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Bemerkenswertes um den Marzer Kogel (Bemerkenswertes um den Marzer Kogel)

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Bemerkenswertes um den Marzer Kogel

Marzer Kogel über Mattersburg

Marzer Kogel über Mattersburg

Draßburg – Schwarzes Kreuz – Ödes Kloster – Grimmingkreuz – Rohrbacher/Marzer Kogel – Bienenfresserkolonie – Rohrbach bei Mattersburg

(13 km, + 280 Hm, -240 Hm, reine Gehzeit gut 3 ¾ h)


Wir kamen – wie (fast) immer problemlos und bequem - mit dem Zug in Draßburg an. Wir benützten ins Ortszentrum einen „Schleichweg“, der Kolovajka heißt. Das war auch gleich der Einstieg zum Thema „Burgenlandkroaten“. Am Tor zum Schlossgarten informierten wir uns kurz über diese Schlossanlage, die sich seit dem 19.Jh. im Besitz der Fam. Patzenhofer befindet. Vorbei an Kirche und Friedhof erstiegen wir die Anhöhe, auf der das „Schwarze Kreuz“ zum Gedenken an die ermordete Kaiserin Elisabeth steht. Auch eine kleine Aussichtswarte befindet sich in der Nähe, von der der Blick über Eisenstadt zum Leithagebirge schweift.

Den nächsten Kulturstopp legten wir beim „Öden Kloster“ ein. Als Rest des ehemaligen Paulinerklosters überdauerte die Kirche die Jahrhunderte. Ein wunderschöner Platz und Wallfahrtsort der Burgenland-Kroaten. Unser Weg führte uns dann weiter bergan in den Schattendorfer Wald. Unterwegs sahen wir einen verfallenden Panzergraben, der 1944 im Zuge des Baues des „Süd-Ost-Walles“ angelegt wurde. Bald danach standen wir beim „Grimmingkreuz“. Es ist tatsächlich das „ausrangierte“ Gipfelkreuz des Grimmig, das 1985 dortselbst in einer Felsspalte gefunden, und hier – 2000 Höhenmeter tiefer- in verkleinerter Form wieder aufgestellt wurde. Nun war es an der Zeit für einen Mittagsimbiss „aus dem Rucksack“ - die Wiese war trocken und gemäht und der Blick reichte bis hinüber nach Sopron.

Anschließend führte uns ein 3 km langer Forstweg bis zu einem Rastplatz oberhalb der Rohrbacher Teichwiesen. Für den letzten Anstieg auf den Rohrbacher/Marzer Kogel benützten wir ein „wildes“ Wegerl im Wald. Oben angelangt überraschte uns ein großartiger, weiter Ausblick zur Rosalia und den Alpenostrand vom Schneeberg bis zum Anninger.

Unterhalb des Kogels nisten in einem ehemaligen Steinbruch im Sommer die Bienenfresser. Diese afrikanischen Zugvögel faszinieren durch ihr buntes Federkleid und ihre exotischen Rufe.

Um den asphaltierten Radweg auszuweichen, wanderten wir auf einem örtlichen, kaum begangenen Weg zum Bad von Rohrbach. Von hier wars zum Ghf. Landl nicht mehr weit, und nach einem sehr gutem (Nach-) Mittagessen traten wir von der Hst. Marz-Rohrbach die Heimfahrt an.

Wer Nordburgenland hört, denkt sicher zuerst an den Neusiedlersee. Wir haben das Nordburgenland heute aus ganz anderer Perspektive genossen – ohne See, aber mit viel Wald, interessanten Plätzen und einigen Aussichtspunkten. Bei sehr gutem Wanderwetter mitten im Sommer war es in sehr großer Gruppe ein ausgesprochen „gesegneter“ Wandertag.


Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at  

 
 
 

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