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Alpiner Rettungsdienst Gesäuse
Josef Hasitschka über das Bergrettungsjahr 2010


200 Jahre Bergsteigerfriedhof Johnsbach
Vor genau 200 Jahren wurde der erste namentlich bekannte Bergtote im Dorffriedhof von Johnsbach begraben ein erst 13jähriger Schafhirte, der am Gamsstein abgestürzt war. Die Entdeckung des Gesäuses als alpines Eldorado brachte nicht nur die touristische Erschließung, sondern auch eine steigende Anzahl an Unfällen mit sich. Insgesamt 83 Touristen fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Bergsteigerfriedhof. Er zählt zu den größten der Welt.
Für die Opfer der Gesäuseberge veranstalteten der Alpine Rettungsdienst Gesäuse und die Gemeinde Johnsbach eine würdige Gedenkfeier mit Gräbersegnung und Kranzniederlegung. Die Vertreter der Politik, der Bergrettung und zahlreiche Einheimische gedachten gemeinsam mit Pfarrer Pater Gebhard Grünfelder der Bergtoten


15 Einsätze
Bezogen auf die Einsatz und Übungstätigkeit lag das Jahr des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuse mit rund 15 Einsätzen im Schnitt der übrigen Jahre. An den 15 Einsätzen (im Winter leichtere Unfälle bei Schitouren, leider ein Herztoter bei einer Schitour) waren insgesamt 80 Bergretter der Ortsstelle Admont beteiligt. Die Einsätze im Sommer beschränkten sich hauptsächlich auf Wanderwege, bei zwei Einsätzen rückte der Canyoning-Trupp aus. Die Bergungskette bei Unfällen erfolgt heute gewöhnlich durch Selbstalarmierung per Notruf mit dem Handy; einige Einsatzkräfte der Ortsstelle begeben sich zur Unglücksstelle oder werden mit dem Helikopter C-14 dorthin geflogen. Mittels Taubergung wird der Verunglückte schnell und schonend zu Tal und in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Bei Nachsuchen, Nachteinsätzen oder bei ausgesprochen schlechtem Wetter steht allerdings der Großteil der Mannschaft des Alpinen Rettungsdienstes im Einsatz. Möge auch das kommende Jahr uns vor Großeinsätzen verschonen und mögen die Unfälle so glimpflich wie im heurigen Jahr verlaufen!

