Sektionspartnerschaft mit der DAV-Sektion Bonn
Zweck ist der Gedankenaustausch von Mitgliedern zweier Alpenvereinssektionen, die im Flachland angesiedelt sind.
Von der Sektionsgröße entsprechen wir einander, Bonn mit ca. 1500 Mitgliedern und wir mit rund 1250 Mitgliedern.
Die Internetseiten der Sektionen sind gegenseitig verlinkt.
Bonn besitzt zwei Hütten.
Die Bonner Hütte (mit PKW von Rennweg erreichbar) in den Nockbergen ist ein schöner Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Hütte hat Zimmer mit Betten. Die Bettwäsche ist vorhanden, daher ist kein Schlafsack nötig.
Die Bonn-Matreier Hütte mit Zimmern und Lagern (Schlafsack erforderlich) liegt als Stützpunkt am Venediger Höhenweg und ist geeignet für Wanderungen sowie Hochtouren verschiedener Schwierigkeiten im Bereich von Dreitausendern (Raukopf, Säulkopf, Eichham usw.).
Der Zustieg auf die Bonner Hütte kann mittels einer Materialseilbahn für den Gepäcktransport erleichtert werden. Bis zur Materialseilbahn sind vom gebührenpflichtigen Parkplatz Bodenalm oberhalb von Matrei nur ca. 300 Höhenmeter zu bewältigen. Sollte jemand beim Abstieg Knieprobleme haben, kann auch die für eingeschränkten Werksverkehr zugelassene Materialseilbahn (vorausgesetzt der Billigung des Hüttenwirtes) genutzt werden.
Folgende Vorteile gibt es für Mitglieder der Sektion Wiener Neustadt:
Mitglieder der ÖAV-Sektion Wiener Neustadt erhalten einen Nächtigungszuschuß:
Pro Nächtigung auf der Bonner Hütte 50% Vergütung auf den Preis (derzeit € 8,-) für unsere Mitglieder, das sind
€ 4,- maximiert mit € 20,- pro Kalenderjahr.
Pro Nächtigung auf der Bonn-Matreier Hütte 50% Vergütung auf den Lagerpreis ( derzeit € 9,-) für unsere Mitglieder, das sind € 4.5, maximiert mit € 20,- pro Kalenderjahr.
Die Vergütung erfolgt aus administrativen Gründen einmal im Jahr im Nachhinein gegen Vorlage von Originalnächtigungsbelegen und dem Vermerk der Mitgliedsnummer auf der Rechnung durch den Hüttenwart der jeweiligen Hütte. Die Belege sind bis spätestens den 15. Jänner des Folgejahres für das Vorjahr während einer Dienststunde im AV-Heim einzureichen.
http://www.alpenverein-bonn.de/
Ein Brief von unserer Partnersektion Bonn
Die Sektion Bonn ist am 17.Februar 1884 von Mitgliedern der Sektion Rheinland Köln gegründet worden. Schon bald strebte man neben der wissenschaftlichen Information der Mitglieder durch Vorträge danach, in den Alpen einen festen Stützpunkt zu bekommen. Durch Vermittlung des DuÖAV und mit tatkräftiger Unterstützung der Sektion Hochpustertal konnte am 22. August 1897 die Bonner Hütte am Toblacher Pfannhorn, 2360 m hoch gelegen, als Schutzhütte der Öffentlichkeit übergeben werden. In den Folgejahren wurde der heute noch erkenn- und begehbare Bonner Höhenweg ins Defereggental ausgebaut.
Im Zusammenhang mit der Eingliederung Südtirols in das Königreich Italien wurde diese Hütte 1919 enteignet.
In der Folgezeit bemühte sich die Sektion Bonn darum, wieder einen eigenen Stützpunkt in den Alpen zu bekommen. Die Folgen des ersten Weltkrieges, insbesondere die Wirtschaftskrise, machten den Erwerb oder Bau einer eigenen Hütte unmöglich. Ein glücklicher Zufall führte den Vorsitzender der Sektion Bonn mit dem Obmann der Sektion Matrei i. O. zusammen. Die Sektion Matrei wollte ebenfalls eine Hütte bauen und hatte auch nicht genügend Finanzmittel. Auf Anregung des DuÖAV wurde 1931 ein Partnerschaftsvertrag zum gemeinsamen Bau und Betrieb einer Hütte im Venedigergebiet am hohen Eichham (3371 m) für zunächst 20 Jahre abgeschlossen. Die Bonn–Matreier–Hütte (2750 m) wurde am 14. August 1932 eingeweiht. Diese erste und bislang immer noch einzige deutsch – österreichische Hüttenpartnerschaft hat alle politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Verwerfungen überstanden. Im August 2007 konnte das fünfundsiebzigjährige Bestandsjubiläum dieser von einem Kranz von Dreitausendern umgebenen und 1980 bis 1983 sanierten und erweiterten Hütte gefeiert werden.
Ein zweckgebundenes Legat veranlasste die Sektion Bonn dazu, 1964 im Nockgebiet bei Rennweg eine Almhütte zu erwerben und diese zur Bonner Hütte umzubauen. Sie wurde am 10. August 1969 eingeweiht und in den letzten zehn Jahren modernisiert und den Erfordernissen des Umweltschutzes angepasst. Wegen ihre Lage (1712 m) und der Almlandschaft ist sie in besonderer Weise für Familien mit Kindern und auch ältere Wanderer, sowie im Winter zum Tourenskilauf ein idealer Stützpunkt.
Die Sektion Bonn hat derzeit etwas über 1500 Mitglieder, die sich in Gruppen zum Wandern, Klettern oder zu Hochtouren treffen. Im Winterhalbjahr werden regelmäßig Diavorträge angeboten.