Tonnengewölbe und schönem spätgotischen Baptisterium sowie die bereits erwähnten Festungsanlagen. Im Altstadtteil wurden die schönen Palazzi, die engen Gassen, die steilen Treppen und die vielen kleinen Kirchen bewundert.

Der 4. Tag war von einer ganztägigen Schiffskreuzfahrt durch den Archipel der Kornaten ausgefüllt. Bereits um 9.00 Uhr startete das Ausflugsschiff von Vodice aus zur Rundfahrt. Die ganze Inselgruppe umfasst eine Länge von 35 km, ist etwa 13 km breit und besteht aus 8 größeren Inseln und 109 Inselchen. Dieser Archipel zählt zu den faszinierendsten Meereslandschaften der Welt. Ursprünglich waren einige größere Inseln bewohnt. Heute trifft man nur Fischer und Hirten, vor allem aber Touristen bei ihren Boots- fahrten an. In der Rundfahrtpauschale war nicht nur ein gutes Mittagessen mit Getränken, sondern auch die Unterhaltung durch eine Bordmusikgruppe inkludiert. In einer Bucht im Süden der Insel Dugi otok legte das Schiff an und wer wollte, badete im angenehm warmen Meerwasser, faulenzte im Schatten oder gönnte sich einen Kaffee, ein Eis oder ein geistiges Getränk. Um 17.00 Uhr lief das Schiff wieder im Hafen des reizenden Vodice ein und ein besonders eindrucksvolles Erlebnis Dalmatiens ging zu Ende.

Am 5. und letzten Tag wurde Zadar besucht. Die Stadt ist heute touristischer, verkehrstechnischer und wirtschaftlicher Mittelpunkt Norddalmatiens mit einer bekannten philosophischen Universität. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt zu 50 Prozent zerstört. Das römische Forum wurde nach diesem Krieg archäologisch erschlossen, dadurch erhielt man  einen guten Eindruck von dieser 2000 Jahre zurückliegenden Zeit. Weitere besondere Sehenswürdigkeiten waren der Dom Zadar`s mit dem Glockenturm und der Narodni trg (=Volksplatz) mit schönen Häusern in einer architektonischen Einheit. Der Architekt Nikola Basic aus Murter errichtete an der Kaimauer Meeresorgeln (2006), wobei er Meerwasser durch 35 Röhren geleitet hat, an deren Ende Orgelpfeifen angebracht sind, sodass ein Konzert ganz besonderer Art gehört werden konnte.

Ja, man könnte von dieser Kroatienreise, bei herrlichstem Spätsommerwetter, noch viel erzählen, doch das würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen.

Ein herzliches Dankeschön gilt der örtlichen Reiseleiterin Jasmin, der Firma Jöbstl für die Reisevorausbuchung und dem Buslenker Klaus Grünwalder, vor allem aber unseren beiden Vereinsverantwortlichen Josef Stelzl und Mag. Heinz Möstl für die Organisation dieser wunderbaren Reise.


 
 
 

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