Langjährige Bergretter geehrt neuer Ehrenobmann
Zu einem besonderen Jubiläumsfest lud der Obmann des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuse Hans-Peter Scheb am 23. Oktober seine Bergretter auf die Oberst-Klinke-Hütte. Der Einladung folgten sowohl die grauhaarigen altgedienten Kameraden als auch sehr viele aus der jungen aktiven Mannschaft. Am Beginn wurde des im heurigen Jahr verstorbenen Ehrenobmannes Landtagsabgeordneten i. R. Direktor Richard Kanduth gedacht. Die Bergrettungshütte am Fuße des Admonter Kalblings trägt seinen Namen. Diese Hütte wurde heuer mit einer Holzverschalung versehen, unter der Aufsicht des Hüttenwartes DI Hannes Leinweber arbeiteten die Senioren genauso wie die jungen Bergretter. Mit Stolz konnte Leinweber die gelungene Renovierung als ein gemeinsames Werk des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuse vorstellen.
Die Feier in der Oberst-Klinke-Hütte gestaltete sich als ein Rückblick auf ein halbes Jahrhundert des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuses. Neben dem Gründer Richard Kanduth haben dessen Weggefährten diesen Bergrettungsdienst geprägt. Intensive und oft gefährliche Einsätze, fachmännisches Wissen und großer Einsatz festigten seit Jahrzehnten den Ruf der Organisation, eine der besten Einsatztruppen in Österreichs Bergen zu sein. Einige runde Geburtstage boten die Gelegenheit, Einzelpersonen in ihrem Wirken für die Gesamtheit besonders zu danken. Im vergangenen oder heurigen Jahr waren dies: Rudolf Guttmann, Arthur Harreiter und Alois Huber (80 Jahre), Dr. Gerhard Rupar und August Samek (75 Jahre), Kurt Gschwandtner, Heinrich Schweinberger, Erich Wolf, Rainer Göschl und Hubert Plank (70 Jahre), Fritz Wölger (65). Auch der langjährige Hüttenwart der Mühlangerer-Kanduth-Hütte, Friedl Schneeberger, wurde für seine Leistungen bedankt.
Als neuer Ehrenobmann wurde Dr. Gerhard Rupar mit besonderem Beifall vorgestellt. Rupar hat nach Richard Kanduth den Alpinen Rettungsdienst übernommen und umsichtig geleitet. Wie sein Vorgänger ist auch Rupar weit über den Wirkungskreis hinaus gegangen, hat mit Klarheit und Ehrlichkeit die hohen Wertmaßstäbe weitergeführt und war bis zuletzt bei oft lebensgefährlichen Einsätzen ganz vorne dabei. In bewegten Worten bedankte sich Rupar bei den Kameraden und verwies, dass er sich immer auf seine Kameraden verlassen konnte. Hans Peter Scheb ergänzte, dies gelte bis heute, da die Mannschaft altersmäßig breit aufgefächert sei und genügend befähigte junge Fachleute nachrückten. Auch Rettungsärzte habe die Organisation genug, neben Dr. Gerhard Rupar wirken Dr. Hermann Thelesklaf und neuerdings auch die Notärztin Dr. Eveline Stütz bei den Voraustrupps der Einsätze. Der Alpine Rettungsdienst sei auch für das künftige Jahrzehnt bestens aufgestellt.
Grünes Kreuz für Sepp Unterberger und Manfred Wechsler
Der Österreichische Alpenverein hat kürzlich den beiden Bergrettern Sepp Unterberger und Manfred Wechsler das Grüne Kreuz für Rettung aus Bergnot verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die verdiente Bergretter erhalten können. Die Voraussetzung dafür ist, unter Einsatz des eigenen Lebens in Not geratene Bergsteiger zu bergen.
Die beiden Fachleute sind auch aktive Flugretter. Sie reihen sich würdig ein in die Tradition hervorragender Bergretter im Gesäuse. Denn bereits 1923, im Gründungsjahr des Grünen Kreuzes, wurde das Grüne Kreuz an drei Gesäuse-Retter vergeben. Inzwischen haben 40 Mitglieder des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuse diese hohe Auszeichnung erhalten. Wir gratulieren herzlich!

Sicherung von Wanderwegen
Der Sulzkarweg ein sehr alter Triebweg von Johnsbach über den Sulzkarhund in das Sulzkar ist auf der Ostseite des Sattels in dem labilen Untergrund abgerutscht und war auch für Wanderer mühsam und gefährlich zu begehen. Tatkräftige Wegebauer des Alpinen Rettungsdienstes entschieden sich für eine  Befestigung entlang der alten Trasse, eine besondere Schwierigkeit stellte dabei der feuchte Hang nördlich des Rotofens dar. An der Wegsanierung beteiligten sich die Alpenvereins-Sektion Austria, der Nationalpark, Tourismusverband und andere Sponsoren.
Der Gsengschartenweg war seit Jahren für den normalen Wanderer gesperrt: Im Bereich des engen Grabens war der Steig abgerutscht und unpassierbar. In mühevollen Arbeitseinsätzen unter der Federführung und der Koordination des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuse wurde der Weg in die mäßig geneigte Latschenzone südlich des Grabens verlegt. Besonders schwierig war die Querung im steilen Hang des Grabens. Mit bis zu zwei Meter langen Stahlankern und vielen Lärchenpfosten wurde der ausgegrabene Steig befestigt. Eine sehr deutliche Markierung erleichtert dem Wanderer die Orientierung. Nun kann der Steig für trittsichere Wanderer als ein wunderschöner Übergang und Rundweg aus dem Johnsbachtal ins Haindlkar empfohlen werden. Bei einem Festakt am 12. Juni auf der Haindlkarhütte dankte Hans-Peter Scheb allen Beteiligten für ihren Einsatz.

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