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Bettelwurfhütte
Seehöhe 2077 m, Kategorie I, Tirol, Karwendel
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Bettelwurf Hütte

Jahresbericht 2000:

Die Bettelwurf Hütte hat einen neuen Wirt, einen Südtiroler und kochen kann er gut. Du musst unbedingt die Bettelwurf Hütte besuchen und ihn kennen lernen. - Diese Empfehlung wurde heuer oft weitergegeben. Uns freut so etwas sehr, denn ein Wirt, der geschätzt und akzeptiert wird, ist das Wichtigste auf einer Hütte. Und tatsächlich gingen heuer nur positive Meldungen über die Bettelwurf Hütte ein und wir möchten dem Christian Gschnitzer und seinem Team dafür recht herzlich danken.

Am 4. Mai 2000 besuchten wir heuer erstmals mit dem Christian die Bettelwurf Hütte um die Übergabe durchzuführen. Gemeinsam wurden alle Anlagenteile in Betrieb genommen und bei der Seilbahn die noch nötigen Reparaturen am Wendegetriebe durchgeführt. Nachdem alles in Ordnung war und das Wetter ebenfalls zum frühen Bergsteigen einlud wurde die Bettelwurf Hütte bereits am 1.6.2000 aufgesperrt.

Wegen Sparmaßnahmen wurden heuer keine größeren Investitionen getätigt und die Arbeiten beschränkten sich auf Wartungen und kleinere Reparaturen.

Bei der Materialseilbahn wurden das Wendegetriebe und die Abstelleinrichtung repariert. Auch wurde die Anlage vom Amt der Tiroler Landesregierung in Hinblick auf den weiterführenden Umbau für eingeschränkten Werksverkehr begutachtet. Hierfür müssen in den nächsten Jahren die Stütze 1 neu gebaut und die Antriebseinheit durch einen Elektromotor ersetzt werden. Die Fa. Schmidinger führte auch heuer wieder die Seilbahnrevision durch und so traten beim Seilbahnbetrieb keine Schwierigkeiten auf. Im Bereich der Talstation wurden die Aufräumarbeiten durch den letzt jährigen Lawinenschaden fortgesetzt, wobei auch der frühere Hüttenwirt Sepp Peskoller mitarbeitete.

Die Routineuntersuchung des Trinkwassers wies heuer eine bakteriologische Belastung aus und war somit nicht für Trinkwasserzwecke geeignet. Nach einer Reinigung aller Anlagenteile mit anschließender Desinfektion wurde eine neue Probe gezogen und das Wasser war wieder als Trinkwasser verwendbar. Bei den Wasserbehältern wurde der Filter umgebaut und ist somit leichter zu reinigen.

Während des Hüttenbetriebes hat Hr. Christoph Steinacker ein paar Tage mitgearbeitet um den Hygienezustand zu erheben und Schwachstellen aufzuzeigen. Im Großen und Ganzen entspricht die Betriebsweise den Vorschriften. Die entdeckten Mängel werden in den Folgejahren behoben, so dass ein hygienische einwandfreier Hüttenbetrieb möglich ist.

Technische Probleme traten heuer durch den Betrieb des Dieselaggregates auf. Durch den langjährigen Betrieb zeigten sich die Auswirkungen des Verschleißes. Eine Generalüberholung ist hier notwendig. Diese soll aber nicht durchgeführt werden, da eine gemeinsame Lösung mit dem Seilbahnantrieb durch ein neues, wirtschaftlicher und umweltverträglicher arbeitendes Aggregat angestrebt wird.

Der viele Jahre auf der Hütte eingesetzte dieselbetriebene Traktor wurde abtransportiert und stellt somit kein Gefahrenpotential für die Umwelt dar.

Parallel zu den Arbeiten auf der Hütte liefen die Planungsarbeiten durch die Fa. Posch & Partner für die zukünftige Kläranlage. Gemeinsam mit den Behörden und den betroffenen Anrainern wurde ein Konzept zur mechanischen Vorreinigung mit anschließender Hygienisierung festgelegt. Die Kläranlage soll westlich neben dem Seilbahngebäude situiert werden. die Realisierung dieser Kläranlage kann erst erfolgen, sobald die öffentlichen Förderstellen eine fixe Zusage ihrer Fördermittel machen. Wir hoffen, dass schon bald die Situation der Ableitung der Schmutzwässer auf der Bettelwurf Hütte entsprechend gereinigt erfolgt.

Die Hütte wurde eine Woche früher als vorgesehen am 7.10.2000 geschlossen. Der Grund hierfür waren die starken Schneefälle, die etwaige Gäste von einem Besuch abhielten. Die Hütte konnte ordentlich winterfest gemacht werden.

Während der heurigen Saison nächtigten 946 Gäste auf der Bettelwurf Hütte. Dies sind um 418 weniger als im Vorjahr und stellt die schwächste Auslastung seit langem dar. Allgemein gingen heuer die Nächtigungen auf den Karwendelhütten zurück. Der Grund hierfür liegt wahrscheinlich im lang anhaltenden schlechten Wetter im Juli.

Abschließend möchte ich festhalten, dass es mich persönlich freut, für eine so tolle Hütte wie die Bettelwurf Hütte zuständig sein zu dürfen und insbesondere durch die starke positive Resonanz auf die Bewirtschaftung die Motivation zu erhalten wie bisher weiterzuarbeiten. Wer heuer nicht die Gelegenheit hatte die Bettelwurf Hütte zu besuchen, dem sei dies im nächsten Jahr empfohlen.

Ein Besuch rentiert sich immer, auch auf dieser Web-seite. Gunnar AMOR

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Hüttenwart Gunnar Amor
Aktualisiert am 25. Dezember 2000

 
 
 

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