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Bettelwurfhütte
Seehöhe 2077 m, Kategorie I, Tirol, Karwendel
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Bettelwurf Hütte

Jahresbericht 2005:   

Zu Fronleichnam, am 28. Mai 2005 war es wieder soweit, die Bettelwurf Hütte war bereit die ersten Gäste willkommen zu heißen. Diese setzten sich zu Beginn aus Handwerkern zusammen. Tischler und Ofensetzer hatten die Hütte für kurze Zeit in Beschlag genommen. Doch trotz der Arbeiten konnten auch Gäste aufgenommen werden.

Die Gäste der Bettelwurf Hütte verlangten in den letzten Jahren vermehrt die Unterbringung in kleinen Schlaflagern. Die Bettelwurf Hütte verfügte über eine Gesamtkapazität 76 Schlafplätzen. Eine Vollbelegung aller Plätze kam höchstens 2 - 3 mal im Jahr vor.          
Um die Attraktivität zu steigern wurde nun das Schlaflager im 1. Obergeschoss mit 26 Plätzen in vier Zimmer á 4 Betten umgebaut. Dabei gingen 10 Schlafplätze verloren. Durch das Angebot von mehr Zimmern kann im Ausgleich die Gesamtbelegung übers Jahr erhöht werden. Diese Arbeiten wurden von der Firma Lambert Leismüller aus Hatting zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Alle neuen Zimmer haben nun ein eigenes Fenster. Besonders einladend sind die südseitigen Zimmer mit ihrem grandiosen Ausblick ins Inntal. In die Zimmer wurden Rauchmelder installiert und an die bestehende Brandmeldeanlage angeschlossen.

Zur gleichen Zeit wurde in der Stube der Ofen abgetragen und ein heiztechnisch moderner Kachelofen errichtet. Der alte Ofen in der Stube hatte nur eine Brennkammer und viel Energie ging über den schnellen Abzug durch den Kamin verloren. Der neue Ofen beinhaltet mehrere Züge und heizt durch seine Gestaltung gleichzeitig die Stube und die angrenzende Veranda. Der Ofen wurde vom Hafnermeister Romed Niederhauser aus Thaur berechnet und errichtet. Äußerlich wurde der Ofen von den Künstlern Karl Obleitner aus Absam und Günter Amor aus Innsbruck mit Keramikarbeiten verziert. Mitte Juni wurde der Ofen mit einer kleinen Feier gebührend eingeweiht. Die Hüttenruhe wurde an diesem Abend zugunsten der Geselligkeit und dem gemeinsamen Musizieren ausgiebig verschoben. Die anwesenden Gäste wurden in diese Feier mit einbezogen und freuten sich sehr über die urige Stimmung und Gastfreundlichkeit.

Nachdem alle Schäden an der Dacheindeckung im Vorjahr behoben worden waren und das neue Dach des Zubaus ausreichend abgewittert war, konnte heuer das gesamte Dach mit einem neuen Anstrich versehen werden. Diese Arbeiten wurden von der Firma Anker aus Hall in gewohnt guter Qualität ausgeführt. Erschwerend für die Dachdecker gestaltete sich das wechselhafte Wetter. Immer wieder musste die Arbeit wegen kurzer Regenschauer unterbrochen werden.

Dadurch, dass die Materialseilbahn nun nicht auf eingeschränkten Werksverkehr umgebaut wird, wurden die Beschädigungen durch den Auffahrunfall 2003 behoben. Dazu wurde eine neue Transportkiste, ein neues Gehänge und zwei neue Anfahrpuffer durch die Firma Schmidinger aus Axams montiert. Erfreulich ist, dass die alten Teile nicht verschrottet werden mussten, sondern nach Adaptierungen bei der Halltaler Hütte und der Kellerjoch Hütte weiter verwendet werden konnten.

Wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder einige Arbeit bei der Erhaltung der Wege. Im Bereich der Wechselreise muss der Weg immer wieder vom einfallendem Schotter befreit werden. Einige Stellen konnten nur mit Eisen und Holzbrettern neu befestigt werden. Erstmals haben wir auch probiert, die Böschungen gegen Erosion durch Bepflanzung mit Latschen und Weiden zu schützen. Es freute uns sehr zu beobachten, wie die Stecklinge auszutreiben anfingen. Den wirklichen Erfolg werden wir aber erst in den nächsten Jahren sehen, wenn die Pflanzen richtig angewachsen sind und mit ihren Wurzeln den Boden nachhaltig stärken. An dieser Stelle möchte ich abermals den freiwilligen Helfern danken. Den Lohn für diese Arbeiten erhalten wir von vielen Wegbenutzern, welche immer wieder ihre Freude über den guten Zustand der Wege ausdrücken.

Wer kennt nicht das Problem: beim Weggehen bemerkt man, dass die Wanderstöcke daheim vergessen wurden! Deshalb haben wir bei der 2. Ladhütte einen Korb mit alten Stöcken aufgestellt. Wanderer können hier Stöcke ausleihen. Lustig war es während der heurigen Saison festzustellen, dass die Wanderstöcke ein eigenes Leben führen. Manch ein Stock ist weg, dafür ist ein anderer da! In Summe wurden die Stöcke zwar immer weniger, doch freut uns, dass diese so rege angenommen wurden und wieder ihrem eigentlichen Zwecke zugeführt wurden.

Die Hütte wurde am 12. Oktober 2005 geschlossen und konnte ordentlich winterfest gemacht werden. Während der heurigen Saison nächtigten 1.553 Gäste auf der Bettelwurf Hütte. Dies sind um 241 mehr als im Vorjahr und damit setzt sich der Zuwachs seit dem Jahr 2000 fort. Wir hoffen mit den neuen Zimmern im nächsten Jahr neue Gäste auf die Bettelwurf Hütte zu locken und auch die Gesamtauslastung zu erhöhen.

Ein Besuch der Bettelwurf Hütte ist immer ein Erlebnis, auch auf der Web-seite des Hüttenwirts www.bettelwurfhuette.at, auf welcher auch viele Tourentipps beschrieben sind.

Gunnar AMOR    

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Hüttenwart Gunnar Amor
Aktualisiert am 04. November 2005

 
 
 

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