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2018_08_26 Stubaier Höhenweg (2018_08_26 Stubaier Höhenweg)

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2018_08_26 Stubaier Höhenweg

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Ein erweiterter Abschnitt des Stubaier Höhenweges sollte das Ziel dieser Tour sein. Genauer gesagt, der Abschnitt von der Dresdnerhütte bis ins Gschnitztal. Eine Tour zum Genießen – landschaftlich ein Traum, wenn, ja wenn das Wetter passt! Für den ursprünglichen Starttag hatte sich eine massive Kaltfront angekündigt mit den üblichen Folgen für die Höhenlagen bis 2800 m. Das würde Schnee bedeuten und für die Übergänge zwischen den Hütten nichts Gutes! Für das Wochenende ergiebige Niederschläge – aber nachher: Prachtwetter! So war es auch dann und die Verschiebung der Tour um einen Tag war auch kein Quartierproblem.
Einzig der Übergang über das Beiljoch musste gestrichen werden, da bei den Wetterbedingungen am Sonntag riskant. Nebel und Neuschnee ließen einen Aufstieg
vom Parkplatz Grawaalm ratsam erscheinen. Vorbei am Grawa-Wasserfall, durch mäßig steiles Waldgelände zum Talboden der Grawaalm. Hier sollte man eine Rast einlegen! Die Sulzenauhütte ragt an einer Abbruchkante hoch über dem Talboden während die originellen Schnitzereien vor der Grawaalmhütte Beachtung verdienen. Der Aufstieg zur Sulzenauhütte ist nur mehr Ausdauersache. Als Abendprogramm und nach der langen Anreise folgten wir dem Lübeckerweg durch einen Garten aus unzähligen Stoamandln und blickten fasziniert auf die „Blaue Lacke“, einen durch eine Seitenmoräne abgetrennten Gletschersee.
Den zweiten Tag starteten wir mit einer Wanderung entlang des „Wilde Wasser – Weges“ zum Sulzenauferner. Dadurch hatte die Sonne an diesem herrlichen Morgen Zeit, den Übergang zur Nürnberger Hütte aufzutauen. Auf diesem Weg sollte der „Mairspitz“ mit fast 2800 m der höchste Punkt werden. Als landschaftliche Schmankerl muss man dabei den Grünausee und das gigantische Panorama vom „Mairspitz“ über das ganze Stubaital anmerken. Bei diesem Traumwetter und dem frischen Schnee auf den Bergen ein einmaliges Erlebnis. Der Abstieg zur Nürnberger Hütte machte etwas „Stiegensteigen“ über Geröllfelder nötig, das aber aufgewogen wurde durch den herrlichen Ausblick über das Langental, umrahmt von den Feuersteinen und mitten drinnen die Nürnbergerhütte als imposanter Steinbau in einer Geröllwüste.
Der dritte Tag sah den Aufstieg zur alten Zollhütte auf ca. 2700m vor und den Abstieg zur Bremerhütte. Grundsätzlich sind alle Übergänge und Steilstufen mit Drahtseilen ausgezeichnet versichert und kein Problem – bei Schönwetter! Das landschaftliches Kleinod auf diesem Wege ist das „Paradies“, ein verlandeter, kleiner Gletschersee mit Wollgraswiesen und mäandrierendem Bachverlauf. Ein sehr überraschender Anblick nach den trockenen Geröllfeldern und blankgeschliffenen Felsbuckeln. Nach einer Jausenrast auf der Bremerhütte stand noch eine kurze Wanderung mit steilem, versicherten Abstieg zum Lauterersee auf dem Programm: ein Badevergnügen bei 7,56° C – aber nicht für alle!
Tag vier brachte nur mehr den Abstieg zur Laponesalm mit Jause und Taxi retour ins Stubaital sowie die Heimreise einer sehr entspannten und zufriedenen Gruppe, die da waren: Ilse Bauer, Paula Ledermüller, Regina Stangl, Anita Huber, Bernhard Vielkind, Walter Weber, Martin Klonner und meine Wenigkeit.
Christian Strobl/Tourenführer

 
 
 

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