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Der Jakobsweg

Fritz Käfer


 

Der Europarat erklärte den Jakobsweg 1987 zur "Europäischen Kulturstraße". Sowohl der spanische Jakobsweg als auch der französische (bis Le Puy-en-Velay) sind auch Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E 3. 

 

Der spanische Jakobsweg führt entweder auf dem aragonesischen Weg (Somport) oder auf dem navarrischen Weg (Saint-Jean-Pied-de-Port über Roncesvalles) nach Obanos, von wo aus die gemeinsame Route nach Santiago de Compostela strebt.

Die meisten Jakobspilger nehmen aber ihre Wanderung bei Roncesvalles, einem Pass in den Pyrenäen auf, um über Pamplona, Puente la Reina, Logrono, Santo Domingo de la Calzada, Burgos, Castrojeriz, Sahagun, Leon, Astorga, Ponferrada, Villafranca, Samos, Palas de Rey, Lavacolla, das Grab des hl. Jakobus d. Ä. in Santiago zu besuchen.

 

Der Jakobsweg durch Österreich führt von Wolfsthal (bei Hainburg) über Schwechat, Purkersdorf, Maria Langegg, Ybbs, Linz, Lambach, Salzburg, St. Johann in Tirol, Strass im Zillertal, Innsbruck, Zams und St. Christoph nach Feldkirch. Der Anschlussweg an die Obere Straß nach Maria Einsiedeln ist etwa 100 km lang.

Der durch Südösterreich verlaufende Jakobsweg nimmt in Thal bei Graz seinen Ausgang und verläuft über Ehrenhausen nach Marburg, weiter nach Vuzenica, Lavamünd, Glainach, St. Jakob im Rosental, Villach, St. Jakob ob Ferndorf, Spittal an der Drau, Berg im Drautal, Lienz, Toblach, Bruneck, Sterzing, Brenner und Steinach nach Innsbruck zum Jakobsdom.

 

Wer ist Jakobspilger?

Die Pilger kommen nahezu aus allen Ländern Europas zu Fuß, per Fahrrad, mit Bussen und mit Flugzeugen, denn ab 100 zu Fuß zurückgelegten Kilometern oder 200 km per Fahrrad und mit einem Pilgerausweis ausgestattet gilt man als "Jakobspilger".

 

Zur Geschichte/Legende

Der Heilige Jakob wurde 44 n. Chr. enthauptet und am Berg Sinai, an der Stelle des Katherinenklosters, begraben. Als im 7. Jhdt. Sarazeneneinfälle drohten, wurde der Legende nach - sein Leichnam an das damalige Ende der Welt "finis terrae", in der Nähe des heutigen Kaps Finisterre am nordspanischen Atlantik gebracht. Der Wagen mit dem Sarg wurde von Ochsen gezogen und an der Stelle, wo diese von selbst anhielten, errichtete man sein Grabmahl.

Ebenso berichtet die Legende, dass im 9. Jhdt. ein Hirte manchmal einen Stern oder ein Licht über einem Feld sah, wo man dann an dieser Stelle ein Grab mit römischen Inschriften entdeckte und es dem Jakobus zuordnete. An dieser Stelle wurde dann Santiago de Compostela gegründet (Santiago = Jakob, Compostela = campus stellae = Stern über dem Feld.)


Wer hilft den Pilgern?

Zahlreiche Wanderführer (auch über die österreichischen Jakobswege) erleichtern den Pilgern ihre Routenplanung (erhältlich im Fachbuchhandel). 

Auskünfte über den Jakobsweg erteilen gerne die ÖAV-Sektion Weitwanderer bzw. deren Beiräte: 

Adelbert Pointl, Tegetthoffstraße 11, A-5071 Wals bei Salzburg, Tel./Fax +43 662 85 53 65, adelbert.pointl@wasi.tv, (vergibt auch Pilgerpässe), und www.jakobusgemeinschaft.at, eMail: jakobusgemeinschaft.salzburg@wasi.tv, oder 

Franz Jesse, Walddorf 73, 9020 Klagenfurt, Tel. 0463/439084, franz.jesse@linea7.com  

Einige Interessante Links zu österr. Jakobswegen: www.jakobswege-A.euwww.pilgerwege.at, www.jakobsweg-weinviertel.at, www.pilgern.at, www.jakobsweg-steiermark.at, www.jakobs-weg.com, www.jakobsweg-tirol.nethttp://www.tannheimertal.com/sommer/wandern-im-sommer/themenwanderwege/jakobsweg.html , http://www.florian-heumayer.at/ .

Wanderführer über die österreichischen Jakobswege sind im Fachbuchhandel und über die Verlage Tyrolia, Conrad-Stein und Bruckmann erhältlich: www.tyrolia.at, www.conrad-stein-verlag.de oder www.bruckmann.de.

 
 
 

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