Logo Sektion Weitwanderer

Retzer Land W.A (Retzer Land W.A)

Mitglied werden
zur Anmeldung

Retzer Land W.A

Kümmerlsäule

Bei der Kümmerlsäule

Bhf. Retz – Hauptplatz – Dominikanerkirche - Gollitsch – Windmühle – Paraplui – Rosstalen – Bischofsmütze – Hauptplatz - Bahnhof


(9 km, + - 220 Hm, Gehzeit 3 h)


Zum ersten Mal bereitete ich eine Tour als „Alternativwanderung“ vor: u.zw. geteilt in eine kürzere Wochentagswanderung „W.A“ und eine etwas längere Samstagswanderung „W.B“; jede zu attraktiven Plätzen in derselben Umgebung. Durch diese Splittung ist es möglich, für jede „Leistungsklasse“ eine passende Wanderung anzubieten.


Die W.A „Retzer Land“ führte uns vom Bahnhof Retz zum Hauptplatz, einem der schönsten und größten Marktplätze Österreichs. In leichte Hanglage dominiert das Rathaus im oberen Teil den Platz, auf dem neben dem Pranger auch eine Dreifaltigkeitssäule, eine Mariensäule und 2 Brunnen stehen. Von den Häusern um den Platz sind besonders das „Verderberhaus“ und das Sgraffitohaus („Gemaltes Haus“) -beide aus dem 16. Jh.- sehenswert. Nächste Station war die Dominikanerkirche, an der das frühgotische Tympanon beeindruckte.

Dann gings ans Wandern: wir bemerkten bald, dass sich im Retzer Land das Weinviertel und das Waldviertel „die Hand reichen“. Denn gleich nach den Weingärten hatten wir ein paar Granitfelsen unter den Schuhsohlen. Nach einem Abstecher zur Kümmerlkapelle erstiegen wir den Gollitsch. Hier erfreute uns nicht nur der schöne Ausblick über die Stadt Retz, sondern auch eine bemerkenswerte Heidelandschaft mit den ersten Kuhschellen am heutigen Tag. Nachdem wir über den westlichen Hang wieder in den Weingärten gekommen waren, kam der Anstieg zur Windmühle. Wenig später erreichten wir den Soldatenfriedhof. Beinahe 800 deutsche Soldaten aus dem 2. Weltkrieg fanden hier eine würdige „Ruhestätte“.

Mehr Freude machte uns der Aufstieg zu einem aussichtsreichen Bankerl beim „Eierstein“. Auch dort blühten viele Kuhschellen. Beim Paraplui nahmen wir einen kleinen Imbiss zu uns – natürlich aus dem Rucksack! Dann folgten wir den „Rosstalenweg“ durch hellen Eichen- und Föhrenwald – und wieder machten uns Granitsteine an den Übergang ins Waldviertel aufmerksam. Am Talgrund angelangt, stiegen wir bald wieder zum Stein „Bischofsmütze“ an. Dann gings gemütlich weiter zur Windmühlgasse. Den Vinzenziplatz und weiter den Hauptplatz erreichten wir durch das enge Ingnazigässchen. Auch die Schlusseinkehr im Schlossgasthof passte zu dieser gemütlichen, kürzeren Wanderung. Die Zeit ausnützend, machten wir noch eine kleine Abschlussrunde durchs Stadtzentrum zum Bahnhof. Obwohl uns Sonnenschein verwehrt blieb, nahmen wir viele schöne Eindrücke mit nach Hause – inklusive Sonne im Herzen.

 

Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at  

 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung