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100 Jahre Carl Hermann (100 Jahre Carl Hermann)

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100 Jahre Carl Hermann

Die Betrachter

Die Betrachter

Freitag, 21. September: Auf seinen Spuren durch Gmünd

Bhf. Gmünd – Gr. Harabruckteich – Malerwinkel – Blockheide (Christophstein, Mondteiche, Pilzstein, Teufelsbettstatt/Teufelsbrotlaib/Schulerstein) – Hermann Haus – Fuchsstein – Pfarrkirche - Hauptplatz („Der Betrachter“) – Schlosspark – Abstecher Česke Velenice – Neustadt (Lagertor, Herz-Jesu-Kirche, Flüchtlingspark, LKH) – Bhf.

(14 km, + - 160 Hm, reine Gehzeit 4 h)

Gleich in der Bahnhofstraße fanden wir an einem Gemeindebau ein Sgraffito von Carl Hermann, welches die Stadtrechtsverleihung zum Thema hat. Dann drehten wir-zur Einstimmung aufs Obere Waldviertel- eine „Ehrenrunde“ um den Großen Harabruckteich. Durch die Carl-Hermann-Gasse kamen wir in den Malerwinkel. Ein idyllischer Platz, um uns mit der Biografie Carl Hermanns zu befassen. Dann ging's in die Blockheide: Zuerst wanderten wir zum Christophstein - ein gigantischer Block mit Schalen, den sagenhaften Fußabdrücken des Hl. Christophorus. Über herrlich weiche Waldwege kamen wir - vorbei an den Mondteichen - zum Pilzstein. Bei diesem gewaltigen Restling an ein Schwammerl zu denken liegt auf der Hand. Beim dahinterliegenden Elefantenstein braucht es schon etwas mehr Fantasie. Auf bequemem Fahrweg kamen wir rasch zu einer markanten Stelle des Naturparks Blockheide, an dessen Gründung C. Hermann wesentlichen Anteil hatte. Hier liegen nämlich die drei sagenumwobenen Granitblöcke Schulerstein, Teufelsbrotlaib und Teufelsbettstatt dicht nebeneinander. Unsere Wanderung führte dann zum Wohnhaus und Atelier Carl Hermanns am Fuchssteinweg. Mittageinkehr hielten wir gleich darunter beim Schüsselwirt.

Der Nachmittag war eine reine Stadtwanderung in Gmünd: Zuerst hinauf zur Stadtpfarrkirche St. Stephan, dann zum Stadtplatz (Hermann-Plastik „Der Betrachter“, Sgraffito-Häuser) und durch den Schlosspark zum Radweg entlang der Schmalspurbahn zum Fußgänger-Grenzübergang auf der ehemaligen Trasse der Schmalspurbahn Richtung Bhf. Gmünd, heute Bhf. Česke Velenice. Dort ist nicht viel (eigentlich gar nichts) zu sehen, sodass wir rasch wieder diesseits der Lainsitz waren, um Gmünd Neustadt zu besuchen. Dieser recht unbekannte Stadtteil entstand aus einem Flüchtlingslager während des 1. Weltkriegs. Obwohl damals sehr gut ausgestattet, kam es durch Überbelegung rasch zu katastrophalen Zuständen, sodass etwa 30.000 Menschen an Folgen von Seuchen, Hunger und Krankheiten verstarben. Sie wurden am Flüchtlingsfriedhof beigesetzt, der heute zu einem Park umgestaltet ist. In der Neustadt besichtigten wir auch die bemerkenswerte Herz-Jesu-Kirche aus dem Jahr 1953, in der uns der zufällig anwesende Mesner freundlich führte. Für das davor befindliche Kriegerdenkmal hat C. Hermann die Monumentalplastik „Trauernde“ geschaffen.

Nach Gmünd NÖ - so weit „ganz hinauf“ zu fahren - hat sich wirklich gelohnt – und daran hatte auch das prächtige Wetter Anteil.

 

Samstag, 22. September: Gedenkgottesdienst Nebelsteinhütte

Der AV-Waldviertel hatte bei „Ihrer“ Nebelsteinhütte einen Gedenkgottesdienst für Carl Hermann organisiert. Eine kleine Abordnung unserer Sektion (Altvorsitzende Erika und Fritz Käfer, Elisabeth Pichler und meine Wenigkeit) verstärkten die zahlreich erschienen Waldviertler, die den tiefen Temperaturen trotzten. Es war schön, auf diesem „Weitwanderwegeknoten“ Bekannte zu treffen und an C. Hermann, der eine Zeit lang bei beiden Sektionen Vorsitzender war, zu denken. Was uns neu war: der Nebelstein-Gipfel hat durch die Stürme der letzten Jahre viel von seinem Baumkleid verloren, sodass er jetzt großartige Aussicht bietet. Selten ein Schaden, wo nicht ein Nutzen auch dabei ist!

 

Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at  

 
 
 

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