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2018_10_26 Der Luaga Lucka Weg (2018_10_26 Der Luaga Lucka Weg)

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2018_10_26 Der Luaga Lucka Weg

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Der Luaga Lucka Weg - eine Wanderung in die Urzeit

Die Wanderung zum Nationalfeiertag hat im Alpenverein Zwettl schon Tradition. Die Tage sind um diese Jahreszeit schon recht kurz, so eine Wanderung von zweieinhalb Stunden geht sich aber noch aus - genau richtig für den Luaga Lucka Weg bei Altmelon. Der Weg umkreist den Galgenberg mit seinen 924 Metern und den Schmerlingstein. Die Höhenunterschiede sind moderat, der Weg ist unschwierig angelegt und durchaus familientauglich, sofern man von Blockklettereien Abstand nimmt. Mehr als vierzig Wanderbegeisterte hatten sich in Altmelon eingefunden, um die mächtigen Felsblöcke und Höhlen im Waldviertler Hochland kennenzulernen. Nach den Kaltenberg-Höhlen stoppten wir beim Fahrthofer Bründl, einer Quelle mit rechtsdrehendem Wasser. Dieses Wasser schmeckte gesund und köstlich – der Schnaps von Martin auch. Ein Stück steilen Waldweg hinauf und wir hatten die Fahrthofer-Höhlen erreicht. Mächtige Felsformationen, Höhlen und Felsspalten gruppieren sich um die „Druidenkanzel“ auf einem Waldhügel. Oberhalb vom Fahrthof ein kurzer Stopp, um die Aussicht zu genießen. Der Blick geht hinunter in das Land um Schönbach und am Horizont zum Kirchturm von Traunstein. Jenseits der Schmerlingsteine liegt unterhalb der stattliche Schmerlinghof und der Blick weitet sich hinüber zum Weinsbergerwald. Die Herbstsonne meinte es gut mit uns und schenkte uns eine angenehme Trinkpause. Vier Infotafeln erklären das Entstehen der Höhlen und der Felsformationen. Seit eineinhalb Milliarden Jahren liegen die riesigen Felsbrocken in der Gegend und darüber baute sich ein mehrere tausend Meter hohes Gebirge auf, das dann mit der Zeit abbröckelte, bis die Waldviertler Granithärtlinge übrig blieben. Eine Besichtigung der Gaubitzhöhle und der Luaga Lucka durfte nicht fehlen. Die Luaga Lucka ist die größte Höhle und hat eine Schlafstelle und die Luaga Lucka Kuchl. Vom Gaubitzhof trabten wir am Güterweg nach Altmelon zurück und waren im Gasthaus Lichtenwallner gut aufgehoben.

Karl Kaltenberger, Tourenleiter

Fotos: Edith Füxl, Ulla Weiss, Kark Kaltenberger



 
 
 

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