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Westlicher Wienerwald - beim Hegerberg (Westlicher Wienerwald - beim Hegerberg)

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Westlicher Wienerwald - beim Hegerberg

Blick zum Hegerberg

Blick zum Hegerberg

Tageswanderung

Ollersbach – Waasen – Gwörth – Hegerberg – Refugium Hochstraß – Kropfsdorf.

(18 km, + 700 Hm, - 600 Hm, Gehzeit 5 ¾ h)

 

Mit einem REX kamen wir auf der „alten“ Westbahnstrecke bequem nach Ollersbach. Bei der Bahnhst. Ollersbach beginnt auch eine (gute) Markierung zum Hegerberg, die wir großteils benützten. Aber eben nur großteils, denn bereits in Ollersbach gabs eine Alternative über den „Orgelsteig“ zur Kirche (der ist so benannt, weil die Organistin stets auf diesem Waldweg zur Kirche ging). Nach Überquerung eines Höhenrückens machte sich unsere moderne Zeit lautstark in Form der A 1 bemerkbar. Im Kirchstettner Ortsteil Waasen verließen wir zum zweiten Mal die Markierung, um die Rosalienquelle aufzusuchen. Es ist ja wirklich keine große Sehenswürdigkeit, aber doch auch wieder interessant, dass hier mitten im Flyschgebiet in einem Waldwinkel ein kugelrunder Felsblock liegt, der natürlich zur Sagenbildung Anlass gab. Wieder am Wanderweg erstiegen wir den nächsten Höhenrücken, um danach wieder ins Stössingbachtal abzusteigen. Von hier wäre der Blick auf Hegerberg, Gföhlberg und Schöpfl recht eindrucksvoll, aber heute versteckten sie sich im Nebel. Von Gwörth begann der eigentliche Anstieg zum Hegerberg. Zuerst auf einem asphaltierten Güterweg, ab dem Eibenhof auf einem Karrenweg und ab der Langwiese über einen immer steiler werdenden Wanderweg erreichten wir das Johann-Enzinger-Haus. Dieser gute und günstige Berggasthof ist eine sehr beliebte Mittagseinkehr – mit dem Auto erreichbar und mit weiter Aussicht nach Norden und Osten – aber heute nicht! Trotzdem genossen wir das späte Mittagessen mit beinahe Hüttengefühl (- in der warmen Gaststube während draußen die Nebel zogen) – dazu passte, dass es als Menü lt. Tafel „gefühlte“ Paprika gab. Und die Kellnerin, die bereits Jahrzehnte zum Inventar am Hegerberg gehört, „schupfte“ den Laden -wie immer- sympathisch resch und äußerst flott.

Satt und gutgelaunt wanderten wir weiter. Im Sattel trafen wir auf den Michelbacher Elsbeerweg, dem wir bis zum Ende treu blieben. Das ehemalige Kloster Hochstraß mit seiner landwirtschaftlichen Schule wurde von einer waldviertler Familie zum Seminarhotel „Refugium Kloster Hochstraß“ umgebaut. Wir hatten genug Zeit, um die Kirche zu besuchen und im Speisesaal noch einmal kurz einzukehren (-an unserem Ziel Kropfsdorf gibt es ja leider keinen Wirten mehr-). Es fiel uns auf, mit welch großem Einfühlungsvermögen hier etwas ganz Besonderes geschaffen wurde: helle, großzügige Räumlichkeiten geben dem Haus ein nobles, modernes Gepräge, ohne seine ursprüngliche Funktion zu übertünchen, sondern dessen Geschichte bewusst in ein „Gesamtkunstwerk“ einzubeziehen. Der schöne Abstieg nach Kropfsdorf/Gem. Michelbach Markt dauert von hier knapp eine Stunde, sodass wir genau passend und bequem zum Linienbus kamen. Dabei kamen wir auch einigen der seltenen Elsbeerbäume vorbei. Mit der Heimfahrt über Bhf. Böheimkirchen endete ein Wandertag im „Wiesenwienerwald“, der uns trotz des nicht ganz optimalen Wetters in bester Erinnerung bleiben wird.

 

Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at  

 
 
 

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