Sektion Wilder Kaiser St. Johann

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Auf der Terrasse der Werfener Hütte

Kletterausflug zur Werfener Hütte im Tennengebirge

Um 13:00 Uhr beim AV Parkplatz war einer der letzten Sätze von Christian, mit dem er meine Anmeldung zur 3- Tages Kletterfahrt ins Tennengebirge bestätigte!

 

Nun war es soweit. Bei traumhaftem Wetter stand ich am 19. August um genau 13:00 Uhr beim AV Parkplatz als mir plötzlich Peter über den Weg lief. Nach einer kurzen Unterhaltung erfuhr ich, dass auch er bei der Kletterfahrt ins Tennengebirge dabei sein wird. Nun war es schon 13:05, aber außer Peter und mir war noch keiner am AV Parkplatz eingetroffen. Ich dachte schon an eine falsche Zeitausmachung, aber als Alex und schlussendlich Christian, Johanna, Pax und Emanuel eintrafen war ich voll auf beruhigt. Eigentlich wollten wir mit 2 Autos fahren, aber da von 11 Personen 4 noch kurzfristig abgesagt haben (Flughafenprobleme, etc) entschlossen wir uns mit einem Auto zu fahren. Johanna fragte noch, ob wir sie schon brauchen, denn es waren schon fast mehr Begleiter als Kinder. Aber da in Paxs Riesenauto genau 7 Personen Platz hatten entschloss sich schlussendlich auch Johanna bei unserer Kletterfahrt dabei zu sein. Ohne Johanna gehts ja nicht. Und so verstauten wir unser Gepäck, begaben uns ins Auto und fuhren mit Pax, dem erfahrenen Autofahrer, Richtung Salzburg. Leider verschwand die Sonne immer mehr, je näher wir unser Ziel ansteuerten. Aber wir waren guter Hoffnung es würde noch ein paar Tage ohne Regen aushalten. Nach einem kleinen Umweg erreichten wir zu guter Letzt unser Ziel. Christian gab uns gleich bekannt, dass wir auf der Hütte nicht sehr viel Wasser haben und so unser Duschzeug, das ich sowieso nicht mit hatte beim Auto lassen können. Nach kurzer Erholung und Materialsortierung machten wir uns auf den Weg. Es dauerte aber nicht lange da spürte ich schon ein paar Tropfen und so brauchte ich auch schon meine Regenjacke, die ich fast zu Hause gelassen hätte, doch noch. Nach ca. 1 Stunde Fußmarsch erreichten wir eine Hütte, wo wir unsere Wasserreserven auffüllten. Als Pax dann endlich wieder mit seinen fliegenden Ameisen fertig war, machten wir uns wieder auf den Weg und erreichten schlussendlich nach ca. 2.5 Stunden die auf 1969m hochgelegene Werfener Hütte, unser Ziel. Da es kaum geregnet hatte und so der Felsen noch trocken war nutzten wir die Gelegenheit und machten uns nach einem erfrischenden Hollersaft bzw. Radler auf den Weg ins Klettergeschehen.

Trotz 3 Minuten Entfernung der Hütte vom Klettergarten erwischten Alex und ich den falschen Weg und kamen so ein wenig zu weit nach links. Aber Alex fand, es würde sich heute noch eine Mehr Seillängen Tour ausgehen. Und da Christian etwas von einer ganz neu eingebohrten 3 Seillängen Tour im mittleren Schwierigkeitsgrad (markanter Riss) gesagt hatte, machten wir uns auf die Suche. Es dauerte keine Minute da sahen wir diesen von Christian beschriebenen Riss. Nach einem sehr heiklen Zustieg erreichten wir unseren ersten Stand. Da Alex nicht gerade sehr warm war, beschlossen wir, dass er die erste Seillänge im Vorstieg geht. Aber nach 30 Minuten Kletterproblemen, davon beinahe 2 Abstürzen und schlussendlich zu wenig Express musste Alex leider umdrehen. Inzwischen wurde es immer dunkler und mir wurde auch immer kälter. Die anderen die sich bis jetzt im Klettergarten aufhielten, waren jetzt auf dem Weg zur Hütte. Christian schrie uns noch herauf, dass es zum Essen sei aber Alex sagte ich soll noch schnell diese Seillänge fertig klettern und dann seilen wir uns ab und ESSEN! Und so nahm ich 8 Express und stieg sofort ein. Als ich ca. 28 Meter geklettert war und noch immer keine Aussicht nach einem Stand war entschlossen wir uns schlussendlich einen Karabiner von Alex (schaß) zu opfern und seilten ab. Nervlich fertig erreichten wir die Hütte wo sich unsere Kollegen schon in der Stube wärmten. Nach kurzer Diskussion erfuhren wir, dass diese Tour Herzilein hieß, mit dem Schwierigkeitsgrad VII. Außerdem hätte diese Tour eine Seilänge weiter unten angefangen.

Nach einer kräftigen Gulaschsuppe und traumhaften Germkircheln mit Apfelmuas und Vanillesauce hatten wir wieder volle Kraft, für Samstag eine Halbtagestour zu planen, da der Wetterbericht Regen für Nachmittag angekündigt hatte. Nach langem beisammen sitzen verließen uns immer wieder ein paar Kollegen, denen das Schlafen, um morgen topfit zu sein, wichtiger war, bis sich zuletzt auch Christian, Alex und ich ins Schlaflager begaben. Wegen des schlecht angekündigten Wetters war das ganze Lager leer und wir hatten genügend Platz um uns auszubreiten. Samstagmorgen: Leider hat sich das Wetter stark verschlechtert und es waren nur mehr Regenschauer und Wolken zu sehen. Beim Frühstück erzählte uns Pax, dass er um 4:00 Uhr einen kleinen Rundgang gemacht hat und es noch Sternenklar war. Voller Hoffnung auf Besserung genossen wir das Frühstück auf der 1969m hohen Werfener Hütte. Wir bleiben so lange sitzen bis das Wetter besser wird, sagte Christian zum Hausherren. Da sich das Wetter nicht verbesserte und so keine Zeit zum Klettern mehr war, hatten wir noch genügend Zeit, den Waschraum gründlich zu besichtigen. Christian, Johanna und Pax beschlossen schlussendlich die Klettertage auf der Werfener Hütte abzureißen und den heutigen Nachmittag noch in einer Kletterhalle zu verbringen. Und so packten wir unsere Rucksäcke, verabschiedeten uns bei den Wirtsleuten und machten uns auf den Weg zum  Auto. Den Nachmittag verbrachten wir dann noch in der schwer findbaren Salzburger Kletterhalle (wir wissen warum wir Johanna mitgenommen haben) bis wir am späten Nachmittag die restliche Heimreise antraten.

 

Wir alle sind um eine große Bergerfahrung reicher geworden (immer genug Express mitnehmen) und glücklich und gesund zu Hause angekommen und möchten uns herzlich bedanken bei Johanna, für die finanzielle Unterstützung, bei Pax dem Taxi, und natürlich bei Christian unserem Bergführer, der uns (die Herzilein eingeprockt hat) alle Unklarheiten aus dem Weg geschafft hat. HUBERT FUCHS

 
 
 

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