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WW Nibelungengau: Leiben - Maria Taferl (-Marbach) (WW Nibelungengau: Leiben - Maria Taferl (-Marbach))

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WW Nibelungengau: Leiben - Maria Taferl (-Marbach)

Den Ötscher stets im Blick

Den Ötscher stets im Blick

 

Leiben – Artstetten - Unterthalheim – Maria Taferl – Marbach / Fähre Krummnußbaum

(17 km, + 470 Hm, - 520 Hm, Gehzeit 5 h)

 

Der Nibelungengau zeigte sich heute von seiner schönsten Frühling-Seite. Die Anreise mit Bahn und Bus nach Leiben klappte reibungslos. Der „Weit“-Wanderweg Nibelungengau führte uns vom Schloss Leiben zuerst einmal entlang der Straße bis in den Talgrund des Weitentales hinunter, um dann auf einem Waldweg anzusteigen. Nicht ohne Grund, denn der folgende Ausblick lohnte die Mühe mehrfach. Bei der hoch über dem Ort gelegenen Kirche zur Hl. Corona sahen wir erstmals auf den immer noch schneebedeckten Ötscher und Dürrenstein – ein Panorama, das uns den ganzen Tag über begleitete. Wir hatten Glück, und konnten die alte, zweischiffige Kirche auch von drinnen sehen. Der weitere Weg verlief in wiederholtem Auf und Ab durch Wald und entlang von Wiesen. In Losau trafen wir auf den Jakobsweg, dem wir dann fast bis Maria Taferl folgten. In Artstetten kehrten wir im gepflegten Schlossgasthof zum Mittagessen ein.

Bald waren wir wieder in der lieblichen Frühlingslandschaft unterwegs. Vorwiegend auf Waldwegen wanderten wir nach Unterthalheim – das tatsächlich „unten“ liegt. Das bedeutete natürlich, dass wir nach Maria Taferl etliche Höhenmeter auf den Güterwegen ansteigen mussten. Der Nibelungengauweg führt – anders als der Jakobsweg- in einem Bogen, vorbei am Golfplatz „asphaltsparend“ in den Ort. Dort angelangt besichtigten wir die mechanische Krippe, anhand der wir uns mit der Geschichte des Wallfahrtsortes vertraut machen konnten. Dann besuchten wir die Wallfahrtskirche, deren üppig-barocke Ausstattung die kleine Gnadenstatue in Form einer Pietá am Hochaltar fast unscheinbar erscheinen lässt. Einmalig war der Blick, als wir aus der Kirche hinaustraten: über die Donau und die Voralpen hinweg sahen wir wieder zum Ötscher und Dürrenstein, sogar ein Stück Hochschwab glänzte schneeweiß hinter dem Ötscher hervor. Im Südwesten lugten die Ennstaler Alpen herüber. Und im Westen sahen wir die „Ybbser Scheibe“, an deren Donauufer wir ja vor knapp einem Jahr am Nibelungengauweg gewandert waren.

Nach einer Regenerationszeit machten wir uns an den Abstieg auf dem steilen „Bußweg“. In Marbach an der Donau wartete schon die bestellte „MS Marbach“, die uns nach Krummnußbaum übersetzte. Von der Anlegestelle ging es noch ein Kilometer zur Bahn, denn die Haltestelle Krummnußbaum liegt seit einigen Jahren beim Ortszentrum und nicht mehr näher zur Anlegestelle der Fähre. Ist ja auch verständlich, weil die Fähre nur mehr auf Bestellung verkehrt. Die direkte Heimfahrt mit einem neuen „Cityjet“ als REX nach Wien beendete diesen herrlichen Tag, der uns -einmal mehr- die Schönheit unseres Donaulandes vor Augen führte.

 

Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at  

 
 
 

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